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Wurzen Wurzener Gymnasiasten spenden ihr Preisgeld
Region Wurzen Wurzener Gymnasiasten spenden ihr Preisgeld
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11:56 20.12.2016
Ganz im Sinne von Elsa Brändström: Gymnasiasten übergeben ihre Prämie aus dem Hubertusburger Jugendfriedenspreis mit symbolischen Schecks als Spende an Andrea Möhring (2.v.l.) und Arne Drews (3. v. r.). Quelle: Foto: Frank Schmidt
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Wurzen

Bereits im März haben damals noch Neuntklässler des Magnus-Gottfried-Lichtwer-Gymnasiums in Wurzen mit ihrem Projekt „Elsa Brändström – Engel von Sibirien“ Schlagzeilen gemacht. Dafür inszenierten sie ein kleines Theaterstück, um der Einweihung der restaurierten Gedenktafel am Denkmal der schwedischen Diplomatentochter auf dem Alten Friedhof einen kulturellen Rahmen zu geben (die LVZ berichtete). Und damit überzeugten sie die Jury für den Hubertusburger Jugendfriedenspreis 2016, den sie im Oktober zuerkannt bekamen.

Nun treten die Teenager erneut ins Rampenlicht und spenden das Preisgeld in Höhe von 300 Euro an zwei Organisationen, die sich wie einst Elsa Brändström für hilfsbedürftige Menschen engagieren und treten damit gewissermaßen in die großen Fußstapfen der Philanthropin. Von der Lehrerschaft des Gymnasiums wurde der Betrag um 110 Euro aufgestockt, so dass insgesamt 410 Euro zu gleichen Teilen an den Verein Nepalmed Grimma gingen und die weltweit agierende Kinderhilfsorganisation Childhood, die zu einer Stiftung der Schwedischen Königin gehört.

Mit dem promovierten Lungenarzt Arne Drews von Nepalmed und der Childhood-Geschäftsführerin Andrea Möhring waren die Vertreter der Hilfsorganisationen zu einer feierlichen Übergabe der symbolischen Schecks in die Aula des Gymnasiums gekommen. Sie kamen aber auch, um über ihre Hilfsprojekte zu berichten.

Die prämierten Mädchen und Jungen der zehnten Klasse äußerten sich ihrerseits über die Erfahrungen, die sie im Zuge des Theaterprojektes gemacht haben, und gaben Einblicke in die daraus gewonnenen Erkenntnisse. So war zu hören, dass sie jedes Jahr an Schüleraustauschprojekten mit schwedischen und russischen Gleichaltrigen teilnehmen und dank gemeinsamer Projekte auf Elsa Brändström stießen, für die in Wurzen besagtes Denkmal errichtet wurde.

„Für all das, was sie geleistet hat, bekam sie meiner Meinung nach viel zu wenig Aufmerksamkeit und Anerkennung“, bedauerte Celia Uhlemann und mutmaßte gar, „dass die wenigsten Menschen mit dem Namen von Elsa Brändström etwas anfangen können und auch nicht wissen, warum das Denkmal in Wurzen auf dem Alten Friedhof steht.“

„Mich hat beeindruckt“, sagte Leonie Klemm, „dass diese Frau ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse in den Hintergrund gestellt hat, um anderen Menschen, denen sie überhaupt nichts schuldet, zu helfen, ohne etwas dafür zu verlangen.“ Das sei ein gewichtiger Grund gewesen, den Engel von Sibirien für das Theaterstück zu thematisieren und freilich auch das Denkmal als Kulisse zu nutzen.

„Wir erhoffen uns natürlich, dass mit dem preisgekrönten Theaterprojekt der Bekanntheitsgrad von Elsa Brändström steigt“, waren sich die Schüler und ihre Projektleiterin, Sprachlehrerin Violetta Wollny, einig. „Und mit der Spende des Preisgeldes an Nepalmed und an Childhood wollen auch wir ganz im Sinne von Elsa Brändström handeln.“

Von Frank Schmidt

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