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Wurzen Zeltlager unterm Dach der Fahrzeughalle
Region Wurzen Zeltlager unterm Dach der Fahrzeughalle
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17:36 22.08.2016
Die Fahrt in Blaue führte den Hohburger Nachwuchs nach Schmannewitz zur Feuerwehr-historischen Ausstellung.Besonders begeistert waren die Teilnehmer von den Oldtimern.
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Lossatal/Hohburg

Dass die Schützlinge der Jugendfeuerwehr Hohburg unterm Dach der Fahrzeughalle nächtigen mussten, daran war der Regen schuld. Denn eigentlich hatten Jugendwart René Grünert und sein Vize Felix Rasikowski die Juniorgarde der Floriansjünger fürs Wochenende zum Campen ins Zeltlager eingeladen. Der frühe Schauer ließ das Organisationsduo aber rasch umdisponieren, und so wurden das Gerätehaus in der Kapsdorfer Straße zum Ausweichquartier erlebnisreicher Stunden für zwölf Jungs im Alter von acht bis 14 Jahren.

Doch zunächst probten die kleinen Retter erst einmal den Ernstfall und fuhren mit ihren Betreuern zur Übung an den Kaolinsee – Waldbrand mit verletzten Personen. „Die Auswertung und ein Abendessen mit Pizza, Nudeln sowie Knüppelkuchen am Lagerfeuer vorm Gerätehaus beendeten unseren ersten Tag, bevor es zur Nachtruhe auf die Isomatten und Luftmatrazen ging“, berichtet Rasikowski. Der Samstag startete fürs Team nach dem gemeinsamen Frühstück mit der „Fahrt ins Blaue“. Und zwar in die Dahlener Heide nach Schmannewitz (Landkreis Nordsachsen) zur Feuerwehr-historischen Ausstellung. Die Schau begeisterte, erinnert sich der 30-Jährige an die strahlenden Augen und vielen Fragen der Teilnehmer. Insbesondere die Oldtimer hatten es dem Nachwuchs angetan. Abkühlung verschafften sie sich wenig später beim Planschen, Rutschen und Bootfahren im Schmannewitzer Waldbad.

Die Heimfahrt nach Hohburg wurde überdies mit einem Zwischenstopp am Eiscafé versüßt, bevor ein Parcours mit Geschicklichkeitsspielen auf die Kameraden in spe wartete. Dabei galt es unter anderem mit der Kübelspritze einen Saugschlauch treffsicher zu füllen oder die Balance auf Getränkekisten unter den Füßen zu halten. „Gegen 16.30 Uhr besuchten uns schließlich die Minis“, so Rasikowski. Die Kleinsten der Kleinen im Alter von fünf bis sieben Jahren entdeckten ihr Interesse für die Wehr erst im Juni, als sie mit der Kindertagesstätte „Hohburger Zwerge“ zur Stippvisite im Gerätehaus weilten. „Von den Muttis wurde Kuchen gebacken, so dass es eine gemeinsame Vesper und später dann einen Grillabend gab.“ Höhepunkt und Abschluss am Sonnabend war ein Lampionumzug.

Hand anlegen mussten die Abenteurer des Wochenendes zuletzt am Sonntagmorgen: Sachen packen und aufräumen nach dem Frühstück. Danach ging es für alle mit zahlreichen Erlebnissen nach Hause. Was Rasikowski besonders freut: „Den Kindern hat’s wirklich gefallen, und die Eltern bedankten sich bei uns.“ Das Lob gibt er natürlich gern zurück. Immerhin trugen sie mit Verpflegung zum Erfolg des etwas anderen Zeltlagers bei. Ihren Anteil aber hatten ebenso die Helfer aus den eigenen Reihen der Feuerwehr, die Mieter des Gerätehauses für ihr Verständnis und Ortsvorsteher Peter Brendler, der mit Bratwürsten überraschte.

Von Kai-Uwe Brandt

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