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Region Wurzen Wurzen startet neuen Bürgerservice im Netz
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17:42 11.03.2016
Mit QR-Code sollen die Wege ins Stadthaus kürzer werden. Quelle: Foto: Kai-Uwe Brand
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Wurzen

Ein Mausklick und los geht’s: Mit einem verbesserten Bürgerservice auf der Internetseite www.wurzen.de startet die Stadtverwaltung am Montag in die neue Woche. Bislang konnten Einwohner unter dem Vermerk „Mängelmeldung & Bürgertipps“ ihre Sorgen und Nöte loswerden. Ab 14. März heißt die Rubrik „Bürgerhinweise & Ideen“. Doch nicht allein der Name ändert sich, sondern vor allem Inhalt und Qualität des direkten Kontaktes zur Kommunalbehörde, wie Stadtsprecherin Cornelia Hanspach mitteilt.

„Über das aktuelle Softwareprogramm bietet sich dem Nutzer jetzt eine Detailansicht mit Schwerpunktthemen“, erläutert die 51-Jährige. Und damit können Tippgeber verschiedene Schadensrubriken ansteuern. Zum Beispiel unter „Spielplatz beschädigt, illegale Müllablagerung, Graben zugewachsen, Fundtiere, fehlende Beschilderung“ und mehr. Jene Felder seien zugleich mit den entsprechenden E-Mail-Adressen der verantwortlichen Mitarbeiter hinterlegt, die den Fall dann bearbeiten. „Die Verantwortlichen, wie unter anderem Kathrin Höhme vom Sachgebiet Grünanlagen oder Manfred Bresk von der Unteren Straßenverkehrsbehörde, sind außerdem in der Lage, mit dem jeweiligen Bürger zu kommunizieren.“ Dies geschieht über einen Statussymbol, das künftig den Bearbeitungsstand bis hin zum Vermerk „Erledigt“ anzeigt.

„Unsere Arbeit wird dadurch transparenter“, so Hanspach. Übrigens in zweierlei Hinsicht. Denn das System lässt ebenfalls den prüfenden Blick der Gegenseite zu. Wurzener haben sogar die Möglichkeit, den konkreten Standort in einer Kartenansicht zu markieren oder ein Foto hochzuladen, ergänzt die Stadtsprecherin. „Momentan bringen wir an bestimmten Stellen Aufkleber an, die einen QR-Code haben.“ Das Kürzel QR steht für Quick Response – die schnelle Antwort. Mit der entsprechenden Anwendung (App) auf dem Smartphone wird der mobile Internetzugang sofort möglich. „Eltern melden das Problem geradewegs vom Spielplatz oder Spaziergänger informieren aus erster Hand über die entdeckte wilde Müllkippe.“ Hanspach will den taufrischen Service aber nicht nur als Türöffner für Kritik verstanden wissen. „Wir freuen uns genauso über Ideen an die Verwaltung.“

Noch vor Kurzem kümmerten sich ausschließlich sie und Steffen Horn, Leiter des städtischen Bauhofes, um die Beschwerden aus der Stadt sowie den Ortsteilen und leiteten diese gegebenenfalls weiter. „In etwa zehn Hinweise pro Monat erreichen das Stadthaus“, bilanziert Hanspach und vermutet, dass es mit der neuen Rubrik vielleicht mehr werden. „Wer nicht über das Internet gehen möchte, kann selbstverständlich weiterhin im Stadthaus anrufen oder einen Brief schreiben.“

Bereits im Juni des Vorjahres modernisierte die Verwaltung ihren Auftritt im digitalen Netz und kündigte seinerzeit bereits an, Schritt für Schritt das Angebot auszubauen. So unter anderem für Gewerbetreibende und Vereine, die einen eigenen Zugang erhalten sollen, um mit Fotos und Informationen für sich zu werben.

Von Kai-Uwe Brandt

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