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Wurzen Zugverkehr lahmgelegt: Böschung in Gerichshain brennt auf 1,5 Kilometern Länge
Region Wurzen Zugverkehr lahmgelegt: Böschung in Gerichshain brennt auf 1,5 Kilometern Länge
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11:20 29.08.2016
Während der Löscharbeiten war der Bahnverkehr zwischen Wurzen und Leipzig über mehrere Stunden lahmgelegt. Quelle: Feuerwehr Gerichshain
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Machern/Gerichshain

Mehrere Bahndammbrände hielten am Mittwoch die Feuerwehren der Region auf Trab. Gleich in drei Orten war entlang der Verbindung Wurzen–Leipzig ein schnelles Eingreifen der Kameraden gefragt, um Schlimmeres zu verhindern. Besonders angespannt war die Lage in Gerichshain, wo aufgrund der unmittelbar an den Gleisen liegenden Wohnsiedlung eine kritische Situation herrschte. Im weiteren Verlauf der Zugstrecke war außerdem in Althen die Feuerwehr Engelsdorf ausgerückt. Die Wurzener Wehr musste in Kornhain gegen einen Bahndammbrand vorgehen.

„Ich kann natürlich nicht sagen, was die Ursache war“, meinte der Gerichshainer Einsatzleiter Manuel Mayer. „Die Vermutung, dass aufgrund von gleich drei Bahndammbränden hintereinander möglicherweise ein technischer Defekt am Zug die Ursache war, ist zumindest nicht von der Hand zu weisen“, so der Ortswehrleiter.

In Gerichshain waren die Feuerstellen so weit verstreut, dass Kameraden von acht Wehren ausrücken mussten. Neben gemeindeeigenen Kräften aus Gerichs­hain, Machern und Lübschütz waren auch die Nachbarwehren Brandis, Beucha, Zweenfurth und Borsdorf zu Hilfe geeilt. Zudem war Naunhof mit einem Tanker vor Ort.

Die Bahnstrecke Leipzig–Wurzen musste von Mittag an bis gegen 15.30 Uhr voll gesperrt werden. Da die Strecke in Gerichshain nahe an Wohnbebauungen verläuft, war ein schnelles Agieren der Kameraden gefragt. „Da sich die Feuer über rund anderthalb Kilometer hinzogen, wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet“, erläuterte Manuel Mayer. „Das Zusammenspiel aller Einsatzkräfte hat sehr gut geklappt, sodass wir das Feuer schnell unter Kontrolle bringen konnten.“

Bereits im April war die Böschung auf Höhe der Gerichshainer Volkshaussiedlung in Brand geraten. „Das Ereignis am Mittwoch war allerdings heftiger“, sagte Mayer. An einigen Stellen sei das Feuer schon den Erdwall, der die Häuser vom Gleis trennt, hinaufgekrochen. „Allerdings war die Lage wiederum auch nicht so dramatisch, dass womöglich Bewohner ihre Häuser verlassen mussten“, beruhigte der Ortswehrleiter. Die Einsatzstellen hatten sich von der Brücke bei Posthausen am Abzweig der Staatsstraße 45 nach Brandis bis zum Beginn des Gerichshainer Gewerbegebietes hingezogen.

Von Simone Prenzel

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