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Weihnachten im Familien-Urlaub

Nix wie weg Weihnachten im Familien-Urlaub

Weiße Weihnacht und stille Nacht unterm Christbaum? Manche sagen da: Nein, danke! Immer mehr Menschen entfliehen dem Feiertagsstress und fahren stattdessen in den Urlaub. Das bietet sich an, denn sowohl Kinder als auch Eltern haben zwischen den Jahren oftmals frei. 

Weihnachten am Strand? Für viele eine echte Alternative. Mit ein wenig Überzeugungsarbeit und einer klugen Wahl des Urlaubsziels sind auch die Kinder mit von der Partie.

Quelle: fotolia.de ©bondarillia

Weihnachten rückt immer näher – bald sind alle unterm Christbaum versammelt und die ganze Familie schmaust gemeinsam Gänsebraten. Aber nicht bei jedem ist das Anlass zur Freude. Die gesammelte Familie mit Onkeln und Tanten, Konkurrenzkampf der Großeltern oder auch der Gedanke daran, die ganze Mannschaft bekochen zu müssen, lassen den einen oder anderen von weißem Strand statt weißer Weihnacht träumen, weil nur ein Gedanke bleibt: Nichts wie weg!

Tatsächlich fahren knapp ein Drittel der Deutschen in den Weihnachtsurlaub. Dafür gibt es natürlich auch praktische Gründe, schließlich haben die Kinder Schulferien. Zeitgleich machen viele Betriebe über Weihnachten und Silvester zu, so dass die Eltern ohnehin frei haben. Was bietet sich also besser an, als sich die Halbzeit von Sommerurlaub zu Sommerurlaub mit einem kleinen Winterurlaub zu versüßen?

Kalt oder Warm?

Wenn es darum geht, wohin es geht, gibt es im Winter meist zwei Lager: In den Schnee und an den Strand. Während vor allem Wintersportler die recht schneesichere Zeit nutzen, um dorthin zu fahren, wo sie die Piste herunter wedeln können, sind es vor allem die Schneeverweigerer, die bloß ins Warme wollen. Gen Süden fliegen also alle, die den Winter ohnehin nicht mögen – und denen die Feiertage unter Palmen daher grade recht sind. Von dem Weihnachtstourismus profitieren Wirtschaft, Tourismus und Fluggesellschaften gleichermaßen, denn die rege Reiserei spült Geld in die Kassen. Statistisch gesehen sind es die Deutschen, Italiener und Franzosen, die vor allem in die Berge fahren, während Briten, Amerikaner und Niederländer den Strandurlaub bevorzugen. Spanier hingegen sind am liebsten zu Hause, während Portugiesen die Feiertage am liebsten in einer anderen Stadt verbringen, wobei natürlich auch in jedem Land andere Lager zu finden sind.

Beim Urlaub mit der ganzen Familie zählen natürlich auch die Wünsche der Kinder. Sind diese wahre Weihnachtsfans, die jedes Jahr an den Nikolaus schreiben und beim Gedanken an Schneemänner  leuchtende Augen bekommen, wird es schwierig sein, sie vom Sandburgen-Bau zu überzeugen. Sind sie hingegen wie die Eltern wahre Sonnenanbeter, steht einem Urlaub am Strand nichts im Weg. Wichtig ist, dass die ganze Familie gemeinsam entscheidet und schließlich einen Kompromiss findet, der für alle in Ordnung ist – und vielleicht wird daraus ja eine neue Familientradition, so dass in dem einen Jahr Sonne und Strand angesagt sind, während das darauf folgende Jahr auf der Piste gefeiert wird.

Beliebte Ziele

Wen es ins Warme zieht, der reist über Weihnachten und Silvester dieses Jahr am häufigsten nach Hurghada. Auch die Kanaren stehen hoch im Kurs: Gran Canaria, Fuerteventura und Teneriffa sind wegen der angenehmen Temperaturen besonders beliebt. Antalya ist das Top-Ziel der Türkei und hat ebenfalls viele familienfreundliche Hotels zu bieten. Diese Ziele zeichnen sich vor allem durch die kurzen Flugzeiten aus, da alle in weniger als sechs Stunden zu erreichen sind.

Aber auch Langstrecken-Ziele werden für Weihnachten und Silvester gewählt. So sind die Dominikanische Republik, das thailändische Phuket, Abu Dhabi, die Malediven und Dubai typische Ziele für die Feiertage 2016, wie der Verband Internet Reisebetrieb e.V. (VIR) meldet. Insgesamt sind viele dieser Ziele in dem letzten Jahr günstiger geworden, vor allem Ägypten ist ein beliebtes Ziel aufgrund des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses. Last-Minute Angebote sind dabei jedoch noch nicht mit einbezogen, so bleibt diese Entwicklung noch mit abzuwarten.

Kind am Strand

Warme, sonnige Ziele wie Hurghada in Ägypten oder die kanarischen Inseln gehören zu den beliebtesten Weihnachtsurlaubsorten, wenn es warm sein soll.

Quelle: fotolia.de ©BlueOrange Studio

In den Schnee und damit noch tiefer in die Kälte reisen vor allem Ski-, Snowboard- und Schlittenliebhaber. Für Kinder ist dabei vor allem darauf zu achten, dass das Skigebiet den speziellen Anforderungen standhält – das heißt, dass genügend kinderfreundliche, leichte Pisten vorhanden sein sollten, eine gute Skischule mit qualifizierter Betreuung vor Ort ist und auch die Unterkunft kindgerecht ist. Genügend Unterhaltungsmöglichkeiten gehören schließlich auch dazu und sollten auch für Schlecht-Wetter-Tage gereichen. Österreich, Italien und die Schweiz gehören zu den beliebtesten Zielen, aber auch Deutschland bietet zumindest Pisten für Tagesausflüge. Serfauss-Fiss-Ladis und die SkiWelt Wilder Kaiser gehören zu den familienfreundlichsten Skigebieten, Warth-Schröcken mit besonderer Schneesicherheit ebenfalls.

