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Wurzen Wurzener Land-Fest: Bürgermeister-Duell am Herd
Region Wurzen Wurzener Land-Fest: Bürgermeister-Duell am Herd
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00:19 04.10.2017
Auch beim Kochen zum Wurzener Land-Fest haben Jörg Röglin, Thomas Pöge, Uwe Weigelt und Bernd Laqua (v.l.) den Hut auf. Quelle: Foto: Frank Schmidt
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Wurzen

Für ein ganzes Wochenende sind die Kommunen Wurzen und Lossatal sowie Bennewitz und Thallwitz zusammengerückt, um in der Domstadt das Wurzener Land-Fest zu feiern. Mit Musik und Tanz auf der Marktbühne sowie einem Fest der Begegnung auf dem Domplatz gab es ein vielfältiges Programm zum Zugucken und Mitmachen sowie verschiedene kulinarische Genüsse.

Allerdings kam schon am Eröffnungsabend die Kritik auf, dass es am Publikum fehlen würde. Bedenkt man, dass im Wurzener Land gut 30:000 Menschen leben, „hätten es etwas mehr Besucher sein können“, bilanzierte Steven Dornbusch vom Veranstalter des Bühnenprogramms nur den ersten Abend und hätte das auch für den Samstagabend unterschreiben können, wo bei Ray Wilson auch noch viel Platz zwischen den Besuchern war. „Zwar war die Stimmung sehr gut, aber die Stadt hat es versäumt, ordentlich Werbung zu machen - leider, das muss man einfach so sagen.“ Dem widersprach die Stadt vehement. „Es gab Flyer, es steht seit Wochen auf unserer Homepage, es stand in der Zeitung und im sozialen Netzwerk und wir haben bei drei Rundfunksendern Radiowerbung gemacht“, wollte Stadtsprecherin Cornelia Hanspach die Kritik entkräftigt wissen. Einzig auf Plakate habe man verzichtet, „weil es wegen der Wahl schon genug in der Stadt gab“, fügte sie an.

Ein Wettbewerb an den Kochtöpfen, jede Menge Unterhaltung auf dem Markt und exzellente Live-Musik – das alles machte das Wurzener Land-Fest aus.

Von der Volksfeststimmung auf dem Markt einmal abgesehen, war der Domplatz am Sonnabend zentraler Anlaufpunkt für die ganze Familie. Was hier unter dem Motto „Eine Region trifft sich“ auf die Beine gestellt wurde, soll, so Hanspach, „wieder Brücken bauen zwischen den Vereinen, Kulturen und Generationen und sowieso zwischen Einwohnern der vier Kommunen im Wurzener Land.“ Wieder Brücken bauen heißt, dass es bereits im Jahr 2014 einen ersten Ansatz zu gab, als das Wurzener Land auf seine 900-jährige Geschichte zurückblickte.

Ein weiterer Höhepunkt fand in der Ausbildungsküche des Berufsschulzentrums am Domplatz statt. Hier duellierten sich die Rathauschefs der vier Gemeinden im Wurzener Land mit dem Kochlöffel. Sie hatten die Aufgabe, mit regionalen Produkten innerhalb von zwei Stunden ein Drei-Gänge-Menü zu kochen und anzurichten. Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD) zauberte mit Sabrina Ryborsch und Heinz Richerdt ein Landmahl aus zartem Schweinemedaillon mit Herbst-Chutney. Bürgermeister Thomas Pöge (parteilos) schwang gemeinsam mit seiner Frau Steffi und Katharina Ziegenbalg den Kochlöffel für eine Thallwitzer Landschweinslende an Champignon und Lauchzwiebeln. Bürgermeister Uwe Weigelt fischte sich mit seiner Frau Katja und Norman Gebhardt eine Müglenzer Forelle aus der Lossa und reichten dazu selbstredend Falkenhainer Käse. Und Bürgermeister Bernd Laqua (parteilos) haute mit Günter Baum und Mandy Stebler Wildschweinfrikadellen mit Speckbohnen in die Pfanne.

Die Jury, bestehend aus den Berufsschullehrern Frank Sauerstein und Matthias Greifenberg, zeigte sich mit dem Ergebnis insgesamt zufrieden. Aber: In Sachen Ordnung am Arbeitsplatz sei noch viel Luft nach oben. Und die Hoffnung, dass es auf den Schreibtischen der Rathauschefs nicht auch so liederlich aussehen würde.

Von Frank Schmidt

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