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Wurzen Wurzener Modelleisenbahner vollenden Elektrifizierung und schmieden digitale Pläne
Region Wurzen Wurzener Modelleisenbahner vollenden Elektrifizierung und schmieden digitale Pläne
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16:16 05.12.2016
Drei Generationen Wurzener Modelleisenbahner: „Oldie“ Peter Durin schaut Stefan Reschke (r.) und Louis Quaas bei abschließenden Handgriffen an der N-Anlage über die Schulter. Quelle: Foto:
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Wurzen

Modelleisenbahner sind nicht zu beneiden, denn sie gelangen mit ihrer Arbeit nie an ein Ende. Andererseits lebt dieses Hobby in besonderer Weise vom Basteln und Tüfteln, ist in ihm der (reibungslose) Fahrbetrieb eher willkommene und die monate- bis jahrelange Arbeit abrundende Zutat als zwingend umzusetzende Zielvorgabe. Werden jedoch Gäste erwartet, wie dies am Wochenende im einstigen Haus der Gewerkschaften, dem Domizil des Wurzener Modellbahnclubs, der Fall war, dann sind die Akteure um den Vereinsvorsitzenden Falk Lieder naturgemäß bestrebt, das eine oder andere aktuelle Projekt zum Abschluss oder zumindest in die Nähe eines Abschlusses zu bringen. Und so sind die Wochen vor dem Tag der offenen Tür im betagten Gewerkschaftshaus traditionell von umtriebigem Werkeln geprägt. „Während wir jedoch in den vergangenen Jahren nicht selten vier Wochen fast durchgearbeitet haben, war es in diesem Jahr vergleichsweise entspannt“, berichtet der Vize-Vorsitzende Dieter Hertel, dessen Verein seiner Fangemeinde in diesem Jahr die Fertigstellung der Elektrifizierung auf der älteren der zwei TT-Vereinsanlagen präsentieren konnte. „Der auf der Anlage verkehrende ICE hat für manche kritische Nachfrage Anlass gegeben, die nun montierte Oberleitung ist aber auch Voraussetzung für den auf der Anlage geplanten S-Bahn-Verkehr“, so Hertel. Bei diesem soll künftig anders als auf der im Kreis verlaufenden Hauptstrecke ein Triebwagen in den Bahnhof einfahren und ihn in der gleichen Richtung wieder verlassen. „Dies zu bewerkstelligen ist jedoch nicht ganz so einfach, wie wir uns dies ursprünglich gedacht haben“, so der Vereins-Vize, der mit seinen Mitstreitern am Sonnabend und Sonntag einige Fragen hinsichtlich der abgebrochenen Straßenbrücke zu beantworten hatte. „Die Brücke querte so niedrig die Gleise, dass die Oberleitung nicht darunter entlang geführt werden konnte, so dass wir in einem nächsten Schritt das Gelände entsprechend anheben müssen, bevor wir die Brücke neu bauen können“, ergänzt Vereinschef Falk Lieder.

Apropos Geländegestaltung: Diesbezüglich sich ins Zeug gelegt haben die Wurzener Modelleisenbahner auch an der durch zwei der Vereinsräume führenden zweiten TT-Anlage. „Geländebau kostet viel Zeit, die man sich aber nehmen muss, weil überhastetes Arbeiten insbesondere in diesem Bereich keine zufriedenstellenden Ergebnisse zeitigt“, so Lieder, der als mittelfristige Ziele seines Vereins den Neubau einer Modulanlage und das Heranwagen an die Digitaltechnik benennt. „Möglicherweise verbinden wir diese beiden Pläne, auf jeden Fall benötigen wir in absehbarer Zeit eine transportable Anlage und wollen mit der Digitaltechnik jüngeren Nachwuchs gewinnen“, so der Wurzener Chef-Modelleisenbahner, dessen Verein seine zweite HO-Anlage für die aktuell in der Wenceslai-Kirche laufende Weihnachtsausstellung zur Verfügung gestellt hat.

Von Roger Dietze

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