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Wurzen Wurzener Piraten machen Ferien
Region Wurzen Wurzener Piraten machen Ferien
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05:00 16.07.2010
Ein Rockstar auf Stelzen bei den Ferienspielen des KiJuWu. Quelle: Andreas Röse
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Das war eigentlich in dem Programm nicht vorgesehen, doch Piraten machten es möglich. „An dem Tag, an dem wir in den Leipziger Zoo fahren wollten, erzählte ein Vater, dass heute alle umsonst hineinkommen, die sich als Piraten verkleiden“, erklärt Martina Abresch. „Also haben einige Mütter ihr Schminkzeug herausgeholt und die Kinder spontan zu Piraten umgestylt.“ 19 Eintritte in den Zoo konnten so gespart werden, das Geld wird nun für den krönenden Abschluss in der Achterbahn investiert. Auf die freut sich Martina Abresch selbst am meisten. „Wir können dann bei der Hitze aber auch in den Wasserpark gehen.“

Während sie unterm Dach des Jugendhauses in der Nischwitzer Straße von den Erlebnissen beim Ferien(s)pass erzählt, kleben zwei Mädchen Fotos auf eine Pappe. Fotos aus Machern. „Jedes Kind durfte bei der Exkursion zwei Bilder machen“, erklärt Martina Abresch. „So merkten sie, wie man Prioritäten setzt.“ Sie ist sehr zufrieden, wie die Kinder sich während des Ferienprogramms benommen haben. „Sie waren toll, haben gut mitgemacht.“ Gefreut hat sie sich auch über das Engagement der Mütter und Ehrenamtlichen. Und die Vereine, die das Programm mitgestaltet haben. „Immer wieder schön ist zum Beispiel, wenn der Verein Zuversicht mit den Kindern bunt und gesund kocht.“ Dabei lernten die Kinder, wie man Nahrung gesund zubereitet. Die Zusammenarbeit mit den Unterstützern klappe auf beiden Seiten. So hat beispielsweise die Fördertechnik Hoffmann, die den Ferien(s)pass unterstützt und deren Werbung mit Geräten am Flughafen in der hauseigenen KiJuWu-Zeitung erwähnt wurde, auf Grund dieser den Flughafen überzeugen können, dort ihren Platz zu behalten.

Gute Arbeit mache auch Jens Kraneis von der Brücke-Schule für geistig Behinderte. „Er hilft“, erklärt die KiJuWu-Leiterin. „Der Junge hat einen guten Zugang zu den Kindern. Auf eine andere Art.“ Die könnten dadurch lernen, mit Behinderten umzugehen.

Aber auch wenn der Ferien(s)pass heute nach drei Wochen zu Ende geht, steht das KiJuWu weiter offen. „Viele Kinder haben hier Freunde gefunden, mit denen sie sich weiter treffen können.“ Bei manchen halten diese Freundschaften länger als die Jugend. So veranstalten 30-Jährige, die Martina Abresch noch als „schwer Erziehbare 16-Jährige“ betreut hat, dieses Jahr die Schuljahreseröffnungsparty.

Juliane Streich

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