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Große Berge unter einem Big Sky - Skifahren in Montana

Tourismus Große Berge unter einem Big Sky - Skifahren in Montana

Big Sky war das größte Skigebiet der USA. Seit diesem Winter ist es nur noch das zweitgrößte. Doch das ist ganz egal. Denn so einsam wie auf den Pisten hier im Süden Montanas ist es kaum irgendwo. Und es gibt richtig zackige Pisten - eher tiefschwarz als schwarz.

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Chet Huntley hat das Resort Big Sky aus der Taufe gehoben. Später wurde es an andere Investoren verkauft, die kräftig ausbauten. Heute ist Big Sky das zweitgrößte Skigebiet der USA.

Quelle: Big Sky Resort

Big Sky. Big Sky heißt das Skigebiet hier, wobei Big Mountain passender wäre. Über 23 Quadratkilometer Schneespielplatz verteilen sich auf vier miteinander verbundenen Gipfeln. Es gibt mehr als 300 Abfahrten und 34 Lifte. Das Skigebiet in Montanas Südwesten ist das zweitgrößte der USA.

In dieser Saison hat das Park City Mountain Resort in Utah Big Sky erstmals an Größe übertrumpft. Gäbe es aber einen Preis für die Pistenfläche pro Kopf, wäre Big Sky wohl immer noch Sieger. Fernab von Millionen-Metropolen und touristischen Trampelpfaden hat hier jeder Wintersportler durchschnittlich zwei Football-Spielfelder für sich - so rechnet es die PR-Abteilung vor.

Gründer, Pistenpate und Lokalpatriot Chet Huntley war Medienprofi. Der in den 50er Jahren bekannte NBC-Nachrichtensprecher erholte sich auf den Ranches in der Gegend, kaufte sich 1969 selber eine - und eröffnete 1973 seinen Retortentraum. Lange Spaß hatte er daran nicht. Bald nach Huntleys Tod 1974 bekamen auch die Investoren kalte Füße und verscherbelten den Urlaubsort an den Resortriesen Boyne.

2013 wurde das benachbarte Moonlight-Skigebiet geschluckt. Big Sky bekam die steile Nordwand dazu, vom Hauptberg Lone Peak mit den schwierigen Felsscharten der Stillwater Bowl. So wurde Big Sky größer als Colorados werbestarke Winterpromis Aspen und Vail.

Das Terrain ist vielfältig, wild und überwiegend anspruchsvoll. Nur 15 Prozent der Pisten sind als leicht markiert. Anteilig klingt das wenig. Absolut sind das immerhin vier Dutzend Abfahrten. Die letzten mittelschweren blauen Pisten klammern sich an die Baumgrenze. Darüber ist alles schwarz, tiefschwarz. Enge Steilrinnen, scharfkantige Klippen: So sieht ein Nirwana für Freestyle-Fahrer aus.

Nur Vorsicht vor dem Höhenrausch: Selbst erfahrene Einheimische wie Dobe haben sich auf den Hängen von Lone Mountain schon den Hals gebrochen. Dobe war ein Bergziegen-Baby und hängt jetzt glasäugig und ausgestopft in der Hütte der Skiwacht - als Warnung vor falschem Ehrgeiz. Bei Mike Russell und seinen Jungs müssen sich selbst Pulverschnee-Profis artig abmelden, bevor sie sich zur wildesten Vertikalen wagen, dem Big Couloir.

Anfänger gondeln lieber wieder mit der Seilbahn herunter und schnallen bis zur leichten Lower-Morningstar-Abfahrt besser ganz die Skier ab. Denn für die fabelhafte Fernsicht lohnt sich das Stapfen. Der Himmel liegt hoch und weit über einem. Big Sky passt also doch!

dpa

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