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Wurzen Wurzener Museum präsentiert neue Schätze
Region Wurzen Wurzener Museum präsentiert neue Schätze
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00:44 11.09.2015
Tischszene um 1933 von Ringelnatz: Die Dauerleihgabe des Ringelnatzvereins ist zum Tag des offenen Denkmals im Museum zu sehen. Quelle: Museum
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Darunter Zeitungsartikel über Magnus Gottfried Lichtwer (1719 - 1783) aus dem Jahre 1924, erschienen im "Wurzener Erzähler", einer Beilage des Wurzener Tageblattes. Der Fabeldichter und Jurist wurde vor 296 Jahren in Wurzen im Domplatz 4 (Alte Kustodie) geboren und starb mit 64 in Halberstadt. "Das Museum besitzt übrigens ein Porträt von Lichtwer als Ölkopie", merkt Museumsleiterin Sabine Jung an. Jenes Werk entstand um 1985 nach Vorlage des Originalgemäldes, welches im Haus des Dichters und Sammlers Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719 - 1803) hängt. Das Gleimhaus, heute ein Museum, widmet sich dem Aufklärer in Halberstadt.

Weitere Artefakte aus dem aktuellen Fundus seien zudem Familiendokumente, lockt die promovierte Kunsthistorikerin zum Besuch der städtischen Einrichtung. Diese stammen aus der Fabrikantenfamilie Patzschke. Friedrich Wilhelm Patzschke gelang es 1847 gemeinsam mit seinem Sohn Carl Wilhelm, dem späteren Direktor der Pianofortefilzfabrik J. D. Weickert, den ersten in Deutschland gefertigten Filz zur Verwendung als Hammerkopffilz herzustellen. Bei den Patzschke-Exponaten handelt es sich um das Taufbuch der Anneliese Scheibe (geboren am 6. Mai 1915), die im April 1938 den Nachfahren Dr. med. dent. Martin Patzschke heiratete. Darüber hinaus erhielt das Wurzener Museum die Hochzeitsbroschüre der Feier im Hotel Pippig.

"Ebenfalls zu sehen sein wird die Grafik von Joachim Ringelnatz ,Tischszene mit sechs Figuren' von 14 mal 22 Zentimetern, welche der Ringelnatzverein Anfang August dieses Jahres zur Kunstauktion in Leipzig ersteigerte und der Stadt als Dauerleihgabe zur Verfügung stellte", so Jung. Darüber hinaus laufe nach wie vor im Arkadenhof des Museums die Ausstellung "16 berühmte Sachsen in und aus Wurzen" sowie in der ersten Etage eine Exposition der jüngsten drei Preisträger des Ringelnatz-Rundweges.

Aber nicht nur das Kulturhistorische Museum setzt am 13. September Akzente mit einem individuellen Programm zum bundesweiten Denkmaltag, den es seit 1993 gibt und der 2014 rund vier Millionen Gäste zählte. Wie die Jahre zuvor lädt gleichsam der Wurzener Geschichts- und Altstadtverein zu einer Reise in die Vergangenheit ein. Gastgeber ist Vorstandsmitglied Ernst Petter, früherer Chef der Firma Metallbau Petter in der Georg-Schumann-Straße 36. Im Betrieb stellen er und Stadtchronist sowie Vereinsvize Wolfgang Ebert von 10 bis 12 Uhr die Arbeit des Kunstschmiedes vor.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.09.2015

Kai-Uwe Brandt

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