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Sachsens Jugendherbergen erfreuen sich großer Beliebtheit – Übernachtungen steigen an

Sachsens Jugendherbergen erfreuen sich großer Beliebtheit – Übernachtungen steigen an

Lagerfeuer, Budenbauen, Übernachten im Indianerzelt - Jugendherbergen bieten längst mehr als nur Bett und Frühstück und stehen in Sachsen hoch im Kurs. Die Übernachtungszahlen steigen, die Ansprüche der Gäste aber auch.

Dresden. Sachsens Jugendherbergen haben im vergangenen Jahr eine neue Bestmarke aufgestellt: Sie zählten rund 363 000 Übernachtungen - 21 000 mehr als im Jahr zuvor und damit ein Plus von sechs Prozent. „Das ist außergewöhnlich viel, selbst im bundesweiten Vergleich liegen wir mit ganz vorn“, sagte Thomas Müller, Vorsitzender des Landesverbandes des Deutschen Jugendherbergswerkes, der Nachrichtenagentur dpa.

Zum einen habe die im vergangenen Jahr eröffnete Jugendherberge in Görlitz für einen Zuwachs gesorgt, zum anderen sei es aber auch in den anderen 24 Häusern gut gelaufen. „Wir haben unsere Leistungen und Programme stetig ausgebaut, das wissen die Gäste zu schätzen“, sagte Müller. Zwar finanzierten sich die Herbergen immer noch zu 90 Prozent durch Übernachtung und Verpflegung, der Anteil von speziellen Winter- und Sommerprogrammen, Workshops, Camps oder geführten Ausflügen wachse aber stetig.

Mittlerweile hat nahezu jedes Haus ein eigenes Profil - von der Familien-, über die Umwelt- bis hin zur Kultur-Jugendherberge. Seit Ende 2011 gibt es auch eine Sportjugendherberge in Hormersdorf bei Chemnitz. Dort können sich Kinder und Jugendliche mit GPS-Geräten auf Schatzsuche begeben, ihr eigenes Floß bauen oder Karate trainieren. Auch zu Ostern gibt es in den Jugendherbergen 14 verschiedene Programme wie etwa Übernachtung mit Osterfeuer, Eierschieben oder Osterschatzsuche.

Den größten Zuwachs verbuchten die Herbergen bei Familien, die Zahl der Übernachtungen stieg in diesem Segment binnen Jahresfrist von 60 000 auf 69 000. „Der Trend hält an“, sagte Müller. Sieben Häuser weisen sich mittlerweile als spezielle Familienherbergen aus. Auch immer mehr Studenten entscheiden sich bei Urlaubsreisen für eine Jugendherberge: 2011 zählten die Häuser 28 000 Übernachtungen - 5000 mehr als im Jahr zuvor. Mit 103 000 Übernachtungen machen allerdings Schüler nach wie vor den größten Teil der Gäste aus.

Der Preis für eine Übernachtung mit Frühstück liegt zwischen 15 und 21 Euro, die Verpflegungspauschale wurde in diesem Jahr von 4,75 auf 5 Euro erhöht. Mittlerweile gibt es in nahezu jedem Zimmer eine eigene Dusche und Toilette. „Anders geht es nicht, die Ansprüche der Gäste steigen“, erklärte Müller. Dennoch soll eine Jugendherberge kein Hotel sein, Fernseher und Minibar fehlen, auch das Doppelstockbett bleibt. „Da bleiben wir bei unseren Leisten.“

Der Verbandschef zeigte sich optimistisch, dass die Jugendherbergen auch in diesem Jahr Zulauf verbuchen - zumal im Juni ein neues Haus in Chemnitz mit insgesamt 131 Betten und ganz besonderem Industriecharme eröffnet. Insgesamt stehen in den sächsischen Jugendherbergen rund 3400 Betten.

dpa

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