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Wurzener Städtelauf-Macher hoffen auf 1000 Starter – Anmeldung läuft

Wird die Schallmauer durchbrochen? Wurzener Städtelauf-Macher hoffen auf 1000 Starter – Anmeldung läuft

Am 3. April steigt der bereits 12. Städtelauf von Wurzen nach Grimma. Nicht umsonst ist das Großereignis im deutschlandweiten Laufkalender gelistet: Der landschaftlich reizvolle Kurs, vorbei an Feueresse und Loreley, ist die perfekte Vorbereitung auf den Leipzig-Marathon nur drei Wochen später.

Einer der Höhepunkte im Sportkalender: Der Muldentaler Städtelauf startet wie immer auf dem Wurzener Markt.

Quelle: Frank Schmidt

Wurzen. Der Grimmaer Uwe Rosenberg hat kürzlich seine neue Wohnung am Klosterholz bezogen: „Wenn ich aus der Tür trete, bin ich sofort im Wald und damit auf meiner Laufstrecke.“ Dabei könnte sich der 61-Jährige allein schon mit der bürokratischen Vorbereitung auf den Muldentaler Städtelauf fit halten. Die unvermeidlichen Rennereien von Behörde zu Behörde erinnern in Summe beinahe an den Supermarathon auf dem Rennsteig. Und doch joggt der voll berufstätige Cheforganisator des größten Volkssportlaufes der Region zusätzlich jeden Sonntagmorgen mit seiner Laufgemeinschaft Hängebrücke. Außerdem rührt er die Werbetrommel, fährt Flyer „breit“ und radelt die Strecke immer wieder ab, um zu prüfen, ob die Luft rein ist: „Während der neu gestaltete Wettinerplatz in Wurzen nun schöner denn je ist, bereiten mir angekündigte Hochwasserschutzarbeiten in Dorna einiges Kopfzerbrechen. Dort sollen drei Durchlässe gebaut werden. Die Verantwortlichen haben mir aber versprochen, bis zum Lauf fertig zu sein.“

Rosenberg und sein Lauftreff beweisen einen langen Atem. Am 3. April steigt der bereits 12. Städtelauf von Wurzen nach Grimma. Nicht umsonst ist das Großereignis im deutschlandweiten Laufkalender gelistet: Der landschaftlich reizvolle Kurs, vorbei an Feueresse und Loreley, ist die perfekte Vorbereitung auf den Leipzig-Marathon nur drei Wochen später. Die Organisation gilt unter Kennern als vorbildlich. Rosenberg bürgt dafür mit seinem Namen: „Es ist am besten, wenn die Koordinierung in einer Hand liegt, höchstens aber in zwei Händen.“

Dabei kann sich der Chef an der 21,1 Kilometer langen Strecke auch diesmal wieder auf etwa 100 ehrenamtliche Helfer von Einheit Grimma, SV Großbardau, Nerchauer SV sowie TSV Burkartshain verlassen. Unterstützt werden diese von den Feuerwehren Grimma, Neichen, Nerchau und Döben sowie vom Kulturbetrieb Wurzen beziehungsweise den Bauhöfen Grimma und Wurzen.

Wie die veranstaltende Laufgemeinschaft Hängebrücke am Mittwoch mitteilte, sind seit Jahresbeginn bereits 100 Anmeldungen eingegangen. Interessenten können sich entweder direkt im Fanshop Grimma einschreiben oder über Internet. Die Seite ist geschaltet und wird wöchentlich aktualisiert. Noch bis 31. Januar beträgt die Startgebühr zehn Euro, bis 29. Februar 12 Euro und bis 28. März 15 Euro. Wer erst vom 29. März bis 3. April meldet, muss 20 Euro berappen. „Obwohl wir die Nachmeldegebühr von zwei auf fünf Euro erhöhen mussten, bezahlen die Starter bei uns nur etwa die Hälfte von dem, was Veranstalter vergleichbarer Rennen verlangen.“ Und das, obwohl viel geboten wird: Kostenloser Bustransfer von Grimma nach Wurzen, Kulturprogramm, dazu Medaille und Handtücher mit Städtelauflogo. Startnummer und Transponder sind sowohl am 1. April von 10 bis 19 Uhr als auch am 2. April von 9.30 bis 16 Uhr im Fanshop sowie am Starttag ab 7.30 Uhr am Grimmaer Volkshausplatz erhältlich.

Wie immer hat sich Prominenz angesagt: Wurzens OB Jörg Röglin gibt den Startschuss, sein Grimmaer Amtskollege Matthias Berger will mitlaufen, Landrat Henry Graichen und Trebsens Stadtchef Stefan Müller werden die Sieger ehren.

2005 wurde der erste Städtelauf gestartet. Damals, als es noch am Dreibrückenbad losging, fanden sich überschaubare 160 Teilnehmer ein. Inzwischen nähert sich der Wettkampf schon der 1000er-Marke. „Wenn wir diesmal wirklich die Schallmauer durchbrechen sollten, ja, dann würde ich schon mal ans Aufhören denken“, gesteht der nimmermüde Rosenberg: „Aber schreiben Sie das bloß nicht, nachher kommen die nicht, weil die wollen, dass ich weiter mache.“

www.muldentaler-staedtelauf.com

Von Haig Latchinian

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