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Rittergutsschloss in Taucha: Zwei Ausstellungen auf einen Streich

Rittergutsschloss in Taucha: Zwei Ausstellungen auf einen Streich

Das Rittergutsschloss wird am Wochenende seiner angedachten Rolle als Kulturzentrum Nordsachsens gerecht: Gleich zwei Ausstellungen eröffnen neu und locken das kunstbegeisterte Publikum an.

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Hereinspaziert: Zwei Kunstausstellungen eröffnen an diesem Wochenende auf dem Rittergutsschloss.

Quelle: Jörg ter Vehn

Tauchas. „Eccomi“ sagt Michael Schreckenberger. Der Leipziger Künstler kommt mit brandneuen Werken in die Parthestadt – und mit seiner Reihe „Kunst mit Genuss“, die er zusammen mit dem Restaurant La Romantica ausgeklügelt hat. Im Zentrum seiner Schau vom 10. bis 13. September stehen jedoch seine Werke: Eine Mischung aus Surrealismus, phantastischen Welten und glühenden Elementen kündigt Schreckenberger an. „Großformatig, stilvoll, leuchtend“, umschreibt der Schlossverein die Werke des 33-Jährigen. „Den Möglichkeiten der freien Gestaltung werden keine Grenzen gesetzt, sondern sie werden gebrochen“, meint er selbst dazu.

Schreckenberger nutzt bevorzugt Acrylfarben, Öl- und Aerosolfarben für seine Werke. Er kombiniert dreidimensionale Gestaltung, abstrakte Techniken und Fotorealismus. Sein Markenzeichen, das Streichholz, begleitet ihn, findet sich bildlich und figürlich wieder.

Seine Bilder sind in der Kulturscheune ausgestellt, Sonntag bis Dienstag von 14 bis 21 Uhr zu sehen. Eine kleine Malstraße und ein Holzworkshop runden das Ereignis ab.

„Kaiser, König, Bettelmann“ nennt Lothar Brzesowski, manchen eher unter dem Namen Dettbarn bekannt, seine Schau. „Sieh die Welt mal anders an“, fordert er die Besucher seiner Ausstellung auf. Ihn habe die hinter dem gleichnamigen Kinderspiel stehende Frage immer interessiert, was es bedeute, König oder Bettelmann zu sein, erklärt er den Hintergrund. Um die Welt zu verstehen, sei es sinnvoll, sie aus einer anderen Position zu betrachten. „Aber ist es wirklich erstrebenswert, die höchsten Posten zu bekleiden; was für Menschen sind das, und funktioniert eine Gesellschaft vielleicht auch anders?“, fragt er. In seinen Bildern könne man Antworten finden. Allerdings nicht vordergründig, meint er.

Brzesowski wuchs in Taucha und Leipzig auf, malte schon mit anderthalb Jahren zur Verzückung der Mutter Elefanten an die Wände. Später baute er die Rüsseltiere als Miniaturen für die Leipziger Messe, bevor er 1989 nach Thüringen zog, wo er als Holzwerkmeister mit psychisch Kranken arbeitete, um sich und seine Familie durchzubringen. „Bilder, Zeichnungen, Skulpturen, Miniaturen entstehen nachts, an Feiertagen und in der Freizeit“, so Brzesowski.

Die Schau wird am Sonnabend um 15 Uhr mit handgemachter Bluesmusik dreier gestandener Männer eröffnet. Die Schau ist dann bis zum 8. Oktober an den Wochenenden von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen, sonstige Termine für Gruppen können unter der Rufnummer 034298 68556 vereinbart werden.

Jörg ter Vehn

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