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Wurzen Wurzener Gymnasiasten stellen ihre Arbeiten aus den Kunstleistungskursen aus
Region Wurzen Wurzener Gymnasiasten stellen ihre Arbeiten aus den Kunstleistungskursen aus
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17:46 29.01.2016
Gymnasiale Erlebnis(t)räume: Schüler der 11. und 12. Klassen präsentieren in der Städtischen Galerie Wurzen ihre Werke aus den Kunstleistungskursen. Quelle: Frank Schmidt
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Wurzen

Mit über 100 Arbeiten aus den Leistungskursen Kunst präsentieren sich bis 5. März Schüler des Wurzener Magnus-Gottfried-Lichtwer-Gymnasiums in der Städtischen Galerie am Markt der Öffentlichkeit. Und alleine mit dem Titel der inzwischen fünften Exposition dieser Arbeiten – „Heitere und düstere Erlebnis(t)räume“ – offenbaren die 40 Teenager der 11. und 12. Klassen die Bandbreite ihrer Kunstwerke – obwohl sie sich an verschiedene Themenvorgaben zu orientieren hatten.

Zum Beispiel an Architektur, gar mit sehr engem Bezug zum eigenen Schulhaus, das im nächsten Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert. „Die in den Arbeiten sich widerspiegelnden Denk-, Erlebnis- und Fantasieräume sind natürlich auch die Klassenräume, in denen die Schüler arbeiten. So ist es ihnen gelungen, mit eigenen Blicken beispielsweise Aula, Flure und Klassenzimmer zu Erlebnisräumen umzuwandeln“, lenkte Museumsleiterin Sabine Jung das Augenmerk auf eben diese Besonderheit. Ein Schwerpunkt dafür war die Fotografie in Verbindung mit Colagen und Fotomontagen.

Des Weiteren haben sich die Schüler mit dem Wandel beschäftigt. Alles, was mit Natur zu tun hat, etwa die Jahreszeiten mit ihrem Anfang und Ende. Dafür stand auch der alternde Mensch im Fokus der Künstler. Nämlich vom Reifen über das Wachsen bis hin zum Vergehen, erklärte Kunstlehrerin Heike Hofmann. Apropos Wandel: Die Schüler überraschen auch mit aleatorischen Kunstwerken, die aus einfachen Farbklecksen oder Pinselstrichen entstanden sind und spannende Zufallswerke hervorbrachten. In einer ersten Bilanz hob Jung die Leistungen der verantwortlichen Kunstlehrerinnen, Ines Meinhardt und Heike Hofmann, hervor. „Sie haben es wieder geschafft, die Schüler so zu motivieren, dass sie an das hohe Niveau der Vorjahre anknüpfen konnten“.

Die Exposition soll natürlich die Erfolge der künstlerischen Ausbildung am Gymnasium widerspiegeln. Wohl wissen, dass es auch Gegenteiliges gibt. „Aber im Künstlerischen gibt es das immer, wo man das Geschaffene überdenken muss. Und man darf von den Schülern auch nicht erwarten, dass sofort die perfekte Arbeit entsteht – das ist ein langer Lern- und Arbeitsprozess“, sagte Meinhardt. Obgleich die Arbeiten von den Lehrpädagogen angeleitet werden, „sind die Schüler sehr selbstkritisch“, zeigte sich Hofmann erfreut darüber. „Da spielt auch das Miteinander eine Rolle, denn die Schüler beraten sich gegenseitig. Das schafft Vertrauen untereinander und lässt kritische Betrachtungen zu. Und das macht gute Ergebnisse möglich“, waren sich die Kunstlehrerinnen einig.

Von Frank Schmidt

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