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Lagovida mit Minister eröffnet - und "Bella Gruna" hüpft ins Wasser

Lagovida mit Minister eröffnet - und "Bella Gruna" hüpft ins Wasser

Großpösna. Ende April war "die Wanne voll", Ende Mai begann das Probewohnen, Anfang Juni schaute Ministerpräsident Stanislaw Tillich vorbei, am Freitag war nun nach nur 14 Monaten Bauzeit die feierliche Eröffnung des neuen Ferienresorts Lagovida am Störmthaler See.

Rund 120 geladene Gäste, Häppchen, Grußworte, Dankeschöns, sanfte Wellen, sanfte Musik - den Sonnenschein mit Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) an der Spitze störte einzig Landrat Gerhard Gey (CDU) mit einem Wunsch an die Landesregierung.

Er bat Morlok, dass der Freistaat die jetzige Übergangssituation beim Eigentum der Seen beende und als zukünftiger Besitzer zumindest "bis zu einem gewissen Grad" schon die Verantwortung übernehme. Die Gemeinde Großpösna habe bewiesen, dass dies gehe. Es müsse darum gehen, Verantwortung und Zuständigkeiten an den Seen auf ein besseres Niveau zu heben, forderte der Landrat.

Wie berichtet, hatten Lagovida und auch die Freigabe des Gewässers bis kurz vor Eröffnung darunter gelitten, dass die Tagebausanierer der LMBV am See das Sagen haben, ihre Auflagen des Bergrechts aber die touristische Nutzung erschweren.

Gestern schien trotzdem die Sonne über Lagovida. Minister Morlok freute sich über das Erreichte, lobte das Engagement der Investoren. Er sei sich sicher, dass dies zu einer Initialzündung auch bei anderen führe.

Großpösnas Bürgermeisterin Gabriela Lantzsch (parteilos) erinnerte an den mühseligen Weg zum Projekt, die vielen Zweifler, die höchst engagierte Bauzeit von nur 14 Monaten und dankte den "sehr zuverlässigen" Planern Andreas Hipp und Rüdiger Renno. Dadurch sei Vertrauen erwachsen, der Erfolg möglich geworden. In Richtung Morlok kündigte sie zum Jahresende die nächsten Fördergeld-Anträge zur weiteren Erschließung der Magdeborner Halbinsel an. Wie berichtet, hatte ihr Gemeinderat erst unlängst dafür die Weichen gestellt, plant mit Investoren dort Gastronomie, Bootswerft, Tauchbasis, Camping- und Parkplätze. Lantzsch übergab den Lagovida-Betreibern ein Tourismus-Hinweisschild, das nun von der alten F95 zum Ferienresort leiten soll.

Die Gemeinde habe angesichts des neuen Sees und der Anlage zudem erstmals ein Kunstwerk gekauft. Zusammen mit dem Künstler Jürgen Raiber aus Mölbis enthüllte sie die Bronzefigur "Bella Gruna" am Aussichtspunkt des Resorts, das bekanntlich auf der alten Ortslage Gruna liegt. Sie habe im Übrigen für die Wasserspringerin mit Stöckelschuhen nicht Modell gestanden, schmunzelte sie gleich.

Glückwünsche aus Sachsen-Anhalt gab es auch von Landrat Harri Reiche aus dem Burgenlandkreis. Grund ist zum Einen die gemeinsame touristische Entwicklung der Seen - und die Firma Naumburger Bauunion, die den Großteil der Anlage baute. "Die Wertschöpfung bleibt in der Region", freute sich Reiche.

Bis zuletzt hatte das Team von Lagovida an der Fertigstellung gearbeitet. Moderator Helge-Heinz Heinker berichtete, er habe vorige Woche mal 82 Transporter von Handwerksfirmen auf dem Gelände gezählt. Architekt Rüdiger Renno dankte all den fleißigen Helfern, die buchstäblich bis zuletzt daran gearbeitet hatten, übergab das Objekt an das Team um Geschäftsführer René Stolle. Laut Wirtschaftsministerium wurden insgesamt 13,6 Millionen Euro investiert, 4,6 Millionen davon flossen als Fördergeld.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.06.2014

Jörg ter Vehn

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