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Wurzen Wurzener Gymnasium hat ein neues Gehirn
Region Wurzen Wurzener Gymnasium hat ein neues Gehirn
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13:16 24.01.2016
Im Beisein von Medienentwicklungsplanerin Kathrin Rentsch lässt sich Oberbürgermeister Jörg Röglin (sitzend) mit Töchterchen Amelie von René Pfahl (r.) und Andreas Klein die neue Computertechnik erläutern. Quelle: Roger Dietze
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Wurzen

Zwei und 32: Zwischen diesen beiden Zahlen liegt in diesen Tagen im Wurzener Lichtwer-Gymnasium nichts Geringeres als eine kleine technische Revolution. Denn sie bezeichnen das Gigabyte-Ram-Volumen, sprich die Größe des Arbeitsspeichers zum einen jenes Servers, der bislang in der Bildungsstätte seinen Dienst verrichtete, und zum anderen dessen Nachfolgers, der seit einigen Tagen das technische „Gehirn“ der drei mit 55 neuen PCs ausgerüsteten Computer-Kabinette bildet. „Von einem Quantensprung zu sprechen, ist ganz sicher nicht übertrieben“, erklärt René Pfahl. Der Informatik-Lehrer hatte im Rahmen des vorgestrigen „Tages der Präsentation“ gemeinsam mit seinem Kollegen Andreas Klein Gelegenheit, die neue Technik unter anderem Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) vorzustellen.

Der nahm die Einladung nicht nur aufgrund eines allgemeinen technischen Interesses an, sondern auch und vor allem deshalb, weil die Kommune in ihrer Funktion als Schulträger für die Investition in Höhe von über 40 000 Euro verantwortlich zeichnet. „Wir haben an dieser Schule zum einen sehr engagierte Lehrer und als Stadt zum anderen die Einsicht, dass moderne Computertechnik elementarer Bestandteil des Unterrichts ist“, so das Stadtoberhaupt, das in diesem Zusammenhang nicht mit Kritik an der sächsischen Landesregierung sparte. „Wenn man in Dresden das digitale Zeitalter ausruft, die Kommunen dann aber bei dessen praktischer Umsetzung völlig auf dem Trockenen sitzen lässt, dann ist dies schon ein sehr großer Widerspruch.“

Umso größer ist Kathrin Rentschs Freude darüber, dass die neu bestückten Computer-Kabinette der Schülerschaft sowie dem Kollegium trotz der schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen im avisierten Zeitraum zur Verfügung stehen. „Der Schulträger hat die Notwendigkeit dieser Investition erkannt, und nun hoffen wir, dass in einem zweiten Schritt so zeitnah wie möglich der Internetempfang in allen Flügeln des Schulgebäudes gewährleistet werden kann“, so die Verantwortliche für den Medienentwicklungsplan am Lichtwer-Gymnasium. Die Tatsache, dass dort jedoch nicht nur gefordert und genommen wird, sondern andererseits auch regelmäßig Aktivitäten in puncto Geben laufen, wurde am Sonnabend in einem an den Zuversicht-Verein adressierten 450 Euro-Scheck im XXL-Format visuell fassbar. „Ein Teil der bei unserem Weihnachtsmarkt anfallenden Standgebühren wird traditionell für kommunale Vereinsaktivitäten gespendet“, berichtet Koordinatorin Heidrun Liebold. Apropos Spenden: Ihre Freizeit spendeten im Rahmen des diesjährigen Präsentations-Tages einmal mehr jene Pennäler, die den künftigen Fünftklässlern und ihren Eltern in den verschiedenen Kabinetten mittels Experimenten, Rätseln und Projekten Einblicke in die unterschiedlichen Unterrichtsfächer gaben. Darüber hinaus präsentierten sich am Sonnabend der Schüler- und Elternrat sowie der Schul-Förderverein. Ferner lieferte die Schulband „The Lightwarez“ eine Kostprobe ihres Könnens.

Für wie viele neue Fünftklässler im Spätsommer im Lichtwer-Gymnasium ein neuer Lebensabschnitt beginnen wird, dazu mag Vize-Schulleiter Frank Fingas zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Prognose abgeben. „Erstrebenswert wäre es aber, auch wieder auf dieser Klassenstufe vierzügig laufen zu können, nachdem die Anmeldungen für das laufende Schuljahr nur für drei fünfte Klassen gereicht haben.“

Von Roger Dietze

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