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Es bleibt eng auf dem Dresdner Elberadweg – Entlastungsprojekte weiter in der Warteschleife

Es bleibt eng auf dem Dresdner Elberadweg – Entlastungsprojekte weiter in der Warteschleife

Voll, voller, Elberadweg: Besonders an warmen Wochenendtagen wird es eng auf dem Radweg am Fluss. Und daran wird sich auch in naher Zukunft nichts ändern. Weder für den geplanten Parallelweg zwischen Blauem Wunder und der Albertbrücke auf Altstädter Seite noch für die Entlastung versprechende Sanierung des Körnerwegs auf Loschwitzer Elbseite kann die Stadt einen konkreten Baustart nennen.

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So entspannt wie an der Augustusbrücke geht es nicht überall auf dem Elberadweg zu.

Quelle: Stephan Lohse

Dresden. Darüber informierte Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamtes, auf Anfrage.

Lediglich der Ausbau des Elberadwegs zwischen Friedrich-Press-Staße und Laubegaster Straße in Loschwitz könnte ab Anfang 2016 möglich werden. Für dieses Projekt befänden sich derzeit Bebauungsplanverfahren in Bearbeitung. Nach der Sommerpause sollen der Abschnitt zwischen Friedrich-Press-Straße und Altwachwitz offen gelegt sowie das Teilstück zwischen Altwachwitz und Laubegaster Straße zur Bürgerbeteiligung frei gegeben werden.

Wann die Stadt auch beim Parallelweg beziehungsweise am Körnerweg zur Tat schreiten kann, bleibt hingegen weiter offen. Das Straßen- und Tiefbauamt hat mittlerweile verschiedene Ausbauvarianten für die historische Sandsteinbefestigung am Körnerweg untersucht. Abschließende Ergebnisse aber liegen nicht vor. Auf diese wartet die Stadt ebenfalls bezüglich des 2,50 Meter breiten Zusatzweges in Johannstadt und Blasewitz. Wegen naturschutzrechtlicher Bedenken – das Gebiet ist unter anderem Brutplatz des Wachtelkönigs – musste die Verwaltung ihre ursprünglichen Pläne überarbeiten. Die Neufassung sei laut Koettnitz jetzt fertig, soll in den kommenden Tagen der Landesdirektion übergeben und dann erneut ausgelegt werden.

Dass die bürokratischen Mühlen bisweilen langsam mahlen, ärgert Axel Bergmann, den verkehrspolitischen Sprecher der SPD-Fraktion im Dresdner Stadtrat: „Sicherlich müssen Landschafts- und Denkmalschutz sorgsam geprüft werden, aber mein Eindruck ist, dass die Vorgänge in den Behörden zum Teil unnötig lange liegen bleiben. Die Behörden sind gefordert, einen Zahn zuzulegen.“ Immerhin aber habe der Ausbau des Teilstücks unterhalb der Carolabrücke inzwischen geklappt. „Es gibt also Fortschritte, nur es dauert zu lange“, so Bergmann. Er wünsche sich, dass die letzte Lücke für einen durchgängig befahrbaren und sicheren Elberadweg spätestens 2020 geschlossen ist.

Dass sich die Dresdner und ihre Gäste in der Freizeit aktiv bewegen, ist für den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Dresden laut Sprecher Nils Larsen eine gute Nachricht. Der Club spricht nicht von einer Überfüllung, sondern eher von einer Unterdimensionierung des Elberadwegs und fordert deshalb ebenfalls einen getrennten Fußweg parallel zum Radweg auf der Altstädter Seite sowie die dringende Sanierung des Körnerwegs. Durch den jetzigen, unzumutbaren Zustand würden vor allem Radfahrer auf die Altstadtseite ausweichen und dort zusätzlich für Enge sorgen. Zudem appelliert der ADFC an ein friedliches Miteinander von Fußgängern und Radfahrern, schließlich sei der Elberadweg für Erholungszwecke wichtig.

Christin Grödel

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