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Wurzen Wurzen lehnt Altenpflege in Hohburg ab
Region Wurzen Wurzen lehnt Altenpflege in Hohburg ab
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15:41 08.07.2010
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. Die Plätze im Altenpflegeheim Dornreichenbach seien ausgebucht. Sobald einer frei werde, sei er schon wieder besetzt. Zur Gemeinderatssitzung im Hohburger Kulturhaus ging es am Mittwochabend wieder um den Sieben-Millionen-Neubau, der in Hanglage am Kaolinsee gebaut werden soll.

Investor Lutz Heuser, Geschäftsführer der Sachsen-Klinik Naunhof, plant als Betreiber ein 87-Betten-Haus und fasst als Fertigstellungstermin Dezember 2011 ins Auge. Als Standort ist ein Teil des Betriebsgeländes vorgesehen, aus dem sich die Hohburger Mineralfutter GmbH zurückziehen will. Für die Standortoptimierung, so Weigelt, habe das Land 750 000 Euro an Fördermitteln bereitgestellt.

Weigelt informierte die Gemeinderäte am Mittwoch darüber, dass es drei negative Stellungnahmen gebe, von denen die Ablehnung des Bauvorhabens durch die Stadt Wurzen und die Landesdirektion Leipzig am schwersten wiegen. Er teilte mit, dass sich Landrat Gerhard Gey für das Hohburger Projekt starkmachen wolle. Mit dem Wurzener Oberbürgermeister Jörg Röglin habe er vereinbart, dass das Vorhaben am 4. August im Technischen Ausschuss der Muldestadt vorgestellt wird. Das solle die Stadträte in die Lage versetzten, sich zwei Wochen später zur Parlamentssitzung per Beschluss in der Angelegenheit fundiert zu positionieren.

„Das Thema, das hat sich schon bei der ersten Information in Hohburg gezeigt, stößt auf großes Interesse", betonte Weigelt. Das Für und Wider des Vorhabens habe er auch mit Andreas Bergner erörtert. Der Geschäftsführer des Regionalen Planungsverbandes sehe für das Vorhaben in Zusammenhang mit der Nutzung ehemaligen Firmengeländes und der Einbindung des Areals ins Radwegesystem Chancen. Bei einem Sondierungsgespräch am 8. September direkt am künftigen Standort werden Vertreter von Landesdirektion, Landratsamt, Regionalem Planungsverband, Wurzen und Hohburg darüber beraten.

Weigelt informierte, dass er auch mit der CDU-Landtagsabgeordneten Hannelore Dietzschold und dem Bündnisgrünen Michael Weichert Kontakt aufgenommen hätte, damit sie das Problem in Dresden ins sächsische Parlament tragen. „Drücken Sie uns die Daumen, dass am 8. September alles seinen Gang geht", forderte Weigelt die Gemeinderäte auf und schwor sie darauf ein,mit ihrer Teilnahme am Technischen Ausschuss und der Stadtratssitzung in Wurzen den Eindruck zu vermitteln, „dass wir an dem Standort interessiert sind". Als offizielle Vertreter schicken die Hohburger ihre Gemeinderäte Winfried Kluge (SPD) und Jens Karnahl (CDU) zum Technischen Ausschuss nach Wurzen.

Ingrid Leps

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