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Wandermagazin zeichnet "Deutschlands Schönste Wanderwege 2011" aus

Wandermagazin zeichnet "Deutschlands Schönste Wanderwege 2011" aus

Seit 2006 kürt die Fachzeitschrift Wandermagazin jährlich "Deutschlands Schönste Wanderwege“ in den Kategorien Touren (Tagestouren) und Routen (Weitwanderwege).

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Der Schluchtensteig ist Gewinnerroute 2011 - Doch Achtung, Wanderungen auf dem Schluchtensteig sind kein Sonntagsspaziergang, Orientierung ist deshalb genauso wichtig wie Kondition. (Bild: Meier/dpa/tmn)

Quelle: dpa

Niederkassel. Am 3. September wurden die Gewinnerwanderwege 2011 während der Wander- und Trekkingmesse TourNatur in Düsseldorf ausgezeichnet: In der Kategorie Routen schaffte es der "

Schluchtensteig

" im Naturpark Südschwarzwald auf Platz eins, bei den Touren der Traumpfad

Monrealer Ritterschlag

.

Auf Platz 2 und 3 in der Kategorie Routen befinden sich in diesem Jahr der Steigerwald-Panoramaweg und der Soonwaldsteig. Bei den Touren schaffte es der Traufgang Zollernburg-Panorama auf Platz 2, die Traumschleife Baybachklamm kam auf den dritten Platz. Die Auszeichnung der Wege erfolgte Anfang September während der Wander- und Trekkingmesse TourNatur in Düsseldorf. Überreicht wurden die Urkunden vom bekannten Wanderautor Manuel Andrack sowie von Lukas Meindl, Chef von Meindl Shoes, Kirchanschöring.

Routen Platz 1: Schluchtensteig

Der 119 km lange Schluchtensteig Schwarzwald, als "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" vom Deutschen Wanderverband zertifiziert (Wiederholungszertifizierung in 2011), ist das Wanderabenteuer des Jahres schlechthin. Wer würde im Hochschwarzwald eine von wilden Achen durchfurchte Canyonlandschaft vermuten? Wutach, Gutach, Haslach und Wehra geben das Thema vor. Sie überzeugen den perplexen Wandergast mit bizarren Klammen, steilen Schluchtpassagen, beschaulichen Stegen, himmelhohen Treppen und den Kaskaden der Schwarzwaldflüsse. Dazwischen Felsen, Kanzeln, Aussichtstürme, der Dom zu St. Blasien, die Hochmoore bei Dachsberg und Ibach im Hotzenwald, der sehenswerte Wallfahrtsort Todtmoos und immer wieder Wasser. Mal schäumend wie die Wutach, mal still wie der Schluchsee, dann wieder munter über Stock und Stein hüpfend wie der Windbach oder still und schwarz glucksend wie die Hochmoore in der Höhe.

So viel Abwechslung ist selten. Mal der Blick auf den Feldberg, mal das Alpenpanorama zum Greifen nahe. Mal die gewaltige Kuppel der Abteikirche in St. Blasien, mal die Wald- und Wieseninseln im Rotwildrevier von Muchenland. Genial ist die Mobilität auf allen Etappen. Mit den Bussen der Region (mit KONUS-Karte auch kostenlos nutzbar) lässt sich der Schluchtensteig auch etappenweise, in Tagestouren, nutzen. Gratulation!

Routen Platz 2: Steigerwald-Panoramaweg

Er ist 160 km lang und startet wahlweise in Bad Windsheim oder in Bamberg. Vorbei an den Westhängen des Steigerwaldes, die sich gut 200 m aus dem fränkischen Weinland erheben. Hier gedeiht ein edler Wein, es ist die Heimat des Bocksbeutels. Über malerischen Weinorten krönen Burgen, Schlösser und Ruinen die Berge. Einladende Aussichtspunkte bieten weite Blicke. Als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland vom Deutschen Wanderverband zertifiziert, bietet der Fernwanderweg viel Abwechslung. Der Weg, der bequem in neun Etappen absolviert werden kann, führt mit Zu- und Abgängen von Bahnhof zu Bahnhof. Von den vielen historischen Sehenswürdigkeiten sind das Freilandmuseum in Bad Windsheim, die Altstadt von Iphofen und das ehrwürdige Ebrach mit seinem Zisterzienserkloster besonders zu erwähnen. Im nördlichsten Teil des Steigerwalds schwenkt die Route nach Osten und verläuft hoch über dem Maintal bis vor die Tore Bambergs, der prächtigen

Weltkulturerbestadt, mit ihrem großartigen Kaiserdom, der sehenswerten Altstadt und den süffigen Bieren.

