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Neue Dauerschau zu 220 Jahren sächsischer Industriegeschichte

Chemnitz Neue Dauerschau zu 220 Jahren sächsischer Industriegeschichte

Nach fast einjähriger Pause öffnet Ende der Woche das Industriemuseum in Chemnitz mit einer neuen Dauerschau zu Sachsens Industriegeschichte. 

Nach fast einjähriger Pause öffnet Ende der Woche das Industriemuseum in Chemnitz mit einer neuen Dauerschau zu Sachsens Industriegeschichte. 

Quelle: dpa

Chemnitz. Nach fast einjähriger Pause öffnet Ende der Woche das Industriemuseum in Chemnitz mit einer neuen Dauerschau zu Sachsens Industriegeschichte. Unter dem Titel „Industrie im Wandel erleben!“ werden in mehr als 500 Exponaten auf etwa 3600 Quadratmetern Fläche rund 220 Jahre Industrie sowie rund 850 Jahre Bergbaugeschichte dargestellt. Dabei geht nicht nur um Technik, sondern auch um die Auswirkungen des industriellen Wandels auf den Alltag der Menschen. Die Ausstellung im etwa 100-jährigen Gebäude einer ehemaligen Gießerei wurde seit Juli 2014 für rund 2 Millionen Euro überarbeitet.

Die offizielle Eröffnung ist am 11. Juni. Für Besucher ist die Schau ab 13. Juni offen. In den elf thematischen Bereichen der Ausstellung wird die Industrie- und Sozialgeschichte Sachsens von etwa 1800 bis zur Gegenwart abgehandelt. Es wird von einst bekannten Firmen, Erfindern und Unternehmern erzählt. Dazu gehören der Ingenieur und Gründer der einstigen Automobil- und Motorradmarke DKW, Jorge Skafte Rasmussen (1878-1964), oder die Erfinderin der Kaffee-Filtertüte, Melitta Benz (1873-1950), aus Dresden.  Erinnert wird aber auch an den Schwarzenberger Fabrikanten von Trommelwaschmaschinen, Karl Louis Krauss (1862-1927), oder Heinrich Mauersberger (1909-1982), den Erfinder des Nähwirkverfahrens Malimo.

Spezielle Bereiche sind neben dem Bergbau dem Maschinenbau sowie der Gießerei- und der Textilindustrie gewidmet.  Daneben werden hochmoderne, computergesteuerte Maschinen oder ein Schweißroboter praktisch vorgeführt, ein in Leipzig hergestelltes, modernes Elektroauto ist zu sehen. „Die Ausstellung schlägt den Bogen bis in die Gegenwart“, sagte Sammlungsleiter Achim Dresler. Im Vergleich zur Vorgänger-Dauerausstellung verzichtet die neue auf einen gesonderten DDR-Bereich. Sichtbarer Höhepunkt der Schau ist das „Silberne Band der sächsischen Industriegeschichte“ - ein gezacktes, langes Metallpodium wie ein Blitz mitten im Raum. Auf ihm werden  wie auf einem Laufsteg besonders wichtige sächsische Industrieprodukte präsentiert wie Autos, Zweiräder, Textilien oder Büromaschinen. Eine Sammlung von DKW-Autos ist die Schenkung eines Rasmussen-Enkels. Eigentlich sollte die Schau schon ab Ende Februar zu sehen sein. Bei den Bauarbeiten hatte es jedoch einen Verzug von rund vier Monaten gegeben. In den vergangenen Tagen hatten die Arbeiter noch am Fußboden gewerkelt. Das letzte Exponat - ein Rennwagen von Studenten der Hochschule Mittweida - wird Dienstag angeliefert. Das Chemnitzer Haus ist Leitmuseum des Zweckverbandes Sächsisches Industriemuseum. Zu dem Verband gehören außerdem die ehemalige Tuchfabrik Gebr. Pfau in Crimmitschau in Westsachsen, die Zinngrube in Ehrenfriedersdorf im Erzgebirge sowie die Energiefabrik in Knappenrode bei Hoyerswerda in Ostsachsen.

dpa

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