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Anstoßen bei Bischof Benno: Die Geschichte von 850 Jahren Weinbau in Sachsen

Anstoßen bei Bischof Benno: Die Geschichte von 850 Jahren Weinbau in Sachsen

Benno ist es jedenfalls, dessen Abbild jene begrüßt, die in den Weinkeller der Sächsischen Winzergenossenschaft hinabsteigen. Behutsam beleuchtet, steht das metallene Relief am Ende des halbdunklen Raumes.

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Quelle: Volkmar Heinz

inem Schriftstück auf?

Benno ist es jedenfalls, dessen Abbild jene begrüßt, die in den Weinkeller der Sächsischen Winzergenossenschaft hinabsteigen. Behutsam beleuchtet, steht das metallene Relief am Ende des halbdunklen Raumes. Sandy Prüger, vor einigen Jahren Sächsische Weinkönigin und heute verantwortlich für die Veranstaltungen der Genossenschaft, schwenkt bereits die Saxecco-Flasche und schenkt ihren Gästen ein. Dem Begrüßungsschluck folgt der erste kurze Film zur Weingeschichte. Nicht auf einem Bildschirm, sondern auf den Steinen des Gewölbes. Das gibt den Szenen etwas Mystisches.

Weiter geht es durch andere Keller, zu anderen Fakten, anderen Filmen, anderen Weingenüssen. Alles informativ, gleichzeitig amüsant. In den hellen Raum mit den heute üblichen Edelstahltanks schauen die Gäste nur durch eine Glastür. Meist führt der Weg vorbei an Holzfässern. Manche noch hell und mit einem Bauch voll Rotem, andere dunkel, mit geschnitzten Ornamenten oder sogar ohne Boden, damit der Besucher hineinblicken und erkennen kann, wie Weinstein aussieht. Gebaut wurden diese Keller in der Mitte des 17. Jahrhunderts für das kurfürstliche Weingut. Seit 1956 bringt die Winzergenossenschaft hier ihre Trauben in die Fässer. Alles ist Teil der WeinErlebnisWelt, in welche die Genossenschaft seit 2008 einlädt und zu der neben den unterirdischen Räumen auch oberirdisch beschauliche Plätzchen gehören.

Der Innenhof mit seinen Arkaden scheint südlichen Gefilden zu entstammen. Für die kühleren Tage hat die Genossenschaft an die Vinothek noch eine Weinstube gebaut. Von da aus schweift der Blick übers Elbtal bis hinüber zur Albrechtsburg. Wer mag, kann sich auch einer Führung in den Zscheilaschen Weinberg anschließen. Der ist vermutlich der älteste in Meißen und lag jahrhundertelang brach. Jetzt hat die Genossenschaft dem steilen Hang mit neuen Trockenmauern wieder Halt gegeben und ihn aufgerebt. Kleine Traminer-Stöcke wachsen ihrer Karriere im Schauweinberg entgegen. „Hier können wir gut erklären, wie viele Handgriffe der Winzer jedem Rebstock widmen muss, ehe er ein paar Trauben ernten kann“, beschreibt Sandy Prüger. Hier lasse sich zudem leicht nachvollziehen, weshalb sächsische Weine nicht zu den billigsten zählen.

Mehr Infos unter www.winzergenossenschaft-meissen.de und www.elbland.de.

Susanne Tennstedt

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