Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Wurzen will Freibäder in private Regie übergeben
Region Wurzen Wurzen will Freibäder in private Regie übergeben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:26 18.11.2015
Dank des heißen Sommers besuchten diese Saison 31.601 Gäste das Freibad Dreibrücken. Trotz alledem bleibt die Einrichtung ein Zuschussgeschäft. Quelle: Frank Schmidt
Anzeige
Wurzen

Eigentlich sollte der Tagesordnungspunkt zunächst hinter verschlossenen Türen des Ratszimmers 151 verhandelt werden. Doch CDU-Mandatsträger Sven Hinneburg stellte gleich zu Beginn der Sitzung den Antrag, das Thema öffentlich zu behandeln und erhielt hierfür die breite Zustimmung über alle Fraktionsbänke hinweg.

Zunächst aber stellte erst einmal Barbara Schneider vom Sachbereich Schulen und Jugend den Kommunalpolitikern die jüngste Saisonstatistik der beiden Freibäder sowie der Schwimmhalle vor, da Sachgebietsleiter Raymund Töpfer auf Grund von Krankheit fehlte. Demnach sorgte der heiße Sommer für äußerst erfreuliche Besucherzahlen und sogar für einen Rekord im Freibad Burkartshain. Pendant Dreibrücken in Wurzen schrammt ganz knapp an Platz eins im Jahresvergleich seit 2008 vorbei und verzeichnete mit aktuell 31.601 Badegästen, darunter 17.151 Kinder, trotz alledem den zweiten Rang. Lediglich 2013 kamen mehr - 33.886. Mit dem Zustrom dank tropischer Temperaturen wuchsen zugleich die Einnahmen. Das Datenpapier erfasste für 2015 und fürs Planschparadies Dreibrücken exakt 64 676 Euro. Ebenfalls eine Rekordsumme. Wie übrigens beinahe in Burkartshain. Das 1994 eingeweihte Bad verzeichnete mit Saisonende 12.648 Besucher (darunter 6645 Kinder) und spülte 24.747 Euro in die Stadtkasse. Lediglich 2013 waren es bei 12.255 Gästen etwas über 1000 Euro mehr. Jedoch sorgte die kühle Oase im Ortsteil zugleich für Ärger. Denn Ortschaftsratsvorsitzende Ellen Tauchnitz beklagte im Juli unter anderem die späten Öffnungzeiten.

Dies, so Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) sei eine Folge der akuten Personalnot gewesen. Daher griff der 45-Jährige ein Projekt seines Amtskollegen Thomas Pöge (parteilos) auf. Die Gemeinde Thallwitz übertrug nämlich 2015 das Wohl und Wehe des Böhlitzer Badetempels der Firma Dienstleistung Konform mit Sitz in Böhlen - eben aus genau den gleichen Gründen, die Wurzen belasten. "Aus unserer Sicht könnte diese Form eine mögliche Lösung darstellen", sagte Röglin. Jedoch möchte die Verwaltung keineswegs das Heft des Handelns abgegeben, sondern denke über einen Ein-Jahres-Vertrag mit entsprechendem Zuschuss nach. "Wir wollen aus dem Risiko raus!" CDU-Abgeordnete Hannelore Dietzschold schlug kurz darauf vor, den Betreiber zu einer der nächsten Ausschusssitzungen einzuladen, und CDU-Mandatsträger Hinneburg wünschte angesichts der damit verbundenen Sorgen von Mitarbeitern, dass das Thema sensibel behandelt werde. Röglin versicherte daraufhin, die Angestellten bei einer Übernahme "nicht im Regen stehen zu lassen". Niemand wolle für jene Personen "die Brücken zur Stadtverwaltung abbrechen", betonte er zum Schluss.

Kai-Uwe Brandt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zum Nachtshopping hatte die Standortinitiative Wurzen am Freitagabend in die Innenstadt eingeladen. Bis 22 Uhr und in mehr als 50 Geschäften hieß es "Versuchung & Verführung" – mit purzelnden Preisen und rockenden Sängern, mit Moderator und Modenschau, mit Schlange und Apfel.

16.11.2015

Es ist angerichtet. Die Faschingszeit eröffnet und die Trebsener Karnevalisten haben die erste Festveranstaltung über die Bühne gebracht. Die Ausbeute der Narren in ihrer 42. Saison dürfte jedoch mager ausfallen.

16.11.2015

Volles Haus im Plenarsaal: Der Einladung der Wurzener Stadtverwaltung folgten am Donnerstagabend zahlreiche Interessierte. Polizei-Revierleiter Falk Donner, Landrat Henry Graichen (CDU) und Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) versuchten Antworten auf drängende Fragen der Bürger zur Flüchtlingskrise zu finden.

Anzeige