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Mittelalter, Kunst und Venezianisches

Mittelalter, Kunst und Venezianisches

Von Güldengossa bis Kuckuckstein reichte diesmal die Tour. Nachdem im vergangenen Jahr vor allem Häuser um Leipzig zu besichtigen waren, wurde diesmal der Bogen weiter gespannt bis hin nach Dieskau im Westen, Milkel im Osten und Neumark im Süden Sachsens.

Die Besucherresonanz litt unter den damit verbundenen längeren Reisewegen nicht.

 

Tausende Geschichts-, Heimat- und Kulturinteressierte machten sich wieder - mitunter jedes Wochenende - auf den Weg, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Der wurde auch in diesem Jahr mit großer Gastfreundlichkeit von den im Verein der privaten Denkmalseigentümer zusammengeschlossenen Schlossbesitzern gewährt. Mehr noch: Häufig wurde von den Schlossmenschen neben der eigentlichen Besichtigung noch ein umfangreiches Zusatzprogramm geboten, beispielsweise die Landlust in Neumark, die Gartenmesse Kunst und Kulinaria in Beucha, das mittelalterliche Vergnügen in Wurzen oder auch die venezianischen Masken in Ehrenberg. Jedes Schloss, jedes Herrenhaus präsentierte sich auf eigene Art unverwechselbar.

 

Gleichzeitig wuchs bei den Besuchern das Verständnis für die gewaltige Aufgabe, die der Schutz eines privaten Denkmals darstellt. Dazu zählen nicht nur der finanzielle Aufwand in Zeiten klammer öffentlicher Kassen und das kulturhistorische Verständnis, sondern auch die Suche nach geeigneten Materialien und vor allem auch Handwerkern, die noch die alten, traditionellen Techniken beherrschen. Oder wie es Familie von Römer ausdrückte: "Wir sind nur die Verwalter des Eigentums. Nicht Eigentum ist wichtig, sondern es zu bewahren, zu mehren und weiterzugeben." In jedem Sinne.

 

Die Reaktionen unzähliger Leser bestätigten nicht nur die Macher vor Ort in ihrem Streben, sondern auch die Organisatoren der Zeitungsserie Schlossmenschen. Sie hatten sich zum Ziel gesetzt, landläufige Vorurteile abzubauen und die Menschen hinter den Schlossmauern zu zeigen. Bei den Schlossgästen wiederum war Neugier gepaart mit Verständnis und auch Bewunderung vor der Größe der Aufgabe. Besonders erfreulich: Zahlreiche Zeitzeugen meldeten sich, die Hinweise auf die Historie der einzelnen Gebäude geben konnten oder ihre Erlebnisse mit den einzelnen Schlössern schilderten.

 

Für viele Besucher wird es nicht die letzte Begegnung mit den Schlossmenschen bleiben. Manche Einrichtungen öffnen ihre Tore auch zu anderen Anlässen, bieten Kulinarisches oder sogar Übernachtungen an.

Roland Herold

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