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Im 20-Minuten-Takt durchs Schloss

Im 20-Minuten-Takt durchs Schloss

Eine Synthese zwischen historischer Authentizität, moderner Ausstattung und Nutzung für den Sitz der Geiger Edelmetalle GmbH ist es heute.  Gold, Silber, Platin und Palladium werden hier als Kapitalanlage gehandelt und an private und institutionelle Anleger vertrieben.

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Teilnehmer einer Führung am letzten Aprilwochenende.

Quelle: André Kempner

Güldengossa. Nicht als  Geschäftsleute, sondern als Schlossbesitzer, führten gestern Adalbert und Irene Geiger durch ihr Anwesen. Das Wichtigste bei einem echten  Schloss, der Schatz, führt jedoch wieder zum Unternehmen zurück: Im Tresorraum lagern unter anderem mehrere Goldbarren. Ob denn hier –  außer dem Gold und den anderen Metallen – noch alles echt sei, wollen die Besucher in den einzelnen Zimmern wissen. „Kaum“, so die Schlossherren. Zwar wandele man beispielsweise im Erdgeschoss noch auf altem Parkettboden, dieser sei aber aus dem ganzen Schloss  zusammengetragen worden und hätte nur für diese Etage gereicht. „Barock ist der aber auch nicht. So ein Boden hält 300 Jahre dann doch  nicht aus“, sagt Irene Geiger.

Überhaupt hätte hier jeder Inhaber seinen Stempel hinterlassen. Vom Rittergut, über eine etwas prächtigere  Inszenierung unter dem Leipziger Kaufmann Johann Ernst Kregel von Sternbach, bis zum Lazarett in der Völkerschlacht,  Gewerkschaftsschule und Lehrlingswohnheim, habe das alte Gemäuer schon dienen müssen, erzählt Irene Geiger und zeigt in einer Art  Arbeitsraum eine eiserne Kugel – ein Überbleibsel von 1813, das der Gärtner im Park gefunden habe. Und weiter geht es im nächsten Raum,  immer den roten Teppich entlang, der sich über alle Stufen zieht. Zwar ist die heutige Ausstattung mit edlen Tapeten und Deckenbemalung prächtig in Szene gerückt, „bis auf ein Möbelstück, eine eingebaute Bank, die aber auch nicht aus dem Barock stammt, ist nichts an  Ausstattung erhalten geblieben“, sagt Irene Geiger. Bei den Tapeten habe man sich an Vorlagen aus der Epoche orientiert, die  Deckenbemalung beispielsweise, hätten aber Künstler aus Italien angefertigt und nichts mit den eher dezenten Mustern von damals zu tun.  Dafür wachen jetzt Engel über denjenigen, die sich im  Trauungszimmer das Ja-Wort geben können. Drei bis vier Paare pro Woche würden sich von Frühjahr bis Herbst hier das Eheversprechen  geben. „Es ehrt uns, dass der Andrang so groß ist“, sagen die Schlossherren. Und dafür sprach gestern auch die lange Schlange vor den  Eingangstüren.

Magdalena Fröhlich

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