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Thüringens Denkmäler öffnen ihre Türen

Tag des offenen Denkmals Thüringens Denkmäler öffnen ihre Türen

Thüringens Landeskonservator Holger Reinhardt hat an die Landesregierung appelliert, auch künftig beim Erhalt historischer Denkmäler keine Abstriche zu machen.

Quelle: Archiv

Erfurt. Thüringens Landeskonservator Holger Reinhardt hat an die Landesregierung appelliert, auch künftig beim Erhalt historischer Denkmäler keine Abstriche zu machen. Knapp vier Millionen Euro stecke das Land in diesem Jahr in die Baudenkmalpflege, sagte Reinhardt zum bundesweiten Tag des offenen Denkmals am Sonntag. Pro Kopf gerechnet seien das 2,50 Euro. „Das ist bemerkenswert. Andere Bundesländer beneiden uns darum“, erklärte Reinhardt.

Dennoch reiche die Summe angesichts vieler Bauten nicht aus. Deshalb müssten bei Sanierung und Erhalt von Denkmälern Prioritäten gesetzt werden. Ohne privates Engagement hätten in den vergangenen Jahren nicht diese Erfolge erzielt werden können, ist Reinhardt überzeugt. Allerdings seien weiterhin große Anstrengungen beim Erhalt historischer Stätten notwendig. Landesweit gibt etwa 30 000 Denkmale. Sie sollen mit dem Denkmaltag in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt unter dem Motto „Handwerk, Technik, Industrie“ auf der Industriekultur. 700 Einrichtungen beteiligten sich und damit 50 mehr als im vergangenen Jahr. Besucherzahlen werden zwar nicht erfasst. Das Landesamt für Denkmalpflege ging aber davon aus, dass mehrere Hunderttausend Menschen Ausflüge in Burgen, Schlösser und Kirchen unternahmen. „Die Resonanz ist großartig, egal welches Thema“, berichtete die stellvertretende Landeskonservatorin Sabine Ortmann, die sich am Sonntag in Gotha umgeschaut hatte.

Der Denkmaltag sei eine gute Gelegenheit, Denkmäler zu besuchen, die sonst verschlossen seien. So standen auch die Türen alter Handwerkshäuser, Fördertürme, Manufakturen, historischer Fabrikhallen und von Wind- und Wassermühlen für Besucher offen. An dem Denkmaltag beteiligten sich unter anderen die 1882 gegründete Zuckerfabrik in Oldisleben (Kyffhäuserkreis), die ehemalige Ziegelei in Gotha, das Dampflokwerk in Meiningen oder die Schraubenfabrik in Saalfeld. Bereits am Samstag wurde der Förderpreis für Denkmalpflege an den ehemaligen Milchhof in Arnstadt vergeben. Die Auszeichnung ist mit 30 000 Euro dotiert. Das Gebäude sei Teil des wertvollen Bauhauserbes, begründete der Förderverein Denkmalpflege seine Entscheidung. Derzeit liefen die Planungen für die Umnutzung des Gebäudes, hieß es. So sollen dort etwa Büros und Tagungsräume entstehen, aber auch Appartements und Ateliers für Künstler.

dpa

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