Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Wurzen: Stadtrat setzt Schlusspunktunter neue Verwaltungsstruktur
Region Wurzen Wurzen: Stadtrat setzt Schlusspunktunter neue Verwaltungsstruktur
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 12.12.2016
Neue Strukturen im Wurzener Stadthaus. Quelle: Klaus Peschel
Wurzen

Aus vier mach drei: Das Stadthaus arbeitet mit einer veränderten Verwaltungsstruktur. Grund dafür ist ein Personalentwicklungskonzept, mit welchem das Landratsamt bereits 2015 die Kommune Wurzen beauflagte. Wie berichtet, mahnte die Rechtsaufsicht in Borna seinerzeit eine Reduzierung des Personals an, da im Dienstsitz Friedrich-Ebert-Straße 2 und den nachgeordneten Einrichtungen zu viele Mitarbeiter beschäftigt seien.

Ein Punkt des Programms, das der Stadtrat übrigens schon im Juni des Jahres verabschiedete (die LVZ berichtete), sah unter anderem die Reduzierung der Fachbereiche von vier auf drei vor. Diese wurden bislang kommissarisch geführt. Daher mussten die Volksvertreter zu ihrer jüngsten Sitzung in der Vorwoche die neuen Spitzen wählen. Doch zunächst galt es erst einmal, per Beschluss die alte Leitungsebene abzuberufen – nämlich Uta Schwarze (Kämmerei/Kommunales Vermögen), Raymund Töpfer (Kultur, Jugend, Schulen, Sport und Soziales), Carl Rößler (Service und Bauwesen) sowie Thomas Boecker (innere und äußere Verwaltung).

Lediglich CDU-Fraktionsvorsitzender Matthias Rieder wollte kurz vor der Abstimmung von Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) wissen, welche Funktion jetzt Raymund Töpfer inne habe, der zudem gern in Altersteilzeit gehen möchte. Töpfer, so das Stadtoberhaupt, sei nunmehr Mitarbeiter der Verwaltung und Uta Schwarze unterstellt. Über seinen Antrag auf Altersteilzeit würde formal im Februar 2017 entschieden und zwar nach „wohlwollender“ Prüfung. Mit Ja zur Abberufung votierten danach zwölf Parlamentarier und sechs aus den Reihen der CDU enthielten sich.

Im Anschluss präsentierte Röglin schließlich die Vorschläge zur Neubesetzung der Fachbereiche „Service & Bauwesen“, „Bürgerdienste“ sowie „Allgemeine Verwaltung/Kämmerei“. Demnach schrieb das Stadthaus die Posten intern aus. Während sich für die Abteilungen „Bürgerdienste“ und „Allgemeine Verwaltung/Kämmerei“ je ein Interessent meldete, waren es beim „Service & Bauwesen“ zwei Aspiranten. Deswegen trat eine Auswahlkommission zusammen, darunter Röglin, Kämmerin Schwarze, Stadtplaner Carl Rößler sowie Personalratsvorsitzende Petra Bürger, die letztlich Carl-Heinz Kraft favorisierte. Thomas Boecker bewarb sich für „Bürgerdienste“ und Uta Schwarze für die „Allgemeine Verwaltung/Kämmerei“. Die Wahl der drei Personen erfolgt per Urnengang. Hierbei erntete Schwarze die meisten Vorschusslorbeeren des Gremiums. Da zwischenzeitlich die Linken-Stadträte Jens Kretzschmar und Peter Poppe vom Kreistag in Borna in den Wurzener Plenarsaal eilten, vereinte Schwarze nach Auszählung 19 von möglichen 20 Stimmen auf sich. Knapp hingegen fielen einige Minuten zuvor die Resultate für Kraft und Boecker aus – zehn zu acht.

Eigens mit einem bunten Blumenstrauß und würdigenden Worten bedachte Oberbürgermeister Röglin aber nicht das frisch gekürte Trio, sondern vielmehr Stadtplaner Rößler, der ab Januar in Rente geht. Währenddessen applaudierten die Mandatsträger lange und kräftig. Sichtlich gerührt sagte Rößler: „Ich danke Ihnen für die Zuneigung, die Sie mir geschenkt haben. Für die Geduld und Ihre Fragen.“ Dem Wurzener Rat wünschte er außerdem „gute Entscheidungen für meine Geburts- und meine Heimatstadt“.

Von Kai-Uwe Brandt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Crostigall 14 in Wurzens Stadtzentrum soll zu einem Kultur- und Erinnerungsort werden: Der Ringelnatzverein engagiert sich immer wieder dafür, dass der Literat, Zeichner und Lebenskünstler Joachim Ringelnatz nicht in Vergessenheit gerät – so auch am „Superadventswochenende“.

12.12.2016

Am 6. November 1926 wurde das Gebäude als Handelsschule eingeweiht. Danach lernten hier Oberschüler und Gymnasiasten und seit 1991 die Mädchen und Jungen der Diesterweg-Grundschule. In einer Festveranstaltung erinnerten die Kleinen an das 90-jährige Bestehen.

12.12.2016

Drei Jahre hat es gedauert bis zum heutigen Tag: Am Sonntag nahmen die vier neuen Buslinien über Land erstmals ihren Betrieb auf. Natürlich mit viel lokaler Prominenz. Insgesamt können 100.000 Einwohner der Region vom Modellprojekt „Muldental in Fahrt“ profitieren.

08.03.2018