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Wurzen Wurzener Feuerwehr fordert hauptamtlichen Gerätewart
Region Wurzen Wurzener Feuerwehr fordert hauptamtlichen Gerätewart
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11:58 13.02.2019
Alarmruf der Feuerwehr: Schon seit Jahren haben die Kameraden Schwierigkeiten, die Einsatzbereitschaft der Technik zu gewährleisten. Deshalb fordern sie jetzt von der Stadtverwaltung einen hauptamtlichen Gerätewart. Quelle: Kai-Uwe Brandt
Wurzen

Die Freiwillige Feuerwehr (FFw) Wurzen schlägt Alarm. Um in Zukunft die Technik weiterhin einsatzfähig zu halten, benötigen die Kameraden dringend einen hauptamtlichen Gerätewart. Daher wandte sich Stadtwehrleiter Michel Uischner unlängst an die Ratsfraktion der Bürger für Wurzen (BfW), die das Thema nunmehr auf die Tagesordnung des Finanz- und Verwaltungsausschusses hoben.

Fraktion „Bürger für Wurzen“ unterstützt Bitte der Feuerwehr

Bereits Ende Januar schilderte die BfW in einem Schreiben an die Kommunalverwaltung die prekäre Lage in den Reihen der ehrenamtlichen Floriansjünger. Demnach sei deutlich spürbar, „dass die Feuerwehr schon seit Jahren Schwierigkeiten hat, ihre Einsatzfähigkeit gewährleisten zu können“. Insbesondere auch, weil sich die Zahl der Einsätze von Mal zu Mal erhöhe. Eben deshalb bliebe kaum noch Zeit, den Vorschriften und Prüfintervallen aller Geräte, Fahrzeuge und technischen Einrichtungen Rechnung zu tragen, hieß es weiter. Und: „Aus diesem Grund stellen wir den Antrag, einen hauptamtlichen Gerätewart in der Stadtverwaltung einzustellen.“

Appell des Stadtwehrleiters Michel Uischner an die Stadträte in Wurzen: „Ich bitte sie, sich der Sache ernsthaft anzunehmen.“ Quelle: Frank Schmidt

13 Fahrzeuge müssen jährlich in die Werkstatt

Zur aktuellen Sitzung des Gremiums verlieh Uischner anhand von Fakten der BfW-Forderung Nachdruck. Derzeit verfügt die FFw Wurzen mit ihren sechs Orts- und drei Jugendwehren sowie einer Kinderabteilung neben den Gerätehäusern über insgesamt 15 Fahrzeuge, wovon jährlich 13 in der Werkstatt vorzustellen sind, und circa 5000 Ausrüstungsgegenstände, die gleichfalls zyklischen Prüfungen unterliegen. Bislang, betonte der 32-Jährige, half bei den Terminen der ehemalige Stadtwehrleiter und Sachbearbeiter für Katastrophenschutz/Brandschutz im Stadthaus, Thilo Bergt, aus – „nebenbei“.

Denn obwohl es in den Ortswehren zwar ehrenamtliche Gerätewarte gebe, sei die Fülle an Aufgaben in der Freizeit durch die Kameraden nicht zu stemmen, fügte Uischner an. Vor allem versprechen sich die Kameraden von ihrer Bitte „eine Entlastung des Ehrenamtes“ durch die Stadt. Zumal, fügte Uischner an, die Kommune per sächsischem Gesetz über den Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz für die Aufstellung, Ausrüstung, Unterhaltung und den Einsatz finanziell verantwortlich sei. „Wir bringen sozusagen die Manpower.“

Stadtverwaltung sucht nach einer Übergangslösung

Die Debatte im Anschluss bewies, dass der Wunsch der Feuerwehr keineswegs auf taube Ohren bei den Volksvertretern stieß. Alle Mandatsträger begrüßten über die Fraktionstische hinweg den Vorstoß. Allerdings „haben wir rein faktisch ein Problem“, gab Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD) zu bedenken. Um nämlich eine Gerätewart-Stelle im kommenden Doppelhaushalt festzuschreiben, müsste der Etatplan für 2019/2020 neu durchgerechnet werden. Dabei will die Stadtverwaltung das fertige Finanzpapier bereits am 5. März dem Parlament vorlegen. Gerade deswegen sucht das Stadthaus momentan nach einer Übergangslösung. Welche Optionen eine Rolle spielen, erläuterte Diana Henke, Sachbereichsleiterin Ordnung und Sicherheit.

Dringender Appell des Stadtwehrleiters

Im Gespräch sei unter anderem das Freilenken eines Mitarbeiters aus dem Bereich Hausmeisterdienste oder das Bezuschussen einer Honorarkraft. Doch noch fehle eine tragfähige Lösung, sagte Röglin. Zugleich versprach das Stadtoberhaupt, den Finanz- und Verwaltungsausschuss über die nächsten Schritte und Ideen zu informieren.

Eine Entscheidung hatte Stadtwehrleiter Michel Uischner an diesem Abend auch nicht erwartet. Sein Appell war trotzdem deutlich: „Ich bitte sie, sich ernsthaft der Sache anzunehmen!“

Von Kai-Uwe Brandt

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