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Wurzen Zum Geopark-Treffen feiern Hohburger Musikanten Geburtstag
Region Wurzen Zum Geopark-Treffen feiern Hohburger Musikanten Geburtstag
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14:20 24.10.2016
Erfolgreiches musikalisches Familien-Unternehmen: Die Hohburger Musikanten stehen seit drei Jahrzehnten für handgemachte Blas- und Alpenrock-Musik. Quelle: Roger Dietze
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Lossatal/Hohburg

Wenn der hereinbrechende Herbst die letzten Sonnenanbeter und Wasserratten vom Kaolinsee vertrieben hat, dann gehört Hohburg wieder den Naturliebhabern und jenen, die die Ruhe und Beschaulichkeit der Lossataler Zentralortschaft zu schätzen wissen. Zumindest im Normalfall, der am vergangenen Wochenende allerdings nicht gegeben war.

Denn gleich zwei miteinander kombinierte Veranstaltungen liefen unter dem Namen Geoparkfest für an geologischem Spezialwissen Interessierte sowie Liebhaber handgemachter Alpenrock-Klänge am Fuß der Hohburger Schweiz. Zum einen die „transnationale Kooperation Geopark Plus“, in deren Rahmen Vertreter des Geoparks „Porphyrland. Steinreich in Sachsen“ mit Geopark-Partnern aus Thüringen („Inselsberg - Drei Gleichen“) und Tirol (Unesco-Geopark „Erz der Alpen“ im Pongau) zu einem Erfahrungsaustausch zusammenkamen. Und zum anderen das 30-jährige Bestehen der Hohburger Musikanten, aus welchem Anlass sich die sechs Lossataler Musiker und zwei Musikerinnen unter dem Motto „Hohburg Alpen rockt 2016“ akustische Unterstützung holten in Gestalt der alpenländischen Formationen Zillertaler, Trenkwalder und Die Jung Puschtra, mit denen im prall gefüllte Festzelt gemeinsam musiziert und gefeiert wurde.

„Es sprachen einige Argumente dafür, die beiden Veranstaltungen auf ein Wochenende zu legen“, berichtet die Lossataler Hauptamtsleiterin Heike Markus. „Zum einen war diese Entscheidung der österreichischen Gäste des Geoparks und der Hohburger Musikanten wegen naheliegend, zum anderen haben wir auf diese Weise den Besuchern des Geoparkfestes in Form des abendlichen Jubiläums-Konzerts ein zusätzliches kulturelles Angebot unterbreiten können.“ Dabei möchte die Amtsleiterin nicht unerwähnt lassen, dass das sächsische Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft mit einer Bezuschussung der Veranstaltung über das EU-Förderprogramm Leader keinen unerheblichen Anteil am Zustandekommen des Geoparkfestes gehabt hat.

Der Hauptanteil am Zustandekommen des abendlichen Konzertes lag demgegenüber bei Peter Benke. Denn hätte der heute 77-jährige einstige Lehrer an der Polytechnischen Oberschule Lossa 1986 nicht aus einer Kneipen-Idee heraus den Anstoß zur Gründung der Hohburger Musikanten gegeben, dann wäre die Wahrscheinlichkeit gering, dass die Formation in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiern könnte.

Drei Jahrzehnte, in denen es für den Klangkörper allerdings nicht nur bergauf ging. „Als wir nach unseren Reisen in die Alpenländer in den 90er-Jahren den Alpenrock nach Hohburg importieren wollten, wurden wir von manchem belächelt und hatten einige schwierige Jahre zu überstehen“, erinnert sich Peter Benkes Sohn Olaf, der ebenso wie Gattin Bettina (49) und Tochter Julia (28) zu dem achtköpfigen Musikantenteam gehört.

Dass zu diesem Team Anfang des Jahres der 20-jährige Tom Kühne gestoßen ist, Sohn von Posaunist Mario Kühne, war laut Olaf Benke ein Glücksfall. „Wir wüssten sehr gern, ob es jüngere Musiker in der Stilrichtung Alpen-Rock auf dem Markt gibt, wir jedenfalls finden keine.“

Fündig geworden sind demgegenüber in den vergangenen Jahren jene, die nach Argumenten für die Gründung des Geoparks „Porphyrland. Steinreich in Sachsen“ gesucht haben. Am Wochenende wurden in Hohburg neue Pläne geschmiedet. „Zum einen wollen die drei Geoparks eine gemeinsame Ausstellung zum Thema Kupfer erstellen, zum anderen in Zusammenarbeit mit der Uni Salzburg Projekte anderer Unesco-Geoparks dahingehend genauer unter die Lupe nehmen, inwieweit sie sich in dieser oder jener Form kopieren lassen“, so Porphyrland-Geopark-Managerin Kerstin Fiedler.

Von Roger Dietze

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