Routen Platz 3: Soonwaldsteig

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Auf Schloss Wartenstein können sich Besucher über den Naturpark informieren - und ein wenig ausruhen. (Bild: Naturpark Soonwald-Nahe/dpa/tmn)

Quelle: dpa

Er ist 86 km lang, nutzt über weite Strecken den Naturpark Soonwald-Nahe im Dreieck zwischen Rheintal bei Bingen und Nahe – und er hat es in sich. Der Soonwaldsteig ist wild, einsam und sensationell abwechslungsreich. Der allmähliche Abstieg aus dem Binger Wald hinunter nach Bingen im Rheintal gehört zum eindruckvollsten, was ein Genusswanderer erleben kann. Die Keltensiedlung in Bundenbach, die gewaltige Schmidtburg im verkehrsfreien Hahnenbachtal, die Schiefergrube Herrenberg –  bereits die erste Tagesetappe ist gespickt mit Höhepunkten. Der Lützelsoon mit Teufelsfels und Blickenstein, das Durchbruchstal des Simmerbaches, dann der Große Soon mit dem Turm auf dem Koppenstein, Glashütter Wiesen, Hochsteinchen und weiter über den Salzkopf zum Jägerhaus, das Morgenbachtal und mit Blick auf den Rhein hinunter nach Bingen – ein Treck in die Einsamkeit, mitten in Deutschland. Kein Wunder also, dass der Soonwaldsteig die hohen Hürden des Deutschen Wanderinstitutes als Fernwanderweg mit Prädikat gemeistert hat und daher zu den Premiumwanderwegen zählt.

Touren Platz 1: Traumpfad Monrealer Ritterschlag

Der Monrealer Ritterschlag ist ebenfalls ein vom Deutschen Wanderinstitut zertifizierter Premiumwanderweg. Er gehört zu den Traumpfaden der Region Rhein-Mosel-Eifel an der Schnittstelle von Mosel- und Rheintal bei Koblenz. Der Einstieg kann mit der Bahn erfolgen, die Rundtour ist 13,7 km lang und schlägt einen ansehnlichen Bogen durch Elzbach- und Thürelztal um das mittelalterliche Ensemble des kleinen Monreal. Herrliche Raumerlebnisse aus der Höhe, der Gang durch einen Hohlweg, die Querung des Prallhanges, der Einzug in Monreal, der Aufgang zur Löwenburg, der Wahnsinnsblick vom Bergfried, der Rückblick auf das Burgenensemble – eine wundervolle Tagestour mit exakt dem Stoff, der Familien glücklich machen wird. Landschaft zum Träumen, Geschichten zum Erleben und Begehen und ein erfüllter Tag für alle.

Touren Platz 2: Zollernburg-Panorama

Seit 2010 gibt es auch auf der Schwäbischen Alb die ersten Premiumwanderwege: die sieben als Tagesrundtouren angelegten Traufgänge der Region Albstadt (Zollernalb). Das Zollernburg-Panorama ist einer dieser Wege. Für die 15,6 km lange Runde sollte man gut sechs Stunden Gehzeit einkalkulieren. Atemberaubende Panoramablicke, Kathedralen aus Bäumen, urwüchsige Schluchten, alte Traditionen am Wegesrand und eine über Land und Leuten förmlich schwebende märchenhafte Burg Hohenzollern lassen diese Tour zu einem garantiert unvergesslichen Erlebnis werden. Die Wegeführung am und auf dem Albtrauf mit steilen Abbrüchen entlang bietet den Stoff einer wundervollen Wegedramaturgie. Wer dann die "Vorhang auf – Burg zum Greifen nahe"-Stelle am Zeller Horn mit einem unglaublichen Blick auf die Zollernburg erreicht, wird endgültig zum

Traufgänger. Faszinierend und mit allen Schönheiten der Schwäbischen Alb ausgestattet.

Touren Platz 3: Traumschleife Baybachklamm

Die Baybachklamm ist einer jener Wege, die einfach überraschend sind. Wer würde im Hunsrück eine fast schon alpin anmutende Wanderrunde vermuten? Der vom Deutschen Wanderinstitut zertifizierte Premiumwanderweg nutzt die enorme Reliefenergie des unscheinbaren, nur 23 km langen Baybachtales auf seinem kurzen Weg zur Mosel. Die einst bedeutende Burg Waldeck liegt unweit des Weges und die Schmausemühle (Einkehr!) liegt nahezu idealtypisch im wildromantischen Baybachtal in der Mitte der 11,5 km langen Rundtour. Seilgesicherte Klettereinlagen der leichteren Art, schmale Pfade und der extrem hohe Anteil naturbelassener Pfade machen den Weg zu einem echten Wanderschmankerl. Er fordert allerdings und man sollte ihn vorzugsweise bei trockenem Wetter und nicht bei Schnee und Eis unter die Füße nehmen. Die Baybachklamm

gehört zum Traumschleifenkonzept der Bundesländer Saarland (Landkreise Merzig-Wadern, St. Wendel und Saarlouis) und Rheinland-Pfalz (Obermosel, Hunsrück, Naheland).

Insgesamt wurden für die Wahl zu "Deutschlands Schönste Wanderwege 2011" 21 Routen und 31 Touren nominiert. Die Nominierungen konnten von jedermann – außer von Mitarbeitern des Wandermagazins sowie den Jury-Mitgliedern – vorgenommen werden. Ab sofort kann über die

Schönsten Wanderwege Deutschlands 2012

abgestimmt werden auf www.wandermagazin.de. Auf der Homepage des Magazins können sich alle Interessierten auch über die Gewinner von 2006 bis 2010 informieren.

Quelle: www.wandermagazin.de

cha

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