In den Dolomiten finden sich Alta Badia und Drei Zinnen, wo es viele Übungsgelände und Kinderspielparks gibt. Diese Alternativen zum Skifahren, also die Möglichkeit im Schnee zu spielen, zu Rutschen, zu Rodeln und Schneemänner zu bauen, müssen für Kinder absolut dabei sein, da sonst schnell Unzufriedenheit aufkommt. Beim Spielen können sich die Kleinen jedoch austoben und einen Ausgleich zum doch recht anstrengenden Skifahren-Lernen finden. Ebenfalls ein Erfolgsrezept: Eine weitere Familie mitnehmen, mit denen sich die Kinder gut verstehen. Die Zweit-Eltern bieten die Möglichkeit, auch mal einen Abend zu zweit zu genießen und die Kinder sorgen gegenseitig dafür, dass keine Langeweile aufkommt. So gibt es Weihnachten mit Freunden statt der gesamten Familie.

Die Reise den Kindern schmackhaft machen

Kinder sind sehr unterschiedlich und verbinden mit Weihnachten oft noch mehr als Erwachsene. Deswegen ist es ganz normal, dass nicht jedes Kind davon begeistert ist, Weihnachten nicht wie gewohnt zu Hause unter dem Christbaum zu verbringen. Der Tannenbaum ist schließlich schon Tage vorher das Symbol für Geschenke und die Weihnachtsnacht, die für die Kleinen immer etwas ganz Besonderes ist. Außerdem mögen manche Kinder doch die Befürchtung haben, dass das Christkind sie nicht findet, wenn Sie nicht zu Hause sind und dass sie somit vielleicht keine Geschenke bekommen könnten. Diese Dinge vorher zu besprechen kann also hilfreich sein, um dem Nachwuchs den Urlaub als tolle Alternative zum Weihnachtsfest zu Hause zu unterbreiten. Ein Mini-Tannenbaum darf es natürlich trotzdem sein, wenn es in den Urlaub geht und auch das Zuhause sollte in der Weihnachtszeit festlich geschmückt sein, um immerhin ein wenig Weihnachtsfreude hervor zu bringen.

Kinder am Weihnachtsbaum

Das Schmücken des Christbaums und die weihnachtliche Dekoration gehört bei vielen Kindern dazu – dieses Erlebnis trotz Urlaub zu ermöglichen, wird bei vielen Kinder die Weihnachtsfreude erhöhen.

Quelle: fotolia.de ©famveldman

Geht es mit Freunden in den Urlaub, ist dieser Umstand vielleicht das schlagende Argument und auch das Skifahren, was zu Hause nur höchst selten möglich ist, mag davon überzeugen, dass der Weihnachtsurlaub eine tolle Sache ist. Wenn es hingegen in den Strandurlaub geht, mag es etwas schwieriger werden, weihnachtsliebende Kinder von der Idee zu überzeugen.

Wichtig ist an dieser Stelle, die Traditionen mitzunehmen, die für alle mit dazu gehören. Weihnachtsplätzchen lassen sich beispielsweise leicht transportieren und auch ein wenig Dekoration kann die Ferienwohnung oder das Hotelzimmer aufhübschen. Eventuell ist das Hotel ohnehin weihnachtlich geschmückt – eine kurze Anfrage kann helfen, das sicherzustellen. Spanien ist außerdem ein Beispiel dafür, wie Weihnachten auch in wärmeren Ländern sehr ausufernd zelebriert werden kann. Das Ziel entsprechend auszuwählen, mag den Kindern also gefallen. Dann kann im Vorhinein ein wenig recherchiert werden, welche Weihnachtstraditionen es vor Ort gibt. Den Kindern diese also spannende Neuerung darzulegen und sie fleißig mitbasteln zu lassen, kann die Lösung sein und Begeisterung für den Weihnachtsurlaub wecken.

Was ebenfalls nicht fehlen darf, sind die Geschenke. Kinder, die befürchten, dass der Weihnachtsmann oder das Christkind sie im Urlaub nicht finden, können einen „Nachsendeantrag“ auf den Weg schicken und in einem Brief erklären, wo sie in den Ferien zu finden sind. So können Sorgen ausgeräumt werden und die Geschenke kommen natürlich trotzdem mit. Hier sollten Eltern bedenken, dass nur begrenzt Platz vorhanden ist. Sperrige Geschenke warten vielleicht bei der Rückkehr unter dem heimischen oder dem großelterlichen Weihnachtsbaum, andere, kleine Dinge, die den Kleinen Freude machen, sollten jedoch in jedem Fall mitkommen – denn ein Weihnachten ohne Geschenke ist für den Nachwuchs meist die Horror-Vorstellung schlechthin.

Wer diese Tipps beherzigt, kann schließlich mit der gesamten Familie besinnliche Feiertage erleben, an denen es um nichts als Entspannung geht. Auch der Rest der Familie wird die Entscheidung schließlich respektieren und frohe Weihnachten wünschen – ob diese nun im Skiurlaub oder unter Palmen stattfinden.

Redaktion

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