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Wurzen „Wurzener Land“-Konzept erhält Finanzspritze aus Dresden
Region Wurzen „Wurzener Land“-Konzept erhält Finanzspritze aus Dresden
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17:03 29.06.2016
 Ludwig Scharmann und Max Winter vom sächsischen Innenministerium übergeben den drei Bürgermeistern Uwe Weigelt, Bernd Laqua und Thomas Pöge (v.l) den Förderbescheid für das künftige Stadt-Umland-Konzept "Wurzener Land".   Quelle: Foto: Kai-Uwe Brandt
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Lossatal/Falkenhain

 Extra aus Dresden reisten Abteilungsleiter Max Winter und Ludwig Scharmann vom sächsischen Innenministerium nach Falkenhain, um im Rathaus den drei Bürgermeistern Uwe Weigelt (Lossatal), Bernd Laqua (Bennewitz) und Thomas Pöge (Thallwitz) den Fördergeldbescheid für das künftige Stadt-Umland-Konzept (SUK) „Wurzener Land“ zu überreichen. Der vierte Verwaltungschef der kommunalen Allianz im Norden des Landkreises, Jörg Röglin (Wurzen), hatte den Termin kurz zuvor abgesagt.

Jenes Strategiepapier soll das junge Bündnis mit Fakten unterlegen und mit Inhalten füllen. Immerhin hat das Quartett einen anderen Weg als die allseits praktizierte Gemeindefusion gewählt, um sich für die Zukunft fit zu machen. Wurzen, Bennewitz, Thallwitz und Lossatal setzen auf Kooperation in den Gebietsgrenzen des „Wurzener Landes“ und liehen sich zugleich den Namen des früheren Herrschaftsgebietes der Meißener Bischöfe an der Mulde.

Die Initiative findet Gefallen in der Landeshauptstadt und wird daher mit Wohlwollen gesehen. So lobte Scharmann vom Referat Europäische Raumordnung/Regionalentwicklung das „Modell des Zusammenwachsens“ und die damit verbundene „Vielschichtigkeit der Potenziale“. Aus seiner Sicht könnte das „Wurzener Land“ gar „Vorbild für andere“ sein. Eben deshalb entschloss sich das Innenministerium den Grundstock der Partnerschaft – das SUK – mit einem Startkapital zu unterstützen.

Immerhin kostet der Entwurf 110 000 Euro. 75 Prozent von den förderfähigen 100 000 Euro trägt nunmehr der Freistaat und gibt damit den Startschuss für die Verfasser der Expertise. Demnach übernimmt eine Arbeitsgemeinschaft den Job – das Ingenieurbüro Seecon, die Deutsche Stadt- und Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG sowie die Steinbacher-Consult GmbH & Co. KG. Abgabetermin fürs SUK sei Ende 2017, so Weigelt. Für den Projektverantwortlichen der Wurzener-Land-Liga liegt der bisherige Erfolg in der kollegialen Zusammenarbeit. Die Chemie zwischen den Kommunalchefs stimme – „vier Partner, vier Parlamente, vier Kirchen und vier Rathäuser“. Jetzt hoffen er, Laqua und Pöge zugleich, dass der Verbund ab 2018 handeln kann. Nämlich für die nächsten 15 Jahre. Denn in diesem Rahmen werde das SUK angelegt.

„Politik ist die Kunst des richtigen Zeitpunktes, und das ist der richtige Zeitpunkt“, machte Abteilungsleiter Winter zuletzt Mut. „Und ich bin mir sicher, dass das Ergebnis des Konzeptes der richtige Weg ist.“ Seine Worte fielen auf fruchtbaren Boden bei den Bürgermeistern. Insbesondere, weil Laqua der Breitbandausbau auf dem Herzen liegt und Pöge kurz vor der Übergabe des Fördermittelbescheides noch die Mobilitätsprobleme im ländlichen Raum anschnitt.

Von Kai-Uwe Brandt

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