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Region Wurzen Wurzen plant Bau einer Sport- und Mehrzweckhalle
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23:08 12.09.2018
Die Gemeinde Lossatal verfügt bereits über ein modernes Sportzentrum. Es ist Vorbild für den Neubau in Wurzen. Quelle: Frank Schmidt
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Wurzen

Es musste alles ganz schnell gehen: In einer eilends einberufenen Sondersitzung hat der Stadtrat grünes Licht zur Bereitstellung kommunaler Gelder für den Neubau einer Sport- und Mehrzweckhalle auf dem Freigelände der Ringelnatz-Grundschule gegeben. Warum die Verwaltung so plötzlich auf das Votum der Parlamentarier drängte, erläuterte zunächst Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD).

Sportzentrum im Lossatal ist Musterbeispiel

Demnach wurde das Stadthaus Anfang August über einen Aufruf für das 100 Millionen Euro schwere Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ informiert. Dabei stellt Berlin eine Förderung von 90 Prozent für investive Vorhaben mit regionaler Bedeutung in Aussicht. Die Kommunalbehörde reagierte sofort, bewarb sich zunächst formlos und reichte bis zum 31. August noch eine entsprechende Skizze online ein. Da Wurzen natürlich keine Pläne für ein Objekt dieser Art und Größe in der Schreibtischschublade hatte, entschieden Röglin und Fachbereichsleiter Carl-Heinz Kraft, auf bestehende Unterlagen der im Januar 2017 eingeweihten Halle im Lossataler Ortsteil Falkenhain zurückzugreifen. Das Projekt erarbeitete und begleitete seinerzeit das Wurzener Büro Weidemüller – Hochbauplanung.

Neubau auch für kulturelle Veranstaltungen geeignet

Eben daher stellte auch Hagen Weidemüller den Mandatsträgern vor ihrer Entscheidung die Details der künftigen Immobilie in der Friedrich-Ebert-Straße vor. Entstehen könnte hier eine Sport- und Mehrzweckhalle, die es in der Form bereits zweimal gibt – in Falkenhain sowie in Beilrode (Landkreis Nordsachsen). Das Objekt ermöglicht nicht nur Schul- und Vereinssport, sondern kann zugleich für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden.

Neben Umkleideräumen für vier Klassenstärken, Lehrerzimmer, Sanitärtrakt und Stellflächen für diverse Sportgeräte beinhaltet die Sporthalle ferner eine dreiseitige Galerie, die etwa 200 Zuschauer fasst. Aus Sicht von Weidemüller bietet die Grundstücksfläche, auf der bis zum Abriss 2014 die alte Schulturnhalle stand, ausreichend Platz für einen Neubau – sogar mit zusätzlichem Anbau für eine Bühne.

Warten auf den Bewilligung des Zuschusses

Ausnahmslos alle Fraktionen zeigten sich von der Idee begeistert und befürworteten die Antragstellung. Allerdings bremste Röglin ein wenig die Euphorie und betonte, dass mit dem heutigen Ja-Wort keineswegs der erhoffte Zuschuss verbunden sei. Falls es aber klappt, könnte mit der Vorbereitung schon im Mai 2019 begonnen werden. Anfang 2020 wäre dann Baubeginn und die Fertigstellung im August 2021. Die Kosten betragen ersten Berechnungen zufolge knapp 4,2 Millionen Euro. Davon fließen 416 000 Euro aus dem städtischen Etat.

Von Kai-Uwe Brandt

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