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Wurzen Wurzen setzt Fokus auf Bildung
Region Wurzen Wurzen setzt Fokus auf Bildung
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11:10 18.04.2012
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. Zwar ist der Haushalt für 2012 noch nicht beschlossen, aber im Etat stecken allein 1,3 Millionen Euro, die laut Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) gezielt in die städtische Bildungslandschaft fließen. Los geht es jedoch erst, wenn das kommunale Budget vom Stadtrat beschlossen wird – zur Sitzung am 9. Mai.

„Im Moment sind uns noch die Hände gebunden und selbst nach der Verabschiedung des Haushaltes durch den Stadtrat dauert es, bis die Rechtsaufsicht, also das Landratsamt, sein Okay gibt", so Röglin zum Prozedere der nächsten Wochen. An seinen Plänen, in Wurzens Schulen und Kitas zu investieren, ändere die rechtliche Wartezeit allerdings nichts. Immerhin seien sämtliche Positionen inklusive der Vorhaben, Summen und Objekte bereits schwarz auf weiß im buchstarken Stadtetat fixiert. Im Stakkato verkündet Röglin die künftigen Schwerpunkt seiner baulichen Bildungspolitik.

So zum Beispiel die Kita Spatzennest. Die Immobilie in der Torgauer Straße soll ein neues Dach und eine moderne Fassade erhalten – Kostenpunkt etwas über 300 000 Euro, davon 170 000 Euro, die Wurzen zuschustert. Oder der angedachte Neubau des Kindergartens Rüsselchen in Kühren. 1,9 Millionen würde das Niedrigenergiehaus verschlingen. Kita Sonnenschein erhält noch einmal 180 000 Euro und das Lichtwergymnasium, der preisgekrönte Bau mit langer Mängelliste, steht mit 760 000 Euro im Vorhabenpapier. „Nach 14 Jahren muss unbedingt die Fassade saniert werden", sagt Röglin zum städtischen Sorgenkind. Alles in allem wird Wurzen wohl oder übel dreieinhalb Millionen in die Bildungsstätte pumpen. Selbst die Pestalozzischule bekommt vom künftigen Geldregen etwas ab. In diesem Jahr 730 000 Euro und 2013 werden es 320 000 Euros sein. Grund dafür sind Brandschutzauflagen und das tilgen von Baumängeln, die sich nach der jüngsten Sanierung des Hauses ergeben haben – „zu kurzer Dachüberstand". Weitere Vorhaben des Stadthauses sind: das Außengelände von Knirpsenland mit 82 000 Euro und 2013 die Sanierung der Knirpsenland-Fassade mit 160 000 Euro.

Jedoch hänge die Umsetzung der Projekte stets an Fördergeld-Zusagen, gibt Röglin zu bedenken. Denn jeder Wunsch der Verwaltung benötigt die finanzielle Hilfe des Freistaates Sachsen. Sollte Dresden die Zuschüsse von 50 bis 70 Prozent verweigern, bleibt Wurzens Modernisierungswille in den Kinderschuhen stecken. „Zumindest haben wir mit dem Haushalt ein deutliches Zeichen gesetzt", sagt Röglin. Und auf die Frage, warum gerade im Bildungssektor, antwortet er: „Wir haben keine besseren Ressourcen in unserer Stadt als die Köpfe". Kai-Uwe Brandt

Kai-Uwe Brandt

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