Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Wurzen geht mit minus 120.000 Euro aus dem Sachsentag
Region Wurzen Wurzen geht mit minus 120.000 Euro aus dem Sachsentag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:03 08.12.2015
   Quelle: Media
Anzeige
Wurzen

Die vorläufige Finanzübersicht der Verwaltung für den Tag der Sachsen vom 4. bis 6. September in Wurzen steht und wurde jetzt durch Bürgermeister und Projektleiter Gerald Lehne (CDU) dem Parlament vorgestellt. Demnach betrugen die Ausgaben für das dreitägige Landesfest 1,412 Millionen Euro; die Einnahmen bezifferte der Vize-Stadthauschef mit 843 .144,07 Euro. Hierdurch ergebe sich eine Differenz, also der tatsächliche Minuswert, von 569. 828,53 Euro, so Lehne.

Tausende Zuschauer verfolgten den Festumzug zum Tag der Sachsen in Wurzen.

Dagegen rechnete das Stadthaus allerdings den sogenannten Investitionszuschuss des Freistaates Sachsen für den 24. Ausrichter in Höhe von 450 .000 Euro. Das Geld floss zum einen in die Sanierung der Karl-Marx-Straße sowie in den Umbau des Wettinerplatzes (303.500 Euro) und zum anderen in die neue Fassade der Kindereinrichtung Knirpsenland der Arbeiterwohlfahrt Kinderland gGmbH (146.500 Euro).

Summasummarum verbleibt ein Minus von 119. 826 Euro. Zugleich erwähnte Lehne, dass die interne Leistung des Baubetriebshofes mit 136 .700 Euro zu Buche schlägt. Die größten Posten bei den Ausgaben verursachten die Verkehrssicherung und -lenkung, die Parkplätze und der Bus-Shuttleverkehr mit 292 .380 Euro, die Personalaufwendungen mit 196 .015 Euro sowie die Sicherheit mit 147.210 und Werbung/Marketing mit 145 .747 Euro. Bei den Einnahmen waren das: Zuschüsse vom Land 390 .000, Spenden und Sponsoring 183. 833 sowie Standgelder 149 .607 Euro. Die Gebühren für die drei Parkplätze mit etwa 17 .000 Stellflächen – zehn Euro kostete damals das Ticket inklusive Programmheft und Busshuttle – generierten einen Betrag von reichlich 22. 000 Euro.

Im Vergleich zu den aktuellen Daten präsentierte Lehne übrigens auch den früheren Planansatz für den Sachsentag im kommunalen Haushalt. Seinerzeit ging die Verwaltung von 1,734 Millionen Euro an Aufwendungen aus, Einnahmen von 812. 600 Euro und folglich einem Saldo von minus 921 .000 Euro.

 Aus Sicht von Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) verdeutliche die aktuelle Bilanz, „dass wir mit weniger Ausgaben und mehr Einnahmen als zuvor angenommen gut gewirtschaftet haben“. Die Stadtverwaltung habe somit „verantwortungsbewusst“ gearbeitet. Dies sei trotz des Minusbetrages von knapp 120 .000 Euro, den das Stadtsäckel nun tragen müsse, ein ordentliches Ergebnis. Schließlich, so Röglin, kostete das eine Nummer kleinere Landeserntedankfest im Jahr 2011die Kommune 90. 000 Euro.

„Außerdem dürfen wir nicht nur sehen, was unterm Summenstrich übrig bleibt“, betonte der 45-jährige OBM. Denn mittels des Investitionszuschusses vom Freistaat konnten zwei wichtige Bauprojekte umgesetzt werden. Keineswegs unerwähnt lassen will Röglin den Image-Effekt für die Muldestadt. „Vielen Besuchern bleibt Wurzen nach den drei Tagen in bester Erinnerung.“ Schon daher habe sich die Ausgabe der 120.000 Euro gelohnt. Alles in allem, resümierte Röglin zum Schluss, glaube er kaum, dass eine Großveranstaltung wie der Sachsentag von wem auch immer jemals zum Nulltarif oder gar in der Gewinnzone durchgeführt werden könne.

Von Kai-Uwe Brandt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nikolaustag und „Riff“-Geburtstag: Beides wird in Bad Lausick seit Jahren gemeinsam gefeiert. 40 Mädchen und Jungen hatten Nikolausstiefel gestaltet, und zum 20. Geburtstag schnitt Betriebsleiterin Annett Koza eine große Torte an.

08.12.2015

Briefe der kommunalen Gartenstadt GmbH sorgen derzeit in Machern für Aufregung. Darin werden Häuslebauern ihre Flächen gekündigt, die viele zu ihrem eigentlichen Bauland  hinzu gepachtet hatten. Die Betroffenen hoffen nun auf Hilfe aus dem Rathaus.

08.12.2015

Thomas Schmidt stärkte am Montag den Bauern in Grimma den Rücken: „Schauen Sie sich die schmucken Dörfer an. Das sind blühende Landschaften.“ Jeder neunte Arbeitsplatz tangiere die Landwirtschaft, sagte Sachsens Landwirtschaftsminister auf einer Fachtagung mit Podiumsdiskussion in Nimbschen.

07.12.2015
Anzeige