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Wurzen Wurzener Gymnasiasten besuchen zwei Wochen lang die Gastgeberschule Iwanowo
Region Wurzen Wurzener Gymnasiasten besuchen zwei Wochen lang die Gastgeberschule Iwanowo
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17:04 13.03.2017
Zum Reiseprogramm der Wurzener Gymnasiasten gehörte auch eine Stippvisite nach Jaroslawl am Zusammenfluss von Wolga und Kotorosel. Quelle: Foto: privat
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Wurzen

17 Schüler der achten bis zehnten Klasse des Magnus-Gottfried-Lichtwer-Gymnasiums Wurzen und ihre beiden Lehrer Violetta Wollny und Günter Junghans begaben sich erneut auf große Reise nach Russland zur Gastgeberschule Nr. 39 in Iwanowo. Zwei Wochen lang erlebten die jungen Leute viel Neues, Interessantes, Aufregendes und Wissenswertes über Land und Leute. Alle waren in Gastfamilien untergebracht und bauten ein herzliches Verhältnis zu ihren Gastgebern auf.

Das diesjährige Projektthema hieß „Feiertage und Technik – eine nachhaltige Erfahrung der Jugend beider Länder für die Zukunft“. So war das Programm prall gefüllt und bereits in Moskau mit einer zusätzlichen Übernachtung verbunden. Daher wurde es möglich, die alt bekannten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt anzusehen, darunter das Kosmonautik-Museum.

In Iwanowo fanden die Teilnehmer den Spagat zwischen Tradition, Technik und Moderne sowie Jugendleben. Die Schüler nahmen an der „Maslenitza-Zeit“ (Butterwoche) in der Schule teil, aßen die bekannten Bliny (Plinsen), spielten und tanzten mit russischen Kindern und genossen den Höhepunkt in der Stadt Kostroma – die „Austreibung des Winters“. Der Besuch bei der Partnerin von Väterchen Frost, Snegurotschka, sei aufschlussreich gewesen und zeigte, dass Traditionen erhaltenswert sind, sagte Wollny.

Das Kosmos-Museum Valentina Tereschkowa in Jaroslawl, gewidmet der ersten Frau im Kosmos, führte die Gymnasiasten ins Weltall. Nach der ersten Woche des Schlemmens begann die zweite mit Jugendleben, Technik und Moderne. So war es besonders interessant, eine Ausstellung von Berufsschulen und Colleges zu besuchen, die Berufsmöglichkeiten vorstellten. Ebenso machte das „Novazia“-Zentrum in Iwanowo die Schüler mit vielen technischen Möglichkeiten vertraut, und in der energetischen Universität erfuhren sie mehr über die Nutzung von Atomenergie. Historische Autos aus der Sowjetzeit konnten die Gymnasiasten in einem Privatmuseum in Iwanowo besichtigen. Das Jugendleben kam bei alledem nicht zu kurz – beim Unterricht, beim Bowling und der Disco oder am Feiertag in der Gastfamilie.

Gleichwohl der Bürgermeister der Stadt dieses Mal keine Zeit für einen Besuch hatte, wurden doch die deutschen Gäste durch das Fernsehen bekannt und waren in aller Munde. „Wenn auch die Globalisierung voranschreitet und dies sich ebenso in Russland bei Einkaufs-und Essgewohnheiten zeigt, der Kontakt zu den Menschen, das Verstehen der russischen Seele, wo der Mensch immer noch die Herzlichkeit und Gastfreundschaft zum Ausdruck bringt, das macht das wahre Russland aus“, so Violetta Wollny. Gerade diese Erkenntnis nahmen schließlich die Teilnehmer des 16. Schüleraustausches mit nach Hause und hoffen, dass der Kontakt noch lange erhalten bleibt. „Ein großer Dank geht an die russischen Gastgeber, die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, die im Voraus finanzielle Unterstützung zusicherte, sowie die Sächsische Bildungsagentur Leipzig.“

Das Nachhaltigkeit des Austausches zu sehen ist, belegten aus Sicht Wollnys noch zwei Beispiele. „Eine ehemalige russische Austauschschülerin, die zweimal in Wurzen weilte, studiert die deutsche Sprache und beginnt nächstes Jahr ihr freiwilliges soziales Jahr in Deutschland. Und ein russischer Schüler, der vor zwölf Jahren in Wurzen am Austausch teilnahm, erkannte uns durch die Fernsehsendung und machte sich auf den Weg, um uns wieder zu treffen.“

Von lvz

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