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Wurzen Wurzens Stadtwandler setzen sich 2016 wieder große Ziele
Region Wurzen Wurzens Stadtwandler setzen sich 2016 wieder große Ziele
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12:51 25.03.2018
Vereinschef Thomas Zittier legt auch selbst gern mal Hand an für ein farbenfrohes Wurzen. Quelle: Andreas Döring
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Wurzen

Mit einem Rück- und Ausblick startet der Verschönerungsverein „Die Stadtwandler“ ins neue Jahr. Dazu trafen sich die Mitglieder diese Woche im Schloss Wurzen, um nicht nur Bilanz zu ziehen, sondern zugleich ihre Führungsriege zu wählen. Das Vertrauen erhielt Gründungsinitiator und Vereinschef Thomas Zittier. An seiner Seite stehen Vize Philipp Leipner und Schatzmeisterin Susann Kippenhahn. Beiden zollte Zittier seinen Dank, ehrte ebenso mit einem Blumenstrauß und einer Urkunde seine Frau Claudia – „die mir unter anderem stets den Rücken freihält“ – und im Nachgang Maik Zimmermann, der aufgrund eines Unfalls nicht da sein konnte.

Dreieinhalb Jahre nachdem 13 vorwiegend junge Leute im Juni 2012 die Stadtwandler ins Leben riefen, zählt die Gemeinschaft, die sich gleich einem Dutzend Ziele verschrieben hat, inzwischen 46 Mitglieder „inklusive drei Anwärtern in Lauerstellung“. Nicht unerwähnt lässt Zittier dabei, dass es seit dem jüngsten Treffen nunmehr sogar ein Ehrenmitglied gibt – Dietmar Allig. Der Tischlermeister und Unternehmer stellte nämlich den Stadtwandlern seinen einstigen Laden Wohnart im Crostigall 36 als Zentrale und Anlaufpunkt zur Verfügung. Und von hier aus wolle der Verein auch 2016 wieder sichtbare Zeichen zur „Förderung der Heimatpflege“ setzen, kündigt der 34-jährige Polizeibeamte und Stadtrat an. Doch zunächst erinnert Zittier an die Höhepunkte des Vorjahres.

Die Agendaliste ist lang und begann im Februar mit Muskelarbeit am Schlosshang. Zwei Wochenenden lang befreiten circa 15 Frauen und Männer das Areal, auf dem das prämierte Terrassen-Projekt „Die hängenden Obstgärten von Wurzen“ umgesetzt werden soll, von Wildwuchs und Unrat. Darauf schloss sich der Frühjahrsputz an, Rosas Garten an der Ecke Färbergasse/An den Schultreppen wurde fertiggestellt, Trafohäuschen erhielten farbenfrohe Motive, das Vereinssommerfest auf dem Wenceslaikirchhof feierte Premiere. Zittier wird nicht müde, aneinanderzureihen und erwähnt überdies die Organisation und Durchführung des fünften Ringelnatzlaufes im August, die Laternen-Einstrickaktion, Stadtspaziergänge von Park zu Park, das Stadtwandler-Brot sowie natürlich den Sachsentag in heimischen Gefilden. Die Vielfalt und den Erfolg führt Zittier auf das „harmonische Klima“ im Verein zurück und auf den „guten Kontakt zur Stadtverwaltung“. Innerhalb der eigenen Reihen laufe es rund. „Außerdem können wir auf eine ganze Anzahl von Unterstützern zurückgreifen.“

Als nächstes großes Ziel avisiert er die Gründung eines Verfügungsfonds gemeinsam mit der Stadt. „Jeder Spenden-Euro darin könnte dank Fördergelder aus dem Programm ,Aktive Stadt- und Ortsteilzentren’ versilbert werden und hilft letztlich, Vorhaben umzusetzen.“ Anknüpfungspunkte gebe es zur Genüge. So gehöre zu den langfristigen Ideen des Vereins die verwaiste Voliere auf dem Alten Friedhof, ein Naturlehrpfad am Gura-See oder eine Trimm-dich-Anlage sowie Barfußpfad im Stadtpark. Ansonsten wollen die Stadtwandler ihre Aktionen fortführen und mit neuen krönen. Zum Beispiel eine Bank auf der Domplatz-Balustrade, von der sich das Rosental überblicken lässt. Oder eine Sitzecke neben der Eibe an der Ecke Badergraben/Wenceslaigasse, Blumenpflanztage an Schulen und nicht zuletzt die künstlerische Gestaltung der derzeit tristen Toilettenanlage in der Wenceslaigasse.

Von Kai-Uwe Brandt

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