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Touristik-Noten: Dresden vor London und Paris

Touristik-Noten: Dresden vor London und Paris

Bestnoten für Dresden: Sachsens Landeshauptstadt kommt beim Hotelvergleichsportal Trivago spitzenmäßig weg. Keine Stadt hat dort so viele gute Gästebewertungen bekommen wie Dresden - gefolgt von Vietnams Hauptstadt Hanoi und Portland, der Bankenmetropole im US-Bundesstaat Oregon.

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Hier fühlen sich Touristen wohl: Der Schlossplatz in Dresden gehört zu den Anziehungspunkten der Stadt.

Quelle: dapd

Dresden. London und Paris rangieren weit dahinter. Den Preis von Trivago holte sich Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz bereits am Mittwoch auf der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin ab. Dazu gab es noch einen Preis für den besten Tourist-Service.

Da frohlockt die Touristiker-Szene im Freistaat. Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) spricht von einem "einzigartigen Feeling", das in Sachsen auf Besucher überspringt. Marco Bensen vom Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Dresden verkündete: "Jeder sollte einmal in seinem Leben Dresden besucht haben!" In der Tat sehen die Zahlen gut aus. Sachsen hatte im vergangenen Jahr erstmals mehr als sieben Millionen Gäste. Mehr als vier Millionen übernachteten 2012 in Dresden - fast eine Viertelmillion mehr als 2011. Die allermeisten Gäste waren Deutsche, ansonsten fanden laut Dehoga viele Schweizer, US-Amerikaner und Österreicher den Weg ins Florenz an der Elbe. Überhaupt fanden die rund 18 Millionen Übernachtungen im vergangenen Jahr zur Hälfte in Dresden und Leipzig statt. Das ist die Krux beim Tourismus in Sachsen: Nach den Metropolen kommt lange nichts. Sachsen ist Reiseziel für Kurzurlauber und Städtetouristen. Aber nur die wenigsten Auslands-Gäste kommen über die beiden Leuchttürme hinaus. Zwar wird auch das platte Land beliebter, "die Zuwächse waren jedoch unterdurchschnittlich", stellt der Freistaat in der 2011 beschlossenen Tourismusstrategie 2020 fest.

Das zu ändern, braucht langen Atem. Letztendlich will Sachsen einen Schwarzwald, einen Harz und eine Mecklenburgische Seenplatte. Eben griffige Reiseziele, mit denen jeder Urlaubsbucher etwas anfangen kann.

Destinationen, die für ein bestimmtes Urlaubsgefühl und für ein entsprechendes Angebot stehen. Da verkauft sich eine Marke Lausitz besser als zwei Marken Niederlausitz und Oberlausitz. Jedoch sind auf dem Weg zu einer schlagkräftigen Destination auch lokale Egoismen im Spiel, die schon bei der Frage nach dem richtigen Namen nicht alle auf ihre Kosten kommen können. Der Freistaat hat sich da rausgehalten und in der Tourismusstrategie die Landkreise und lokalen Verbände mit der Destinationsfindung betraut - und nur Kriterien aufgestellt: mindestens eine Million Übernachtungsgäste jährlich, mindestens 10 Millionen Tagesgäste, 10000 Betten und ein ordentlicher Bekanntheitsgrad.

Geschafft ist das noch nicht, dennoch sieht Minister Morlok die "ersten Früchte" der Neuausrichtung der Tourismuswirtschaft.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.03.2013

Christine Keilholz

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