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Wurzen Wurzenerin macht Karriere als Weihnachtsfrau
Region Wurzen Wurzenerin macht Karriere als Weihnachtsfrau
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15:22 23.12.2015
Weihnachtsfrau aus Leidenschaft: Kerstin Höhne geht am 24. Dezember in und rund um Wurzen wieder auf große Bescherungstour.  Quelle: Roger Dietze
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Wurzen

 Es sind oft die Weihnachtsmänner, die ihre Touren machen, während andere im Kreis der Familie feiern. In Wurzen schlüpft seit knapp 30 Jahren Kerstin Höhne in die Rolle des bärtigen Alten. „Ich wurde irgendwann einmal an meiner damaligen Arbeitsstätte bei Kunstleder in Borsdorf im Zusammenhang mit meiner tiefen Stimme darauf angesprochen, ob ich denn nicht einmal den Weihnachtsmann mimen wolle“, erinnert sich die gebürtige Bennewitzerin, die damals gerade einmal 27 Jahre alt war. Von da an startete ihre Weihnachtsfrau-Karriere.

„Zwischendurch mag ich sicherlich hin und wieder erwogen haben, die Sache zu beenden, was ich aber dann doch nicht getan habe. Mittlerweile bin ich so weit, dass ich schon etwas süchtig nach dieser Rolle bin“, sagt sie. Und dies trotz der Tatsache, dass sie die Entwicklung hin zu einem aus ihrer Sicht bedenklichen Trend aus nächster Nähe miterlebt hat. „Die Menge an Geschenken hat über die Jahre hinweg stetig zugenommen. Wenn ich sehe, wie die Kinder die mit Liebe gepackten Pakete und Päckchen gierig aufreißen, dann tut es mir immer wieder im Herzen weh“, gesteht sie.

Dennoch überwiege bei allen unschönen Begleiterscheinungen das Schöne an der Tätigkeit des Weihnachtsmannes. Die übrigens laut Kerstin Höhne zumindest in dem von ihr betriebenen Umfang keineswegs eine sei, bei der sie in den Genuss von diversen Gaumenfreuden kommen würde. „Ich bin alljährlich mit einem trockenen Brötchen und einer Flasche Mineralwasser unterwegs, und nur mit etwas Glück kann ich mir vielleicht eine Tasse Kaffee zwischendurch gönnen.“

Dabei hat Kerstin Höhne ihre Auftritte mittlerweile auf Wurzen und das nähere Umfeld beschränkt, während sie früher zusätzlich in der Brandiser und Borsdorfer Region unterwegs gewesen ist. Dafür schlüpft sie am Heiligabend für die Stadt Wurzen nicht nur ins Kostüm des bärtigen Alten, sondern etwa im Rahmen des Tages der Sachsen auch in das des ringelnatzstädtischen Maskottchens Wenzel. „Dabei ist zwar viel Schweiß geflossen, aber es hat dennoch Spaß gemacht.“

Eine Menge Schweiß dürfte Kerstin Höhne auch am 24. Dezember wieder verlieren, wobei die wenig winterlichen Temperaturen ihr übriges tun sollten. Wahrscheinlich, dass sich Wurzens Weihnachtsfrau in diesem Jahr eine zweite Flasche Mineralwasser einstecken wird, wenn sie gegen 15 Uhr ihre Wohnung in der Schweizergartenstraße verlässt, in die sie nicht vor 20 Uhr zurückkehren wird. Und glücklich wird sie sich schätzen können, wenn sie die Zeit zu einem Zusatz-Schluck findet. „Zwischendurch wird auch in diesem Jahr in Anbetracht von 13 Terminen kaum Luft sein.“

Von Roger Dietze

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