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Beuchaer Hausherrin bewirtet Besucher mit Obstkuchen

Beuchaer Hausherrin bewirtet Besucher mit Obstkuchen

Für Leser dieser Zeitung öffnen Sachsens private Schlossherren ihre Tore. Gestern besuchten rund 800 Gäste das Schloss Beucha bei Bad Lausick und ließen sich von den Besitzern Jana Klinger-Brandes und Wolf Gunter Brandes das gut 200 Jahre alte Gemäuer sowie den riesigen Schlossgarten zeigen.

Bad Lausick/Beucha. Rosel und Willy Pawlitzki aus Neukirchen haben auf ihrem gestrigen Ausflug nach Beucha etwas gefunden, das es nicht zu kaufen gibt: "Eine herrliche Ruhe im Schlossgarten", schwärmt das Ehepaar mit Blick auf den uralten Baumbestand und die Teichlandschaft. "Wir sind zum ersten Mal hier", plaudert der Rentner, "und ich muss sagen: Es hat sich gelohnt. Es ist einfach wunderbar, wenn sich private Schlossherren nicht verschließen und man einmal im Jahr die Gelegenheit hat, hinter die Türen zu schauen." Im nächsten Jahr wollen sie das Angebot gern wieder nutzen. "Mal sehen, was sich bis dahin alles verändert hat", sagt Rosel Pawlitzki.

Schlossherrin Jana Klinger-Brandes ist mit der Resonanz des gestrigen Tages überaus zufrieden. Knapp 800 Gäste - den Autokennzeichen nach zu urteilen aus Nordsachsen, Zeitz, Muldental, Leipzig und Leipziger Land - empfing sie mit ihrem Mann, führte sie gruppenweise durch das rund 200 Jahre alte Gemäuer und bewirtete sie mit selbstgebackenem Obstkuchen und Säften. Selbst die Händler des kleinen Bauernmarktes waren alle handverlesen, versichert die Hausherrin. "Mir geht es darum, qualitätsvolle und regionale Sachen anzubieten." Dazu gehören beispielsweise Teesträuße, Brennesselwein und Kürbiskompott von Andrea Hegewald aus Kitzscher. "Ich möchte so viel wie möglich aus der Natur nutzen und in den Alltag mit einbauen", erklärt die Entspannungstrainerin ihre Philosophie. Daneben bietet Carolina Dittrich-Schulz aus Dreiskau-Muckern selbstgemachte Konfitüren, Gelees und Marmeladen an; und ins gleiche Raster fällt auch der Kräuterhof Falkenhain. Er will mit Delikatessen vom Wegesrand überzeugen, so Inhaber Jörg Beuthien.

Eine weitere Attraktion der Parkmesse ist der Milbenkäse aus Würchwitz. Geschäftsführer Helmut Poeschel: "Unser Käse ist mittlerweile in die Arche Deutschland der Slow-Food-Gesellschaft aufgenommen worden." Heute zieht er Besucher aus aller Welt nach Würchwitz bei Zeitz an. Auch gestern ließen sich Käseliebhaber die Produktion erklären und wagten einen Blick durchs Mikroskop auf die possierlichen Tierchen. "Ich finde diese Reihe mit den Schlossmenschen große Klasse", schwärmt Helmut Poeschel, "es ist doch herrlich, dass man solche Architekturschätze einmal sehen kann. Diese wunderbare Landschaft lädt außerdem zum Entspannen ein."

Das tat dann auch Inge Dombrowski aus Leipzig ganz ausgiebig. Die 69-Jährige reservierte sich eine schattige Bank im Schlossgarten und hörte dem Froschkonzert im Teich zu. "Mein Mann wollte sich die Schlossführung nicht entgehen lassen, aber ich bin nicht mehr gut zu Fuß und erhole mich lieber von der Großstadt."

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