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Wurzen Wurzener Gartenvereine streben Verbandsaustritt ab 2018 an
Region Wurzen Wurzener Gartenvereine streben Verbandsaustritt ab 2018 an
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17:35 12.01.2017
Idylle in der Gartensparte. Quelle: Brandt, Kai-Uwe
Wurzen

Ab 1. Januar 2018 werden sich die Reihen des Muldentaler Regionalverbandes (RV) der Kleingärtner wohl oder übel lichten. Denn wie Steffen Göttlinger, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft (AG) Wurzener Kleingärtner, mitteilte, wollen derzeit vier von insgesamt 17 Vereinen der Stadt Wurzen definitiv zum 30. Juni ihre Mitgliedschaft in der Dachorganisation kündigen, um einen eigenen Stadtverband zu gründen. „Wir machen jetzt Nägel mit Köpfen“, sagte der Spartenvorsitzende der Muldenaue im Namen des Viererbündnisses.

Jene Allianz aus den Kleingartenvereinen „Am Doktorteich“, „Am Windmühlenweg“, „Muldenaue“ sowie „Rodelbahn“ gründete sich am 31. August des Vorjahres – nur zwei Tage nachdem der RV sein Kleingartenentwicklungskonzept gegen Leerstand vorstellte. Und zwar vor allem aus Protest zum Inhalt des Papieres sowie zu der Art und Weise, wie es entstanden ist. „Erstens sieht das Konzept die Auflösung von Anlagen vor, und zweitens wurden die Mitglieder und Vorstände zu keinem Zeitpunkt in die weitreichenden Entscheidungen durch den Regionalverband eingebunden.“ Gerade diese „undemokratische Vorgehensweise“ veranlasste letztlich die AG in Zukunft eigene Wege zu gehen . Den ersten Schritt in die Richtung schlugen Göttlinger & Co am 18. November ein. Sie luden als Vertreter von circa 650 Kleingärtnern zur Informationsveranstaltung in den großen Saal des Kulturhauses Schweizergarten ein. 150 folgten damals dem Aufruf mit durchweg positivem Echo. Seither arbeitete die AG intensiv am Neuanfang.

Ziel sei es laut Göttlinger einen kleinen, schlagkräftigen Verband ins Leben zu rufen, der die Interessen seiner Mitglieder „von unten“ wahrnimmt und in den alle ihre Ideen einbringen können. Schließlich will die neue Institution ebenfalls ein Entwicklungskonzept erarbeiten, das aber „aus der Mitte der Vereine kommt, nachvollziehbar ist und die nächsten 15 bis 20 Jahre tragfähig bleibt“. Zugleich betonte Göttlinger, die derzeitigen Beiträge von 16 Euro pro Jahr und Mitglied beizubehalten, sie allerdings zum Großteil in die Vereine zurückfließen zu lassen – quasi als finanzielle Entlastung. Schließlich würde der Stadtverband reinweg ehrenamtlich arbeiten und nicht wie momentan der RV. „Es entstehen also weder Miet- noch Personalkosten.“

Über die Pläne im Detail möchte das Quartett Göttlinger, Rüdiger Weiß, Wolfgang Meyer und Uwe Martin zunächst am 4. Februar ab 9.30 Uhr im Gartenlokal „Windmühle“ mit je drei Vertretern aller 17 Kleingartenvereine der Stadt Wurzen reden. „Die Einladungen hierzu sind raus.“ So auch an Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) und an die beiden Fachbereichsleiter im Stadthaus Thomas Boecker und Carl-Heinz Kraft. Denn die Zeit drängt. Um nämlich zum 1. Januar 2018 als Wurzener Stadtverband zu starten, muss fristgemäß zum 30. Juni die Kündigung beim Regionalverband vorliegen. Eben mit diesem lag der Muldenaue-Chef Steffen Göttlinger noch vor kurzem juristisch über Kreuz. Dabei ging es um den Verwaltungsvertrag zwischen Verein und Verband, den der RV am 17. April 2015 ohne Angaben von Gründen auflöste. Das Gericht gab Göttlinger per Urteil am 9. Dezember Recht.

Auf Nachfrage bestätigte RV-Präsident Frank Lichtenberger den Richterspruch und sagte: „Wir nutzen natürlich die nächste Instanz und gehen in Berufung.“

Von Kai-Uwe Brandt

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