Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Wurzen investiert in Schulen, Kita, Sporthalle und Straßen
Region Wurzen Wurzen investiert in Schulen, Kita, Sporthalle und Straßen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:14 19.05.2015

Start ist am 2. März im Ortschaftsrat Roitzsch, den Schlusspunkt setzt am 18. März der Ausschuss für Technik und Stadtentwicklung. Danach werde das Papier öffentlich ausgelegt und schließlich am 29. April den Volksvertretern endgültig zur Abstimmung vorgelegt.

Zunächst gab der 45-jährige Behördenchef einen kurzen Überblick der Einnahmeentwicklung im Zeitraum von 2006 bis 2014. Dank Schlüsselzuweisung des Landes und der Gewerbesteuer verfügte Wurzen anfangs über etwas mehr als sieben Millionen Euro, darunter circa 2,3 Millionen Gewerbesteuer. Acht Jahre später waren es fast zehn Millionen, allein für die Hälfte davon sorgten die steuerpflichtigen Unternehmen.

Da aber jener Kapitalertrag nicht in der avisierten Höhe floss, angedacht waren 6,5 Millionen, musste Wurzen einen Nachtragshaushalt erstellen (die LVZ berichtete). Dieser Umstand, so Röglin, verursachte "viel Arbeit", weshalb die Kämmerei um Finanzchefin Uta Schwarze eben erst am 25. Februar das 2015er Exposé vorlegen konnte.

Mit Blick in die nahe Zukunft sagte der Oberbürgermeister, dass die Schlüsselzuweisungen zwar mit etwas über fünf Millionen Euro steigen, sich trotz dessen auf dem Niveau von 2007 befinden. Zu den aktuellen Kennzahlen führte er aus: Die Einnahmen der Stadt im Ergebnishaushalt betragen 25 Millionen Euro, die Aufwendungen 28 Millionen Euro, darunter 3,48 Millionen Euro Abschreibungen. Insofern bliebe ein Defizit von 3,35 Millionen Euro, ohne Abschreibungen von 1,27 Millionen Euro. Gründe hierfür seien unter anderem Mehrausgaben beim Personal - "auch durch den Tag der Sachsen", bei Strom, Heizung sowie Unterrichtsmaterial.

Dennoch wolle die Verwaltung nicht von ihrem Anspruch abrücken, insbesondere Kultur, Jugend, Schulen, Soziales und den Sport zu fördern, betonte Röglin. In gerade diesem Ressort lande nahezu die Hälfte des städtischen Haushaltes. Allein die Bewirtschaftung der Bildungsstätten weist Wurzen für 2015 mit 882 000 Euro aus, die der städtischen Kindertagesstätten mit 143 000 Euro, und der Kulturbetrieb erhält zwar weniger Zuschuss, immerhin noch 925 000 Euro. Zum Investitionsprogramm zählten laut Röglin das Gymnasium (75 000 Euro), die Pestalozzi-Oberschule (60 000), die Sporthalle Püttnerstraße (34 000), Kita Knirpsenland (265 000) und 81 500 Euro für neue Technik in den Computerkabinetten. Als Infrastrukturprojekte listete das Stadtoberhaupt den Wettinerplatz auf, die Schuhgasse im Jahr 2016, eine Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof, die Finstere Gasse oder die Franz-Mehring-Straße (2016).

Ebenso wenig will Wurzen die Ortsteile aus den Augen verlieren. Vorhaben hier: 2016/2017 die Straßenbeleuchtung in Nemt, in Roitzsch der Rad- und Gehweg an der Bundesstraße 6, in Sachsendorf die Feierhalle sowie 2016 in Burkartshain der Abbruch des Kulturhauses. Zuletzt ging Röglin auf den Sachsentag ein. Das Landesfest vom 4. bis 6. September regeneriere Erträge von 812 000 Euro, koste 1,587 Millionen. Folglich betrage der Eigenanteil 775 000 Euro. Minus der Finanzspritze des Freistaates für den Ausrichter von 450 000 Euro verblieben unterm Summenstrich 325 000 Euro.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.02.2015
Kai-Uwe Brandt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Alle Prognosen, dass man es langfristig mit rückläufigen Schülerzahlen zu tun bekommt, sind für Brandis Makulatur. Für den Schulstandort mit insgesamt rund 1500 Schülern zeigt der Daumen steil nach oben.

19.05.2015

"Wie kann es sein, dass der gesamte Bereich zwischen Olga- und Auenbrücke wegen der Biberbauten ausgespart wird", empörte sich der Püchauer. Da könne man doch nicht von einer durchgängigen Beräumung sprechen, wetterte er auf der montäglichen Ratssitzung in Machern.

19.05.2015

Organisatorisch können die Brandschützer dennoch einige Erfolge verbuchen. "Die Rolle der Feuerwehr wird viel stärker als in der Vergangenheit gewürdigt", zollte Eckert der Stadtverwaltung großes Lob.

19.05.2015
Anzeige