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Wurzen steckt fast 900.000 Euro in die Sanierung des Gymnasiums

Haushalt für 2016 beschlossen Wurzen steckt fast 900.000 Euro in die Sanierung des Gymnasiums

Mehrheitlich beschloss der Stadtrat von Wurzen den Haushalt für 2016. Ein Großteil der Investitionen fließt in den Bereich Bildung und Soziales. Fast 900 000 Euro werden in die Sanierung des Lichtwer-Gymnasiums gesteckt.

Wurzen steckt fast 900.000 Euro in die Sanierung der Schule.

Quelle: Andreas Röse/LVZ-Archiv

Wurzen. Mit acht Enthaltungen vor allem aus der CDU-Fraktion und 13 Ja-Stimmen von SPD, Linken und der Wählervereinigung Bürger für Wurzen haben die Stadträte am Mittwochabend zu ihrer letzten Sitzung vor der parlamentarischen Sommerpause den Etat 2016 verabschiedet. Mit den Worten „Spät kommt er, aber er kommt!“ eröffnete Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) seine Haushaltsrede, in der er dem Plenum noch einmal die Eckdaten des Zahlenpapiers vorstellte.

Demnach weist der Ergebnishaushalt mit einem Volumen von knapp 26 Millionen Euro dieses Jahr ein Defizit von 1,6 Millionen Euro aus und der Finanzhaushalt einen Minusbetrag von 6700 Euro. Nach wie vor, so Röglin, fließe der Großteil des Geldes mit über 50 Prozent in den Bereich Bildung und Soziales sowie ein Viertel in den Bauhof. Während der kommunale Schuldenberg von einst 12,8 Millionen im Jahr 2008 weiterhin abgetragen werde (auf 6,5 Millionen bis 2019), schmelzen aber zugleich die Rücklagen, so der 46-Jährige. Erst 2019 könne die Stadt wieder mit einem leichten Hoch bei den liquiden Mitteln rechnen.

Konkrete Investitionsprojekte der Verwaltung seien unter anderem die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses in Sachsendorf, ein Gerätehausneubau im Ortsteil Nemt 2018 und die Anschaffung eines neuen Drehleiterfahrzeuges für die Floriansjünger in Wurzen. In die Schulen steckt die Stadt ebenfalls Geld. Zum Beispiel für die Anschaffung von Informationstechnik (68.000 Euro), allein 875.000 für die weitere Sanierung des Lichtwergymnasiums und über eine halbe Million, um die Kührener Grundschule „Zum Elefanten“ trocken zu legen. Auf der Infrastruktur-Vorhabenliste stehen ferner die Sanierung der restlichen Altstadtgassen, der Ausbau der Staatsstraße 11 ab Bahnhofstraße, der Radweg in Roitzsch oder die Franz-Mehring-Straße. Ziele des Fiskus, sagte Röglin zum Schluss, seien der verlässliche und verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen, das Sichern und der Ausbau von Bildungsplätzen, die Entwicklung bürgerschaftlichen Engagements und die Stärkung des Mittelzentrums Wurzen.

Bevor die Mandatsträger zur Abstimmung schritten, mussten sie erst noch über drei Einsprüche befinden. Adressat des Vetos war der Förderverein der Ringelnatzgrundschule. Die Gemeinschaft unter Vorsitz von Ines Rätze monierte gleich mehrere Punkte des Satzungsentwurfes, zumal dieser erstmals von einer Sparauflage durch die Rechtsaufsicht diktiert wurde. Auf Grund des Einbruchs bei den Gewerbesteuereinnahmen 2014 forderte das Landratsamt von der Stadt Wurzen, ein sogenanntes Haushaltsstrukturkonzept zu erarbeiten. Jener Konsolidierungskatalog sieht unter Anstrich 12 die Kürzung des Budgets in den Grundschulen vor. Doch nicht nur dagegen richtete sich der Protest des Fördervereins, sondern ebenso, dass bis 2019 keinerlei Gelder für den Bau einer neuen Sporthalle eingestellt wurden. Außerdem stelle nach dem Abriss der alten Turnhalle 2014 die mit groben Schotter abgedeckte Fläche ein erhöhtes Risiko für die Schüler dar.

Darauf reagierte die Verwaltung mit den Vorschlägen, das Sportstättenentwicklungskonzept fortzuschreiben und zwar als „Entscheidungsgrundlage zur Errichtung einer Sporthalle“. Ferner soll die Schotterfläche einen Zaun erhalten und mit dem neuen Haushalt 2017 das jetzige Budget geprüft und eventuell an die aktuelle Entwicklung der Schülerzahlen angepasst werden. Alle drei Empfehlungen fanden den mehrheitlichen Zuspruch der Abgeordneten.

Von Kai-Uwe Brandt

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