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Reisenews Auszeit in den Schären: Kunst und mehr im Artipelag-Museum
Reisereporter Reisenews Auszeit in den Schären: Kunst und mehr im Artipelag-Museum
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09:56 14.05.2015
Majestätisch thront der große Stein im Café des Museums. Eine Künstlerin entwarf dazu die Kerzenständer. Quelle: Artipelag
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Vor fast drei Jahren hat sich der schwedische Unternehmer einen Traum erfüllt: In den schwedischen Schären, nur 20 Kilometer weg von Stockholm, eröffnete er sein Museum. Er nannte es

Artipelag, eine Verschmelzung von Kunst (Art), Aktivitäten (Activities) und dem Standort selbst, Archipel (Archipelago), was so viel wie Inselgruppe bedeutet.

Jakobson, der in diesem Sommer 81 Jahre alt wird, ist weit über Schweden hinaus bekannt: Er ist der Erfinder des BabyBjörn, jener Babytrage aus den 60er Jahren, die Eltern auch heute noch kaufen. "Durch BabyBjörn sind wir viel herumgereist, haben viele Museen gesehen." Einige Anregungen sind so in die Entwürfe eingeflossen.

Der Anspruch der Jakobsons an das eigene Museum war deshalb nicht gering: Erst mit dem siebten Architekten wurde man sich einig. "Ich habe immer gesagt: "Wenn man in die Eingangshalle kommt, muss der Anblick 'Wow' sein"", erzählt der weißhaarige Jakobson.

Um möglichst viel von der Umgebung in das Innere zu holen, haben die Gründer gemeinsam mit dem Architekten Wert auf Details gelegt. Zuerst einmal die riesigen Glasfronten der Ausstellungsräume: Die Besucher sehen hauptsächlich Blau und Grün, das Wasser in der Bucht vor ihnen, die Pinienbäume um sie herum. Die Kunst wird dabei zur Nebensache.

Sogar bei den Toiletten wurde nichts dem Zufall überlassen: Die Wände sind aus grobem Stein und Holz, das Waschbecken aus Granitblöcken gehauen. "Selbst wenn die Leute nicht vom Artipelag begeistert sind: Sie sollen wenigstens wegen der Toiletten herkommen." Das war Björn Jakobsons prägnanter Auftrag an die Architekten.

Tatsächlich lohnt sich das Artipelag auch als Ausflugsziel für diejenigen, die mit Museen und Kunst nicht viel am Hut haben. Wer die Ausstellung links liegen lassen möchte, kann das tun. Ohnehin wirkt die Atmosphäre des schwarzgeteerten Baus besonders gut von außen. Rund um das Gelände schlängelt sich ein 800 Meter langer hölzerner Steg, der auch für Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen zugänglich ist.

Ist das Wetter zu schlecht, gibt es im Inneren immer noch genug Möglichkeiten: Das Café mit angeschlossener Bäckerei und das A-la-carte-Restaurant im Stockwerk darüber sind oft so gut gefüllt, dass man sich fragt, ob die Besucher vielleicht nur wegen des üppigen Brunchbuffets da sind. In der angeschlossenen Artbox, einem Raum mit elf Meter hoher Decke, werden Opern gespielt, TV- und Radiosendungen aufgezeichnet oder Feste gefeiert.

dpa

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