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Rätsel um ehrwürdiges Wappen gelöst: Festung Königstein präsentiert restauriertes Wahrzeichen

Rätsel um ehrwürdiges Wappen gelöst: Festung Königstein präsentiert restauriertes Wahrzeichen

Ab sofort gibt es im Alten Zeughaus ein imposantes Ausstellungsstück mehr − ein barockes Sandsteinwappen. Wie die Festung Königstein am Dienstag mitteilte, stand das Wappen mehr als 120 Jahre an der Ringmauer der Festung Königstein und war stark verwittert.

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Gegen die Pläne, im Elbsandsteingebirge einen Klettergarten mit mehr als 120 Routen einzurichten, regt sich Protest.

Quelle: Volkmar Heinz

Es handelt sich um ein kurfürstlich-sächsisches, königlich-polnisches Wappen, dessen Herkunft und Alter jedoch bis 2009 unbekannt waren.

Erst nach intensiven Recherchen fand Andrej Pawluschkow im Planarchiv des Landesamtes für Denkmalpflege eine alte Tuschezeichnung, die eine Vorlage für dieses Kunstwerk zeigt. Durch Vergleiche und weitere Nachforschungen in historischen Dokumenten stellte der wissenschaftliche Mitarbeiter fest, dass das Wappen zur Fassadengestaltung einer ehemaligen Kaserne gehörte. Diese ließ der Architekt Jean den Bodt 1735 für die Festungssoldaten errichten.

Laut Tuschezeichnung wurde der Wappenstein selbst 1737 gefertigt. Er ist ein Herrschaftszeichen aus der Regierungszeit des Sohnes Augusts des Starken Friedrich August II. (1696-1763), der wie sein Vater ebenfalls König in Polen war. Der litauische Reiter und der polnische Königsadler sind mit dem kleineren, in der Mitte aufgesetzten kursächsischen Wappen vereint. Das weist auf die damalige Personalunion von Polen und Sachsen hin. Die Bezeichnung „imposant“ bezieht sich auch auf die Größe des Wappens, die 2,40 Meter misst.

Nach 1880 wurde die barocke Kaserne im Zusammenhang mit der Entwicklung der Kriegstechnik abgerissen. Es entstand ein damals modernes Munitionsladesystem mit der dazugehörigen Geschützbatterie. Das Wappen ist also das einzig noch erhaltene Relikt dieses Gebäudes.

Zwei Jahre lang wurde das Kunstwerk in der Werkstatt  von Dana Krause und Christoph Hein in Dresden restauriert und ist ab sofort im Alten Zeughaus zu besichtigen. Das kunsthistorisch wertvolle Wappen fügt sich thematisch in die dortige Ausstellung des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr Dresden „Zeug − Zeughaus − Arsenal“ ein. Die Ausstellung ist täglich geöffnet.

Quelle: PM

cha

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