Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Geschacher ums Erzgebirge - neues Monopoly für sächsisches Mittelgebirge

Geschacher ums Erzgebirge - neues Monopoly für sächsisches Mittelgebirge

Monopoly gilt als erfolgreichstes Brettspiel der Welt - mehr als 260 Millionen Mal ging es über den Ladentisch. 2400 Exemplare könnten nun auch im Erzgebirge den Besitzer wechseln, denn ein Chemnitzer Spielwarenhändler hat jetzt eine neue Regionalausgabe des Spiels auf den Markt gebracht.

Voriger Artikel
Dichterfürsten und Erfinder: Die Spuren der Geschichte in Jena
Nächster Artikel
Ausflugstipps für Mitteldeutschland: buntes Programm am ersten Novemberwochenende

Versuchen so viel wie möglich aus dem Erzgebirge herauszuschlagen: die LVZ-Spieletester Laura Becker und Felix Forberg.

Quelle: Andreas Doering

Chemnitz. Ralf Viehweg war am Dienstag in seinem Metier, als er sein Erzgebirgs-Monopoly im Deutschen Spielemuseum in Chemnitz vorstellte. Diese neue Variante des Spieleklassikers sei längst überfällig, sagte der 53-Jährige. Inspiriert wurde der Spielwarenhändler von anderen Regional-Editionen wie der aus Nordrhein-Westfalen. "Was die schaffen, schaffe ich schon lange", davon war er überzeugt, als er sich vor einem Jahr auf die Suche nach etwas Kleingeld machte, um die vom Lizenzgeber vorgeschriebene Mindestabnahmemenge von 1200 Stück zu finanzieren.

Obwohl die Sponsorenakquise zunächst schleppend verlief, fand der 53-Jährige in der Bürgermeisterin von Annaberg-Buchholz, Barbara Klepsch (CDU), die erste wichtige Befürworterin seines Vorhabens. Nach und nach konnte Viehweg mehr als 20 Förderer wie die Volksbank Erzgebirge oder die Stadtwerke Annaberg-Buchholz für sich gewinnen, deren Logos nun auf den Geldscheinen und jeweiligen Spielfeldern abgedruckt sind.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten spricht Ralf Viehweg mittlerweile vom "schönsten Monopoly Deutschlands", in dem der Opernplatz zur Waldbühne Schwarzenberg wurde und Ereigniskarten Vergehen, wie beim Plantschen im Aqua Marien die Zeit vergessen zu haben, mit 15 Monopoly-Dollar ahnden. Damit verspricht dieses Monopoly ein authentisches Spielevergnügen. Wer schon immer einmal das Schwarzenberger Schloss oder den Verein Erzgebirge Aue sein Eigen nennen wollte, der braucht von nun an nur die nötigen Monopoly-Dollar.

Am meisten müssen die Spieler für die Sachsen-Allee hinblättern, das Pendant zur Schlossallee. Ganze 400 Monopoly-Dollar kostet das Chemnitzer Einkaufszentrum. Kein Wunder, befindet sich doch auf der 1000 Quadratmeter großen Fläche auch der Spielwarenladen von Viehweg. Wenn es einen Spieler in die Sachsen-Allee verschlägt, wird er ein ordentliches Sümmchen los - wie im richtigen Leben. Ein Shoppingausflug schlägt mit 50 Monopoly-Dollar zu Buche.

Ein Besuch in Marienberg schont dagegen den Geldbeutel. Läppische 60 Monopoly-Dollar kosten Stopps im Bergmagazin und beim Pferdegöpel, den beiden Highlights der Erzgebirgsstadt. Die Platzierung im niedrigsten Preissegment sei laut Viehweg der Tatsache geschuldet, dass der Marienberger Bürgermeister keine weiteren finanziellen Mittel zur Verfügung stellen konnte. Ursprünglich hätte Annaberg-Buchholz auf den günstigeren Feldern vertreten sein sollen. "Das musste ich allerdings auf Bitten der Oberbürgermeisterin zurücknehmen", so Viehweg.

Um den Gebirgscharakter des Erzgebirges auf dem flachen Spielbrett hervorzuheben, verwandelte Viehweg die vier Bahnhöfe schlichtweg zu Bergen. Die Spieler können den Pöhlberg, den Bärenstein, die Greifensteine und - natürlich - den Fichtelberg zum Einheitspreis von 200 Monopoly-Dollar erklimmen.

Der wahre Erzgebirger kommt bei diesem Monopoly leider nicht gänzlich auf seine Kosten. Vergebens wird er auf dem Brett nach Erzgebirgsmetropolen wie Stollberg, Freiberg oder Olbernhau suchen. Doch auf Kritik ist Viehweg gefasst: "Es liegt daran, dass ich dort keine Sponsoren gefunden habe." Auch die Logos der Förderer sind anfangs ein Dorn im Auge. Doch sind die Spieler erst einmal vom Profitfieber befallen, lässt sich auch darüber hinwegsehen.

Das Spiel gibt es für 39,95 Euro unter www.monopoly-erzgebirge.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.10.2013
Felix Forberg und Laura Becker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Reisenews
  • Regionalverband Thüringer Wald
    Regionalverband Thüringer Wald

    Entdecken Sie Deutschlands ältesten, bekanntesten und beliebtesten Höhenwanderweg, den RENNSTEIG und genießen Sie in unverwechselbarer Natur im Thü... mehr

Leserreisen

Kreuzfahrt in der Karibik, Städtetour durch die Toskana oder Busreisen in Deutschland - die Leserreisen der LVZ bieten für jeden Anspruch genau das Richtige. mehr