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Wurzen Wurzener Pennäler beenden Schuljahr mit einem Sommerfest
Region Wurzen Wurzener Pennäler beenden Schuljahr mit einem Sommerfest
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10:44 28.06.2016
Abschied: Gymnasiales Urgestein Sabine Friedrich geht in den Ruhestand. Quelle: Frank Schmidt
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Wurzen

Bevor sich Schüler und Lehrer des Gottfried-Lichtwer-Gymnasiums Wurzen in die Ferien verabschiedeten und damit offiziell das Schuljahr beendeten, mobilisierten sie noch einmal alle Kräfte für ein gemeinsames Sommerfest. Dem ging aber noch ein Festakt in der Aula voraus, an dem Vertreter des Schulträgers, nämlich die Stadt Wurzen, Ehrengäste und Sponsoren des Hauses an das 20-jährige Bestehen der Bildungseinrichtung an diesem Standort erinnerten.

Während das kulturelle und musikalische Rahmenprogramm von den Gymnasiasten gestaltet wurde, sprach Oberbürgermeister Jörg Röglin Grußworte und Stadtchronist Wolfgang Ebert hielt die Festrede. Zum Sommerfest ging es bis tief in die Nacht heiß her. Modenschau, Cocktailbars und Rockmusik waren dafür nur einige Zutaten. Doch die Harmonie wurde unterbrochen, weil ausgerechnet die Lehrer Theater machten. Und zwar ein Sommertheater auf der Bühne in der Aula. Warum? Weil sie es mal waren, die dafür Texte büffelten und Choreographien einstudierten, um vor den Augen ihrer Schüler die Feuerzangenbowle zu zelebrieren.

Jedoch in einer amüsanten Fassung, die sich an unserem modernen Bildungssystem orientierte, womit sich die Lehrer mal selbst auf ironische Weise den Spiegel vorhielten. Nur die Namen der Hauptdarsteller haben sich nicht geändert. Und so mimte beispielsweise René Pfahl ebenso brillant den berühmten Pfeiffer mit drei F. wie Ilona Gäbler den Spiritus Rector.

Mit der Zeugnisausgabe am allerletzten Schultag wurde auch Fachbereichsleiterin Sabine Friedrich in den Ruhestand verabschiedet. Die Lehrerin für Mathematik und Kunst hat 1975 an der Diesterweg-Oberschule erstmals vor Schülern gestanden. Vor zwei Jahrzehnten wechselte sie an das neu gebaute Lichtwergymnasium und gehört deshalb zum Urgestein dieser Bildungseinrichtung.

„Ich habe es nie bereut, die Fächer Mathe und Kunst zu unterrichten. Rational und kreativ, das ist toll gewesen“, blickte die Lehrerin zurück. „Ich gehe mit einem lachenden und weinenden Auge. Zum einen freue mich auf die Zeit danach – vor allem auf meine Enkelkinder. Allerdings würde ich gerne noch sehen, was aus meinen Schülern mal wird. Aber irgendwann muss man mal loslassen.“ Ihren Kollegen wird das schwerfallen. „Wir werden sie sehr vermissen, weil Sabine Friedrich einfach ganz viele Dinge in der Hand hatte und dank ihrer großen Erfahrungen immer den Überblick behielt wie kaum ein anderer“, sagte Ines Meinhardt.

„Sabine ist ein perfektes Organisationstalent und war stets für ihre Kollegen da, wenn sie gebraucht wurde, ohne dabei ihren Frohsinn zu verlieren“, wusste Violetta Wollny zum Abschied zu sagen. Aus den Augen, aus dem Sinn? Für Sabine Friedrich soll das keine Option auf Dauer sein. „Wenn ich mal gebraucht werde, bin ich natürlich gerne da“, versprach sie, die Gymnasiumstür keineswegs für immer hinter sich ins Schloss fallen zu lassen.

Von Frank Schmidt

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