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00:40 16.08.2015
Ulrich Hess Standortinitiative Wurzen, Landtagspräsident Matthias Wurzens OBM Jörg Röglin und Gerald Lehne, Bürgermeister Wurzen (v.l.) schauen sich die eingesandten Fotos zum Wettbewerb anlässlich des Tages der Sachsen an. Quelle: Frank Schmidt
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Wurzen

Die werden am Sonntag einen Festumzug mit 4000 Teilnehmern aus 170 Vereinen sehen, die von 32 Pferden, 20 Hunden und drei Schafen begleitet werden. Das freute gestern insbesondere Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) zur gemeinsamen Pressekonferenz von Freistaat und der Stadt Wurzen: "Drei Schafe, wenn das kein Glück bringt."

Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) braucht kein Glück. Er braucht Wunder. Davon möglichst jede Menge. Wer das prosaische Erbe des größten Sohnes der Stadt umdichtet, braucht gute Gründe dafür: Joachim Ringelnatz' Gedichtvers "Überall ist Wunderland" ist zur unumstößlichen Motivlage für das Volksfest geworden: "Hier ist Wunderland." Auch wenn es (in der Stadtkasse) lange so aussah, als davon eher keine großen zu erwarten wären - Röglin ist in Einigkeit mit dem Landtagspräsidenten der Ansicht, "dass Wurzen mehr als prädestiniert" für die Gastgeberrolle ist. Matthias Rößler: "Die Stadt ist weitaus älter als die Landeshauptstadt, geschichtsträchtig und -mächtig und kann auf eine wertschöpfende Industrie verweisen." Und Wurzen hat Wunderland. Jedenfalls vom 4. bis 6. September, wenn der Stadtpark vom Helmnot Theater und der Wunderräume GmbH in ein solchen verwandelt wird. "Das wird eine fantastische Ruhezone zwischen vier Medien-, zehn Themenbühnen sowie 16 Themenmeilen, wo es an allen drei Tagen jede Menge zu erleben gibt", verspricht der Stadtchef.

Dass eine Gastgeberstadt - zu der die Wurzener immer auch die Bewohner des Umlandes zählen - mehr als volle Geschichtsbücher aufweisen muss, um eine Viertelmillion Menschen zu begrüßen und zu beglücken, zu beherbergen und zu bewirten, weiß auch das Projektteam um Stadtsprecherin Conny Hanspach. "Und die haben alles Mögliche unternommen, um die großen Probleme im Vorfeld zu bewältigen und die kleinen noch zu lösen", so Röglin.

Das Programm steht (das Heft dazu wird am 20. August veröffentlicht), mit dem Wettinerplatz ist ein wesentlicher Abschnitt der Festmeile in Rekordzeit saniert worden, 390 Helfer haben sich gemeldet und spendable Sponsoren der überregionalen und lokalen Wirtschaft setzen ein Häkchen unter die Kostenschätzung. Drei Wochen vor Beginn des Sachsentages gehe es vor allem um den Feinschliff. "Und darum, logistische Lösungen für die Vereine zu finden, die zum Tag der Sachsen in der Stadt erwartet werden. Und für Unternehmen, die am Freitag noch arbeiten müssen und auf Ein- und Ausfahrten angewiesen sind", skizzierte Hanspach. Bürgermeister Gerald Lehne (CDU) gab zudem grünes Licht für die Parkplätze. Drei Stück sind an den großen Einfallschneisen der Stadt eingerichtet worden. "Dieser Tage stockte uns zwar kurz der Atem, als ein Bauer 500 Heuballen auf einem der Großraumparkplätze abgeladen hatte, aber die kommen rechtzeitig wieder weg."

Zu den Zahlen und Wundern, noch die Rekorde: Mit einem Weltrekord will die Stadt ins Guiness-Buch. 1300 Linedancer sollen eine gemeinsame Choreografie gestalten. "Das wird einer der vielen Glanzpunkte, derer es mit einem internationalen Fußballturnier, einem Fotowettbewerb der Standortinitiative Wurzen, einem Blick auf das Kleingartenwesen und einem riesigen Staraufgebot einige geben wird", so Röglin.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.08.2015
Thomas Lieb

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