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Wurzen Wurzen prüft immer noch Verpachtung der kommunalen Einrichtungen
Region Wurzen Wurzen prüft immer noch Verpachtung der kommunalen Einrichtungen
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00:19 11.10.2017
Freibad Dreibrücken: Bereits im Juni 2016 beschloss der Stadtrat, die kommunalen Freibäder zur Verpachtung auszuschreiben. Fast anderthalb Jahre später prüft die Stadtverwaltung immer noch das Für und Wider. Quelle: Foto: Frank Schmidt
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Wurzen

Heiß im Süden, Durchschnitt im Norden, aber vor allem sehr feucht – so fällt die Sommerbilanz 2017 des Deutschen Wetterdienstes aus. Und eben das zeigt sich auch in der aktuellen Statistik der Freibadsaison für Wurzen. Demnach büßten die beiden Plansch-Oasen der Stadt – Dreibrücken und Burkartshain – im Vergleich zum Vorjahr 6800 Besucher ein.

Wie Stadtsprecherin Cornelia Hanspach auf Nachfrage informierte, blieben die meisten Gäste dem Freibad Burkartshain fern – nämlich 3800. „Zunächst dachten wir, dass es mit dem Schließtag am Montag zusammenhängt“, so Hanspach. Denn aufgrund des Personalmangels reduzierte das Stadthaus erstmals die Öffnungstage im Ortsteil. Jedoch verzeichnete ebenso das Freibad Dreibrücken Einbußen beim Ticketverkauf. Insgesamt nutzten hier 25 040 Kinder und Erwachsene das kühle Nass; in Burkartshain waren es 6031.

Keinerlei Neuigkeiten gibt es in Sachen Verpachtung der zwei Freibäder, gleichwohl darüber bereits seit Jahren in den parlamentarischen Gremien geredet wird. So offerierte die Verwaltung Ende 2015 dem Kulturausschuss unter anderem einen möglichen Bäderverbund zwischen Wurzen und Thallwitz unter Regie eines privaten Betreibers. Die Nachbargemeinde übertrug nämlich im selben Jahr das Wohl und Wehe des Freibades Böhlitz der Firma Dienstleistung Konform mit Sitz in Böhlen. Damals betonte Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD): „Aus unserer Sicht könnte diese Form eine Lösung darstellen.“ Und zwar über einen Ein-Jahres-Vertrag und mit entsprechendem Zuschuss aus dem kommunalen Etat. Lediglich ein halbes Jahr später – im Juni 2016 – beauftragte der Stadtrat mehrheitlich dann sogar die Verwaltung, die Unterlagen für eine europaweite Ausschreibung inklusive der Schwimmhalle in der Lüptitzer Straße an einen Dritten vorzubereiten und ab 1. Januar 2017 europaweit zu veröffentlichen. An die Übernahme knüpften die Mandatsträger zugleich mehrere Bedingungen. Der künftige Bewerber muss ein Bäderkonzept vorlegen, welches einen festen finanziellen Beitrag der Stadt beinhalte und aufzeige, wie alle drei Einrichtungen weiterentwickelt werden können. Außerdem gelte es, das bisher beschäftigte Personal zu übernehmen und die Höhe der Eintrittspreise im Einvernehmen mit dem parlamentarischen Ausschuss festzulegen – „unter der besonderen Beachtung des Vereinssports“.

Mittlerweile sind anderthalb Jahre nach der Ratssitzung ins Land gezogen. Stadtsprecherin Hanspach zufolge habe es bislang keine Ausschreibung gegeben. Grund dafür: Der zuständige Fachbereich Bau und Service prüfe derzeit noch immer die Option einer Verpachtung und sämtlicher damit verbundenen Eventualitäten, betonte sie. „Wie zum Beispiel steuerliche Auswirkungen.“ Wann mit einem endgültigen Ergebnis gerechnet werden könne, wüsste sie nicht zu sagen. „Ein genauer Termin für das Ende der Prüfung steht nicht fest.“

Von Kai-Uwe Brandt

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