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Wurzen Zeitreise rund um Borsdorfer "Benzol-Tempel"
Region Wurzen Zeitreise rund um Borsdorfer "Benzol-Tempel"
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16:25 19.05.2015
Beste Volksfeststimmung: Mit Trommel, Dudelsack und mittelalterlicher Musik mischt das Duo Obscurum am Samstag das Sommerfest im Borsdorfer Tankstellenmuseum auf. Quelle: Ingrid Hildebrandt

Die Fans wissen: In dem beliebten Borsdorfer Museum begegnet die reale Welt der Welt der Fantasie - und genau das ist es, was sie immer aufs Neue anlockt. Hier stehen Unikate, andere wertvolle Sammelstücke und allerlei Raritäten vergangener Zeiten neben Konstruktionen Marke Eigenbau. Außerdem sammelt Museumschef Frank Altner nicht nur vieles rund um die historische Technik, sondern unterhält auch mit den Geschichten dahinter: "Wer war der erste Fernfahrer? Mann oder Frau? Wo mischte der Minol-Pirol die Werbewelt auf? Welche Zapfsäule wurde als eiserne Jungfrau bezeichnet?" Doch nicht nur diese ist von großem Schauwert: Über die vielen weiteren Unikate staunt auch Wolfgang Ruhland: "Unheimlich toll, die historischen Zapfsäulen", ist der Sammler aus Strehlau beeindruckt. Und Kraftfahrzeugmeister Hans-Joachim Kullig kann sich noch genau an den Kraftakt erinnern, "als wir von Hand abfüllten: Mit welchen Mitteln wir damals gearbeitet haben und was für Möglichkeiten es jetzt gibt-!", zollt der Nerchauer der modernen Technik Respekt. Moderne hin oder her: Nostalgisches spielt die Hauptrolle im Borsdorfer Benzol-Tempel und das ist gut so. Schön, dass auch viele mit ihren eigenen Raritäten anrollten: So beispielsweise Frank Böhme (48), der mit seinem Moped SR 2 Baujahr 1967 kam: "Damit fahr' ich jeden Tag zur Arbeit", lobt der Borsdorfer sein zuverlässiges Gefährt, welches einst in Suhl hergestellt wurde. Ein Motorrad Marke Eigenbau präsentiert Hans Meier: "Das habe ich mit 25 umgebaut, jetzt bin ich 74 und schraube immer noch", erzählt der Zweenfurther.

Lust zum Werkeln, Kochen und Backen macht auch die historische Küche: Jeder Millimeter ist in dem Reich von Rita Altner genutzt und jedes Ausstellungsstück hält andere Erinnerungen lebendig. Eine Originalflasche mit Kirsch-Whisky für 18 Ostmark weckt die Genießer unter den Besuchern: "Ist der noch gut? Können wir den probieren?" "Nichts ist!", lacht Rita Altner. An anderer Stelle laden alte Küchengeräte zum Näherkommen: "Guck mal da, der Fleischwolf und dort die alte Trockenschleuder", zeigt Kerstin Konstabel auf diverse Sammelobjekte, mit denen ihre Mutter und Oma noch täglich arbeiteten. "Hut ab vor dem, was hier alles zusammengetragen wurde", loben Vera und Harald Kretschmar die bunte Museumssammlung. Doch was das Ehepaar immer wieder kommen lässt, ist "das ganze Fluidum" des Sommerfests. "Viele, die man lange nicht gesehen hat, trifft man hier. Herzhaftes und Süßes halten außerdem Leib und Seele zusammen." Bruni Tribke und Anette Altner vom Helfer-Team kamen jedenfalls kaum nach mit dem Belegen von leckeren Schnittchen. Mit Trommel, Dudelsack und mittelalterlicher Musik mischte das Duo Obscurum das Sommerfest auf. Und was machte Altners geheimnisvolles Hochrad perfekt? Ein Sessel zum Entspannen wurde zum Hit der Jüngsten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.07.2013

Simone Prenzel

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