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Zoff ums Brandiser Jugendzentrum: CVJM will Räume als Kita nutzen

Vertragsverletzung? Zoff ums Brandiser Jugendzentrum: CVJM will Räume als Kita nutzen

Brandis gerät allmählich unter Zeitdruck: Nachdem der Vertrag mit dem bisherigen Partner CVJM gekündigt wurde, muss zum 1. Januar 2016 nicht nur ein neuer Träger für die offene Kinder- und Jugendarbeit gefunden sein. Auch die Raumfrage steht derzeit in den Sternen: Denn das Jugendhaus im Zeititzer Weg will der von der Stadt abgewatschte CVJM nicht herausrücken.

Ein Konflikt bahnt sich zur Zukunft des Jugendhauses in Brandis an: Die Stadt braucht Räume für die offene Jugendarbeit, der Eigentümer CVJM hat andere Pläne.

Quelle: Thomas Kube

Brandis. Einzelne Klubräume, ein Mehrzwecksaal für Sportveranstaltungen, Festlichkeiten und Konzerte, ein Außengelände mit Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten - so präsentiert sich derzeit das Objekt des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM). 2004 wurde es eröffnet - auch Fördermittel flossen. Nach wachsender Unzufriedenheit mit der offenen Jugendarbeit des Vereins zog die Kommune im Mai allerdings die Reißleine: Der Vertrag wurde gekündigt. "Zentrum der Jugendarbeit", macht Bürgermeister Arno Jesse (SPD) deutlich, "soll aber auch bei einem Trägerwechsel das CVJM-Jugendhaus bleiben." Die Stadt beruft sich auf einen städtebaulichen Vertrag aus dem Jahr 2002, in dem das Objekt aus ihrer Sicht ausdrücklich als Gemeinbedarfseinrichtung für ein offenes Kinder- und Jugendhaus festgelegt ist. Frühzeitig habe man vom CVJM deshalb ein Mietangebot für die Räumlichkeiten im Haus gefordert, damit der neue Träger wie geplant ab 1. Januar 2016 mit seiner Arbeit starten kann.

Jesse kritisiert die Verantwortlichen: "Leider kam der CVJM als Eigentümer des Hauses unserer Forderung bisher nicht nach. Er gefährdet damit die offene Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt Brandis." In einem offenen Brief an die Stadträte widerspricht CVJM-Vorsitzender Falk Börner der Ansicht, dass jemand ein Anrecht auf die Räumlichkeiten habe. "Es gibt keine Zweckbindung des Jugendhauses für offene Kinder- und Jugendarbeit." Der Verein konfrontierte die Stadt dafür vor einigen Wochen mit neuen Plänen: "Konkret sehen unsere Überlegungen vor, dass Vorschüler aus der CVJM-Kita in frei werdende Räume des Jugendhauses ausgelagert und damit neue Kapazitäten im Krippenbereich im Gebäude der Kinderstube ermöglicht werden", so Börner. Es müssten zwar einige bauliche Veränderungen vorgenommen werden, aber die Kosten und der zeitliche Rahmen hierfür würden aus Sicht des CVJM überschaubar ausfallen. "Somit könnte eine zusätzliche Krippengruppe im jetzigen Kita-Gebäude des CVJM eröffnet und so dem erhöhten Bedarf nach Betreuungsplätzen für die Jüngsten entsprochen werden." Dieses Vorhaben wiederum lehnt die Stadt kategorisch ab. Bekanntlich verfolgt die Kommune seit kurzem eigene Pläne und treibt die Errichtung einer neuen Kita mit 180 Plätzen am Schützenplatz voran, um, so Arno Jesse, "unwirtschaftliche städtische Einrichtungen abzulösen".

Nicht nur was die Kosten anbelangt, hegt die Kommune Zweifel, dass die vom CVJM angestrebte Umwandlung hin zur Kita-Nutzung überhaupt Sinn macht. Schon auf Grund der Kellerlage einiger Räumlichkeiten sei unklar, ob das Landesjugendamt Kita-Räume im Untergeschoss des Jugendhauses überhaupt genehmigen würde. Jesse abschließend: "Wir appellieren an den CVJM, konstruktiv mit der Stadt zusammen zu arbeiten und endlich den Konfrontationskurs aufzugeben - zum Wohle der Kinder und Jugendlichen, aber auch zum Wohle des CVJM und der Kommune."

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