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Wurzener Bürgerschützen auf Ringejagd

Wurzener Bürgerschützen auf Ringejagd

Etliche historische Gewehre wurden am Wochenende auf dem Schießstand der Privilegierten Bürgerschützengilde zu Wurzen in Anschlag gebracht. Wer hier nach Ringen zielte, war dennoch nicht zwingend Mitglied der Wurzener Schützengemeinschaft.

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Für Jürgen Hartmann aus Brandis (links) gab es Glückwünsche vom Sportchef der Wurzener Bürgerschützengilde Gerd Bretschneider.

Wurzen. Denn weil es einen Vergleich im Ordonnanzwaffen-Schießen beileibe nicht überall gibt, reisen dazu in jedem Jahr Sportschützen benachbarter Vereine an die Mulde.

„Das ist schon etwas Besonderes. Im Grunde haben wir das dem Spleen unseres sportlichen Leiters zu verdanken“, erzählt Werner Rost, Vorsitzender der Wurzener Schützengilde und zeigt auf Gerd Bretschneider. Der wusste genau, dass viele Schützen Interesse an der historischen Waffentechnik haben und hatte daher vor einigen Jahren die Idee, einen Wettkampf mit solchen Gewehren auszutragen. Seither sind die Wurzener Gastgeber für diesen Vergleich.

„Taucha, Eilenburg und Brandis“, zählte Werner Rost auf, woher die Teilnehmer gewöhnlich anreisen. Knapp 30 Starter seien es meist. Beim aktuellen Wettkampf fehlte allerdings etwa die Hälfte der üblichen Mitstreiter. Die Eilenburger zum Beispiel hatten andere Wettkämpfe zu bestreiten. Weniger Spaß habe es in kleinerer Runde aber nicht gemacht, betonten die Sportschützen unisono.

Zu ihnen gehörte Wilfried Winkler aus Hohburg. Mit einem Karabiner ´98 ging er an den Start. „In den beiden Weltkriegen wurde der verwendet“, weiß Wilfried Winkler zu berichten. Schon der Begriff „Ordonnanzwaffe“ weise auf deren Verwendung hin, erklärten die Vereinsmitglieder. Ordonnanz heiße Dienst. Ordonnanzwaffen waren folglich die den Soldaten zugeteilten Waffen. Auch nach der Ausmusterung bleibe dieser Name als Überbegriff erhalten.

„Natürlich gibt es zahlreiche unterschiedliche Konstruktionen“, machte Klaus Müller aus Wurzen aufmerksam. Er selbst besitze einen Mosin-Nagant, Baujahr 1944. „Ein russisches Repetiergewehr“, erzählte Klaus Müller. Die eigentliche Konstruktion des Karabiners gehe indes auf das späte 19. Jahrhundert zurück. Die einst „Dreilinien-Gewehr“ genannte Waffe diente erst der zaristischen Armee im Ersten Weltkrieg, später im Russischen Bürgerkrieg und dann wieder im Großen Vaterländischen Krieg.Zwischenzeitlich wurde die Konstruktion immer wieder den Erfordernissen der Zeit angepasst. Ein echter Klassiker also – wie die anderen Gewehre im Starterfeld auch.

Mit diesen Waffen zu schießen sei eine besondere Herausforderung, erklärten die Sportler. Die Präzision müsse sozusagen aus der Waffe herausgekitzelt werden. Das gelang den Startern in Wurzen unterschiedlich gut. Zwar ging keiner der 18 Frauen und Männer mit leeren Händen nach Hause. Gerd Bretschneider hatte für jeden zumindest eine Urkunde vorbereitet. Preise jedoch gab es nur für die besten drei Schützen.

„Ich bin immer für etwas Handfestes. Hiervon hat letztlich die gesamte Familie etwas“, sagte Gerd Bretschneider und verwies auf leckere Räucherwurst, die neben dem Pokal diesmal nach Brandis ging. Mit 123 Ringen hatte Jürgen Hartmann vom dortigen Schützenverein das beste Auge bewiesen. Mit einem Punkt weniger landete sein Vereinskollege André Müller auf dem zweiten Rang. Und auch Platz drei ging an einen Gastschützen. Bei Mike Röhling zählte die Jury 106 Punkte.

Conny Hanspach

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