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Wurzen Wurzener Land-Werke: Rathauschefs unterzeichnen Gründungsurkunde
Region Wurzen Wurzener Land-Werke: Rathauschefs unterzeichnen Gründungsurkunde
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13:58 22.12.2016
Offizieller Akt: Mit den Unterschriften unter der Gründungsurkunde der Wurzener Land-Werke durch Uwe Weigelt, Thomas Pöge, Bernd Laqua und Jörg Röglin (v.l.) bei Notar Winfried Schmitt (r.) ist die kommunale Holding nun besiegelt. Quelle: Foto:
Wurzen

Mit der Unterschrift der vier Gesellschafter bei Notar Winfried Schmitt sind jetzt die Wurzener Land-Werke GmbH (WLW) offiziell gegründet. Bereits am 20.

dieses Jahres hatten die Kommunalparlamente von Wurzen, Bennewitz, Thallwitz und Lossatal im Kulturgut Thallwitz zunächst den Grundstock der kommunalen Holding gelegt.

Anfang der Woche nun signierten die Bürgermeister Jörg Röglin (parteilos), Bernd Laqua (parteilos), Thomas Pöge (parteilos) und Uwe Weigelt (SPD) im Notariat Jacobsplatz 26 die Urkunde und besiegelten damit formell jenes Unternehmen, unter dessen Dach sich in Zukunft verschiedene Tochterfirmen vereinen sollen. Den Plänen nach könnten diese Zweigfirmen solche Aufgaben, wie Energiebeschaffung und -vertrieb, energetische Projekte für die Bürgerschaft oder die Breitbandversorgung übernehmen. „Vorstellbar ist alles, was der kommunalen Daseinsfürsorge dient“, sagte Pöge und nannte zugleich als funktionierendes Beispiel die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV Leipzig). Die LVV bündelt seit 1997 die Kommunalen Wasserwerke Leipzig, die Leipziger Verkehrsbetriebe sowie die Stadtwerke Leipzig GmbH.

Im Sozialraum Wurzener Land, der sich an den Grenzen des ehemaligen Stiftsgebiets der Bischöfe zu Meißen orientiert, müsse jedoch erst noch eine entsprechende Struktur entwickeln, fügte der Thallwitzer Rathauschef an. „Das gemeinsame Bekenntnis dazu stimmt zuversichtlich, um die Vorhaben Stück für Stück umzusetzen und für alle vier Kommunen und die Bürger positive Effekte zu erzielen.“ Übrigens steht Pöge dem Konstrukt WLW mittlerweile als geschäftsführender Gesellschafter vor. Denn nach dem Scheitern einen Interimsgeschäftsführer aus Berlin für drei Monate einzusetzen, erklärte sich nunmehr der Böhlitzer bereit, die Startphase auf gewisse Zeit und unentgeltlich zu begleiten. Damals im November stoppten allein die Räte der Gemeinde Lossatal das Einsetzen eines Beraters mit knappem Ergebnis. Vor allem nahmen die Kritiker Anstoß am Honorar des Kandidaten, der per Vertrag ein Salär von 25 500 Euro erhalten sollte und hernach bei Bedarf einen Tagessatz von 1700 Euro zuzüglich Umsatzsteuer.

Ganz anders verlief dagegen die Debatte zur Dezembersitzung der Lossataler Volksvertreter in der Oberschule Falkenhain. Bis dato hatten die Mandatsträger von Thallwitz, Bennewitz sowie Wurzen die neue Personalie Pöge schon durchgewinkt, so dass die östlichste Gemeinde im Landkreis erneut den Schlusspunkt setzte. Diesmal zum Positiven. Wie Johannes von Carlowitz hielt auch Wolfram Ebert in seinem Statement den Bürgermeister von Thallwitz für geeignet. Das Veto seinerzeit, erinnerte ferner Reinhard Otto, verursachte ausschließlich die Summe der angedachten Zahlung an den Fachmann. Wie wichtig dennoch einen fundierte Unterstützung von Experten sei, betonte einmal mehr Bürgermeister Weigelt. Schließlich koste die Holding dauerhaft Geld. Gerade dann, wenn die Land-Werke GmbH zum Beispiel die Wurzener Wärmeversorgung über Kredit erwirbt, „wie es Oberbürgermeister Röglin gern will“, und danach als Tochterfirma betreibt. Darüber hinaus müsse der Rechtsaufsicht mit Gründung der ersten Tochterfirma eine Chancen-Risiko-Analyse vorgelegt werden, die unter anderem die Marktlage bewerte.

Jedenfalls erfolgt Anfang Januar die Eintragung der Land-Werke ins Handelsregister, und im ersten Quartal 2017 finden Geschäftsführer Pöge zufolge die Beratungen über Zeitplan, Struktur und Inhalte statt.

Von Kai-Uwe Brandt

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